Wärmepumpen im Fokus der Förderpolitik

Besuch aus Berlin bei Stiebel Eltron in Holzminden: Der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Haase, hat sich jetzt vor Ort ein Bild von der Wärmepumpenfertigung des Unternehmens gemacht. Begleitet wurde der Termin von einem intensiven Austausch über die politischen Rahmenbedingungen für den Wärmepumpenmarkt – insbesondere über die Zukunft der staatlichen BEG-Förderung.

Bei einem Rundgang mit Lars Michel, Leiter der Wärmepumpen-Fertigung von Stiebel Eltron, zeigt sich Haase beeindruckt von der industriellen Leistung am Standort Holzminden. „Man sieht hier sehr konkret, wie Energiewende in Deutschland umgesetzt wird – mit moderner Technik und hoher Fertigungstiefe“, so Haase. Die Wärmepumpe gilt als zentrale Technologie für klimafreundliches Heizen, gleichzeitig steht die Branche derzeit vor politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Darüber tauschte sich Haase anschließend mit Dr. Hendrik Ehrhardt (Leiter Public Affairs von Stiebel Eltron) und Dr. Björn Schreinermacher vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP) aus. Im Mittelpunkt stand die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen wie Wärmepumpen unterstützt. Die Bundesregierung plant, die Förderung neu zu verhandeln.

Gespräch um Zukunft der BEG-Förderung

Für Hendrik Ehrhardt ist klar: „Insbesondere, solange die Kosten von Gas und Strom so unterschiedlich hoch sind, ist die BEG-Förderung notwendig. Vor allem die unterschiedliche Besteuerung von Strom und Gas schafft ungleiche Wettbewerbsbedingungen.“ Damit verweist er auf einen wesentlichen wirtschaftlichen Faktor: Während Wärmepumpen im Betrieb stark von Strompreisen abhängen, bleibt fossiles Heizen durch vergleichsweise günstige Gaspreise konkurrenzfähig. Ohne Förderung sei der Umstieg für viele Hausbesitzer sehr kostspielig. Auch aus Sicht des Branchenverbandes sollte an der bestehenden Förderung zunächst festgehalten werden, so. Dr. Björn Schreinermacher. „Es ist legitim, einen maßvollen Absenkungspfad für die Förderung in den Blick zu nehmen. Gleichzeitig muss eine Perspektive geboten werden – zum Beispiel begleitend eine Strompreissenkung.“

Christian Haase betonte in diesem Zusammenhang die politische Perspektive: „Eine unserer großen Aufgaben liegt darin, die Menschen dazu anzureizen, das Thema Heizung bewusst zu planen – bevor die Heizung kaputt ist. Gleichzeitig muss im Förderregime auch die Technikneutralität zum Ausdruck kommen.“

Das Gespräch zeigt: Für Industrie und Politik ist vor allem Planungssicherheit entscheidend – insbesondere mit Blick auf anstehende politische Entscheidungen in den kommenden Monaten. „Uns ist wichtig, jetzt zu einer Einigung zu kommen“, sagte Schreinermacher. Nur so könnten Investitionen stabil geplant und der Ausbau klimafreundlicher Heiztechnologien verlässlich vorangetrieben werden.

Über die Stiebel Eltron GmbH & Co. KG

Stiebel Eltron, gegründet 1924, gehört mit einem Jahresumsatz von 954 Millionen Euro (2025) zu den führenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien, Wärme- und Haustechnik.

Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen verfolgt Stiebel Eltron bei der Produktion und Entwicklung von Produkten eine klare Linie – für eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik. Mit rund 5.000 Beschäftigten weltweit setzt das Unternehmen von der Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Das Resultat sind effiziente und innovative Lösungen für Warmwasser, Wärme, Lüftung und Kühlung. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im niedersächsischen Holzminden, in Hameln (NDS), in Eschwege (Hessen), in Höxter und in Freudenberg (NRW) und sowie an fünf weiteren Standorten im Ausland (Arvika/Schweden, Tianjin/China, Ayutthaya/Thailand, Poprad/Slowakei, West Hatfield, Massachusetts /USA).

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