Wir befinden uns im Jahre 2020 n.Chr. In ganz Germanien liegt wegen Corona die berufliche Weiterbildung auf Eis… In ganz Germanien? Nein! Ein von unbeugsamen Wissenschaftlern im Homeoffice am Laufen gehaltenes Forschungs-, Prüf- und Schulungsinstitut bietet dem Virus die Stirn.*

*Rest in peace, Albert Uderzo! U24. März 2020


Das Abwassernetz ist als kritische Infrastruktur in der Krise systemrelevant. Das Gelsenkirchener IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur hat deshalb bereits in der vergangenen Woche ein fortlaufendes Webinar zum Thema „Kanal- und Leitungsbau“ für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst gestartet. Auf Initiative des Kommunalen Netzwerks Abwasser (KomNetABWASSER) treffen sich jetzt zweimal pro Woche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Abwasserbetrieben im virtuellen Seminarraum zum Webinar „Kanal- und Leitungsbau“. Das Angebot ist offen für alle, auch über den Kreis der derzeit etwa 60 Netzwerkteilnehmer hinaus.

Kostenfreies Webinar „Kanal- und Leitungsbau“

Alle Fäden laufen bei IKT-Wissenschaftler Dipl.-Ing. Marco Schlüter zusammen. Er hat gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. habil. Bert Bosseler in Rekordzeit das kostenfreie Webinar-Angebot zum Kanal- und Leitungsbau auf die Beine gestellt.

„Viele Mitarbeiter von Abwasserbetrieben sitzen gerade im Homeoffice. Ihnen möchten wir auch weiterhin die Gelegenheit zu beruflicher Weiterbildung geben“, erklärt Schlüter. „In unserem Online-Seminarraum können wir gemeinsam etwas lernen, uns austauschen und gegenseitig unterstützen.“

Prof. Bosseler ist Wissenschaftlicher Leiter des IKT und Lehrbeauftragter an der Leibniz Universität Hannover und der Ruhr-Universität Bochum und war sofort Feuer und Flamme für das Spontan-Projekt. „In Krisenzeiten müssen wir alle zusammenhalten. Ich freue mich, wenn ich so einen Beitrag leisten kann“, sagt Bosseler.

Fachwissen aus Vorlesung

Für die neue Webinar-Reihe hat er die Inhalte seiner Vorlesungen angepasst. Die Teilnehmer haben hier die exklusive Gelegenheit, Grundlagen- und Spezialwissen abzugreifen, das sonst nur eingeschriebenen Studenten vorbehalten ist.

Dieses in der vergangenen Woche gestartete Angebot wird von den kommunalen Unternehmen dankbar aufgenommen. So sind die 150 verfügbaren Plätze im Online-Seminarraum bereits besetzt. „Wir bemühen uns, den Raum zu vergrößern, quasi digital anzubauen“, kündigt Marco Schlüter an. „Wenn uns das gelingt, dann kann man auch zwischendurch gerne noch einsteigen. Immer dienstags um 10 Uhr und donnerstags um 14 Uhr. Schicken Sie mir vorab einfach eine E-Mail! Ich sende Ihnen dann die Zugangsdaten zu.“

Webinar-Angebot wird ausgeweitet

Zurzeit arbeitet das ganze Team Weiterbildung im IKT mit Hochdruck daran, zahlreiche Veranstaltungen aus dem Seminarprogramm, zu denen normalerweise die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am jeweiligen Veranstaltungsort zusammenkommen, zu Webinaren umzumodeln. Ziel: Das Personal der Netzbetreiber soll auch weiterhin optimal für die täglichen Aufgaben gerüstet sein. Erste Angebote werden in Kürze erwartet. Immer die aktuellsten Informationen finden Interessenten auf www.ikt.de/seminare.

„Wir sind weiter für Sie da“, verspricht Dr. Sissis Kamarianakis, Leiter IKT-Weiterbildung. „Wir organisieren jetzt Weiterbildung übers Web, um die Zeit zu überbrücken, bis wir uns wieder im analogen Raum treffen können. Die ersten Angebote starten bereits in den nächsten Tagen. Lassen Sie sich überraschen!“ Aktuelle Informationen gibt es immer auf www.ikt.de/seminare.

IKT arbeitet weiter

Insgesamt hält das IKT seinen gewohnten Service bestmöglich aufrecht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten mehrheitlich von zuhause aus, sind weiterhin telefonisch über die gewohnten Rufnummern und per E-Mail erreichbar. „Wir bleiben mit unseren Kunden kontaktlos in Kontakt“, erklärt IKT-Geschäftsführer Dipl.-Ök. Roland W. Waniek. „Das schützt alle Seiten vor Ansteckung und gibt unseren Prüfstellen die nötige Einsamkeit im Institut, um weiterarbeiten zu können.“ Schließlich soll bei den Abwasserbetrieben keine Baustelle stocken, weil Prüfergebnisse auf sich warten lassen.

INFOBOX

Kommunales Netzwerk – offen für alle Abwasserbetriebe

Das Kommunale Netzwerk Abwasser ist eine Initiative von derzeit rund 60 Abwasserbetrieben. Ziel ist es, die kommunale Abwasserbeseitigungspflicht gemeinsam besser und bürgerfreundlicher umzusetzen – möglichst kostengünstig und im Einklang mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Das Netzwerk nutzt dazu gemeinsam die Serviceleistungen des IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur. So muss nicht jeder das Rad immer wieder selbst neu erfinden.

Motor, Ideengeber, Sparringspartner

Das KomNetABWASSER versteht sich als Anstoßgeber und Unterstützer für die kommunalen Abwasserbetriebe – in Krisenzeiten auch über den Kreis der teilnehmenden Netzbetreiber hinaus. Aktuelle Themen, die die Kommunen aufgreifen möchten, werden wissenschaftlich aufgearbeitet und praktisch begleitet.

Ansprechpartner – nicht nur – in schwierigen Zeiten

Mit Ausbruch der Corona-Pandemie hat das KomNetABWASSER eine Hotline für alle Abwasserbetriebe eingerichtet. Unter der Nummer 0177 2801198 können Netzbetreiber den Experten ihre Fragen zum Kanalbetrieb in Krisenzeiten und allen anderen Themen stellen.

Mehr Informationen: www.komnetabwasser.de

Über IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH

Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur in Gelsenkirchen ist ein neutrales, unabhängiges und gemeinnütziges Forschungs-, Prüf- und Schulungsinstitut. Es arbeitet praxis- und anwendungsorientiert an Fragen des unterirdischen Leitungsbaus. Schwerpunkt ist die Kanalisation. Für Bau, Betrieb und Sanierung unterirdischer Infrastruktureinrichtungen führt das IKT Forschungsprojekte, Prüfungen, Warentests, Beratungen und Seminare durch.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH
Exterbruch 1
45886 Gelsenkirchen
Telefon: +49 (209) 17806-0
Telefax: +49 (209) 17806-88
http://www.ikt.de

Ansprechpartner:
Henning Winter
Redakteur / Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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Sissis Kamarianakis
Telefon: +49 (209) 17806-42
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Marco Schlüter
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