Additive Fertigung verändert die Entwicklung von Energieketten für die Intralogistik. TSUBAKI KABELSCHLEPP setzt gezielt auf 3D-Druck und 3D-Scanning, um Entwicklungszeiten zu verkürzen, Material einzusparen und kundenspezifische Lösungen wirtschaftlich umzusetzen.

Energieketten sind zentrale Komponenten für die sichere Führung von Energie- und Datenleitungen in dynamischen Anwendungen wie Krananlagen, der Fördertechnik und Robotik sowie in automatisierten Lagersystemen. Sie schützen Leitungen zuverlässig und minimieren Stillstände, die schnell hohe Kosten verursachen können. Eine Herausforderung im Bereich Intralogistik ist der steigende Automatisierungsgrad. Damit verbunden, müssen immer mehr Daten übertragen und entsprechend mehr Leitungen sicher geführt werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Variantenvielfalt, Bauraumintegration und Lebensdauer der Energiekette. Entwicklungsprozesse müssen daher schneller, flexibler und zugleich wirtschaftlicher werden.

Vor diesem Hintergrund nutzt TSUBAKI KABELSCHLEPP 3D-Druck und 3D-Scanning gezielt als Werkzeuge zur Effizienzsteigerung in der Produktentwicklung. Die Vorteile: Gedruckte Prototypen können bereits in frühen Phasen mechanisch getestet und im realen Einbauzustand geprüft werden. Konstruktionen lassen sich ohne kostenintensive Werkzeuganpassungen optimieren. Die Effekte sind messbar. Iterationsschleifen werden deutlich reduziert, der Materialeinsatz für Prototypen sinkt um bis zu 80 Prozent, und Entwicklungszeiten verkürzen sich signifikant.

SLS als industrietaugliches Fertigungsverfahren

Das selektive Lasersintern (SLS), das TSUBAKI KABELSCHLEPP zum Einsatz bringt, hat sich als robustes Verfahren für die industrielle Prototypen- und Kleinserienfertigung etabliert. Maßtoleranzen liegen im Bereich von ±0,2 mm zuzüglich eines prozentualen Anteils der Bauteillänge. Charakteristisch ist der Verzicht auf Stützstrukturen, wodurch sich auch komplexe Geometrien ohne zusätzlichen Fertigungsaufwand realisieren lassen. Für die Konstruktion von Energieketten eröffnet dies neue Freiheitsgrade, etwa bei integrierten Funktionen oder geometrisch optimierten Bauteilen.

Aktuell nutzt TSUBAKI KABELSCHLEPP die additive Fertigung für funktionale Tests, Kleinserien oder kundenspezifische Komponenten. Die neue Technologie ist als Containerlösung organisiert und wird wie eine Spritzgussmaschine verwaltet, inklusive Anbindung an bestehende Produktions- und ERP-Strukturen. Dies gewährleistet planbare Prozesse, hohe Qualität und vollständige Rückverfolgbarkeit.

Das Fertigungsverfahren folgt der Aufgabenstellung

Für Anwendungen und Projekte in der Intralogistik eröffnen sich klare Vorteile: schnell verfügbare Muster, reduzierte Projektrisiken und wirtschaftliche Individualisierung auch bei kleinen Stückzahlen. Gleichzeitig bleibt die additive Fertigung bei TSUBAKI KABELSCHLEPP ein ergänzendes Verfahren mit definierten Grenzen, etwa bezüglich Materialvielfalt und Oberflächenqualität. „Das Fertigungsverfahren folgt bei uns der Aufgabenstellung“, erklärt Peter Pütz, Vice President Marketing & Innovation bei TSUBAKI KABELSCHLEPP. „Wenn die additive Fertigung die beste Lösung ist, setzen wir sie ein. Wenn Spritzguss überlegen ist, spritzen wir. Und wenn beides zusammen die optimale Lösung ergibt, kombinieren wir.“

Über die TSUBAKI KABELSCHLEPP GmbH

TSUBAKI KABELSCHLEPP – Pionier der Energiekettentechnologie
Mit der Entwicklung der ersten Energiekette aus Stahl im Jahr 1954 legte TSUBAKI KABELSCHLEPP den Grundstein für moderne Energieführungssysteme. Seitdem treibt das Unternehmen die Weiterentwicklung dieser Technologie konsequent voran. Das Portfolio wurde bereits in den 1960er Jahren um Förder- und Führungsbahnschutzsysteme für industrielle Anwendungen erweitert.

Heute entwickeln und produzieren rund 380 Mitarbeitende an den Standorten Wenden-Gerlingen und Hünsborn technische Lösungen für Kunden weltweit. Die Produkte kommen unter anderem im Werkzeugmaschinenbau, in der Robotik, der Medizintechnik, in Landstromanlagen sowie in der Raumfahrt zum Einsatz. Ein besonderer Fokus liegt auf hochbelastbaren Energiekettenlösungen für dynamische und raue Einsatzbedingungen, etwa in Offshore-Anlagen oder der Schwerindustrie. Unter dem Namen TOTALTRAX® bietet TSUBAKI KABELSCHLEPP zudem konfektionierte Energiekettensysteme an.

Mit mehr als 50 Auslandsvertretungen und Tochtergesellschaften ist TSUBAKI KABELSCHLEPP international aufgestellt. Seit 2010 ist das Unternehmen Teil der japanischen TSUBAKI Gruppe und verbindet die Flexibilität eines deutschen Mittelständlers mit der Stärke eines weltweit agierenden Konzerns.

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