Die Konjunktur an der Saar hat im Juni etwas an Schwung eingebüßt. Sie bewegt sich aber weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Danach beurteilen die Betriebe ihre derzeitige Lage nicht mehr ganz so günstig wie im Vormonat. Der IHK-Lageindikator gab um 1,7 Punkte auf nunmehr 49,5 Zähler nach. Maßgeblich dafür sind zurückhaltendere Lageeinschätzungen in Teilen der Saarindustrie. Leicht eingetrübt haben sich auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator verringerte sich um 2,1 Punkte. Mit 8,2 Zählern liegt er aber noch immer deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. „Das heißt: Die Saarwirtschaft befindet sich nach wie vor auf einem robusten Wachstumskurs. Die Impulse dafür kommen weiterhin überwiegend aus dem Ausland, vor allem aus dem wieder erstarkten Euroraum. Positiv wirken sich zudem die gute Investitionskonjunktur in Deutschland und die hohe Beschäftigung aus. Allerdings sind mit der aktuellen Zuspitzung der internationalen Handelskonflikte, dem Wiederaufleben der Diesel-Krise und dem anhaltend hohen Ölpreis auch die Risiken für den weiteren Konjunkturverlauf gestiegen. Vorerst bleiben wir aber bei unser Prognose von 1,5 Prozent Saarwachstum in diesem Jahr.“
So kommentierte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier die Ergebnisse der Juni-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 56 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 38 Prozent mit befriedigend und sechs Prozent mit schlecht. Mit viel Schwung laufen die Geschäfte vor allem in der Medizin- und Automatisierungstechnik sowie im Fahrzeugbau, der von der Dynamik auf den wichtigsten internationalen Automobilmärkten und seinem gut diversifizierten Produktportfolio profitiert. Etwas verhaltener, aber weiterhin gut, ist die Lage im Maschinenbau, im Stahlbau, in der Herstellung und Bearbeitung von Metallwaren, in der Keramikindustrie und in der Bauwirtschaft. Im Ernährungsgewerbe, bei den Gießereien, in der Stahlindustrie, in der Elektroindustrie sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie ist die Situation überwiegend zufriedenstellend.

Im Dienstleistungssektor berichten 93 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Weiterhin sehr zufrieden zeigen sich vor allem das Versicherungs- und Verkehrsgewerbe sowie die IT-Branche. In der Hotellerie und Gastronomie, im Handel und bei den sonstigen unternehmensnahen Dienstleistern ist die Lage eher befriedigend.


Signal für Freihandel und europäischen Zusammenhalt nötig

Trotz des leichten Rücksetzers bei den Erwartungen bleiben die Unternehmen der Saarwirtschaft für die kommenden sechs Monate positiv gestimmt. 12 Prozent der Unternehmen rechnen mit besseren, 84 Prozent mit gleichbleibenden und nur vier Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen vor allem aus der Medizin- und Automatisierungstechnik, dem  Ernährungsgewerbe, der Stahlindustrie und aus dem Handel. „Um den Optimismus der Unternehmen zu verstetigen, braucht es ein deutliches Signal für Freihandel und einen starken europäischen Zusammenhalt. Hilfreich wäre zudem, wenn das Regierungshandeln in Berlin endlich durch Aufbruchstimmung statt durch Minimalkonsens geprägt wird. Es ist höchste Zeit, dass für die Zukunftsfähigkeit des Standortes entscheidende Themen wie der Ausbau der Verkehrs-, Breitband und Netzinfrastruktur, die Verabschiedung eines Fachkräftezuwanderungsgesetzes oder die Senkung der überbordenden Steuer- und Abgabenlast zügig angepackt werden. Dies auch deshalb, um für die globalen Unsicherheiten besser gerüstet zu sein“, so Meier.

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