Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) hat Prof. Martin Haardt von der Technischen Universität Ilmenau zum IEEE Fellow 2018 gewählt. Das IEEE, ein weltweit führender Berufsverband von Ingenieuren hauptsächlich aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, vergibt die Auszeichnung als Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen. Den höchsten Grad der IEEE-Mitgliedschaft für Signalverarbeitungsexperten erhielt nun Prof. Martin Haardt, seit 2001 Leiter des Fachgebiets Nachrichtentechnik an der TU Ilmenau.

Prof. Martin Haardt wird insbesondere für seine Verdienste auf den Gebieten der Multiple-Input-Multiple-Output (MIMO) Kommunikationssysteme mit mehreren Nutzern und der tensor-basierten Signalverarbeitung ausgezeichnet. MI-MO-Kommunikationssysteme ermöglichen beispielsweise im Mobilfunk die Kommunikation mit mehreren Antennen auf der Sende- und Empfangsseite. Als einer der Ersten befasste sich Prof. Haardt mit der allgemeinen MIMO-Downlink-Strahlformung für mehrere Nutzer. Dabei werden unterschiedliche Funksignale aus dem Netz gleichzeitig auf der gleichen Sendefrequenz an mehrere Endgeräte verteilt. Indem Prof. Haardt an den Benutzerendgeräten mehrere Empfangsantennen miteinschloss, leistete er Pionierarbeit. Sein umfassender Ansatz zur Lösung dieses Problems trieb in der Mobilkommunikation den Bereich der Multi-User-MIMO-Kommunikation voran und gilt weltweit als ein Wendepunkt bei der Realisierung von MIMO-Kommunikationssystemen, da er mit linearer, und somit relativ einfacher räumlicher Vorverarbeitung und traditioneller Codierung ein optimales System erreicht.

Darüber hinaus entwickelte Prof. Martin Haardt effiziente tensor-basierte Signalverarbeitungsalgorithmen für die mehrdimensionale hochauflösende Parameterschätzung und verschiedene andere mehrdimensionale Lösungen zur Signalverarbeitung, die unter anderem für die Analyse biomedizinischer Daten, die drahtlose Kommunikation und für Radaranwendungen genutzt werden. Tensoren sind ein mathematisches Hilfsmittel, das Matrizen auf mehr als zwei Dimensionen verallgemeinert. Auch in der Bildverarbeitung werden tensor-basierte Algorithmen eingesetzt, um mehrdimensionale Signale zu beschreiben und zu manipulieren. Die Mehrdimensionalität kann außerdem dadurch entstehen, dass die Signale von mehreren Sensoren erfasst werden, die verschiedene Variablen messen. Die Arbeiten von Prof. Haardt ermöglichen beispielsweise die Schätzung der dominanten Signalkomponenten in mehrdimensionalen, oft stark verrauschten Messungen.


Das Institute of Electrical and Electronics Engineers hat sich zum Ziel gesetzt, Technologien zum Nutzen der Allgemeinheit zu fördern und es vertritt Ingenieure von der Robotik bis zur Unterhaltungselektronik. Die Auszeichnung IEEE Fellow wird an Personen vergeben, die sich in einem der Themenschwerpunkte der Organisation verdient gemacht haben. Sie ist der höchste Grad der Mitgliedschaft und gilt weltweit als eine der prestigeträchtigsten Ehrungen in der technischen Gemeinschaft und als ein wichtiger Erfolg in der Laufbahn eines Wissenschaftlers.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Technische Universität Ilmenau
Ehrenbergstraße 29
98693 Ilmenau
Telefon: +49 (3677) 69-0
Telefax: +49 (3677) 69-1701
http://www.tu-ilmenau.de

Ansprechpartner:
Marco Frezzella
Pressesprecher
Telefon: +49 (3677) 69-5003
E-Mail: marco.frezzella@tu-ilmenau.de
Iris Holzhäuser
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (3677) 69-2544
Fax: +49 (3677) 69-1718
E-Mail: iris.holzhaeuser@tu-ilmenau.de
Prof. Martin Haardt
Leiter Fachgebiet Nachrichtentechnik
Telefon: +49 (3677) 69-2613
E-Mail: martin.haardt@tu-ilmenau.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

Zusammenhängende Posts

Elektrotechnik

Doppeltiefe Positioniervorgänge präzise steuern

Der neue IPS 400i von Leuze electronic ist der kleinste, kamerabasierte Positionie-rungsensor für die Fachfeinpositionierung in Doppeltiefe am Markt. Mit seiner Hilfe finden Regalbediengeräte schnell und einfach das richtige Regalfach. Mit dem neuen kamerabasierten Positionierungssenor Read more…

Elektrotechnik

Die 3. Generation der transformatorlosen USV-Anlagen von Riello UPS zur Versorgung geschäftskritischer Verbraucher.

. Hocheffizient: Wirkungsgrad η >96,5% Die Sentryum Baureihe von 10 bis 20 kW verwendet 3-Level-IGBT-Technologie und DSP-Steuerung nach modernstem Entwicklungsstand, die maximalen Schutz und höchste Qualität bei der Versorgung von hochverfügbaren Systemen im Rechenzentrums-, und Read more…

Elektrotechnik

Das hellste LED-Flutlicht der Welt kommt von silence lights. aus Groß-Umstadt, Hessen

Im Rahmen der Veranstaltung „lights ON! Das hellste Weltrekord-Event“ präsentierten die Darmstadt-Dieburger das Ergebnis der Jury von Guinness World Records aus London und zeigten das Weltrekordobjekt live im Einsatz. Am 21.9.2019 erstrahlte vor mehr als Read more…