Die Unternehmen im Norden von Sachsen-Anhalt lassen nichts unversucht, Auszubildende für sich zu gewinnen und ihnen während der Lehre jegliche Unterstützung zu geben. Fast jeder dritte Betrieb zwischen Altmark und Harz kann seine Ausbildungsplätze laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Magdeburg nicht mehr besetzen. Die Gründe sind nicht nur demografischer Natur. Zwei Drittel der Unternehmen beklagen, keine geeigneten Bewerber zu bekommen. Probleme gebe es vor allem bei der Leistungsbereitschaft und Motivation, elementaren Rechenfertigkeiten sowie dem mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen. Zunehmend stufen die Betriebe auch wachsende Entfernungen zwischen Betrieb und Schule als hinderlich ein.

„Diese Situation wollen unsere Unternehmen aber nicht einfach hinnehmen und gehen die Herausforderungen aktiv an“, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang März. Vermehrt würden Firmen lernschwächeren Jugendlichen eine Chance geben und dabei ausbildungsbegleitende Hilfen der Agentur für Arbeit nutzen oder selbst Nachhilfe anbieten. Fast 60 Prozent der Unternehmen setzen auf Praktika oder wollen gezielt neue potenzielle Bewerbergruppen wie Studienabbrecher ansprechen.

„Gegenüber der Politik wiederholen wir unsere Forderung, die Mobilität der Auszubildenden beispielsweise durch ein Azubi-Ticket für öffentliche Verkehrsmittel zu unterstützen und die Berufsschulstandorte im Land mit Blick auf die Entfernung zwischen Wohnort, Ausbildungsbetrieb und Bildungsstätte zu optimieren“, erklärte März. Zudem müsse die praxisbetonte Berufsorientierung an Gymnasien gestärkt werden.


Hintergrund: Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Magdeburg wurden bis zum Stichtag 31. Juli 2017 rund 2000 neue Ausbildungsverhältnisse eingetragen. Das sind 6,84 Prozent weniger als zum Vorjahr (2207). Der Rückgang betrifft insbesondere Branchen wie Metall, Bau, den Handel und das Gastgewerbe vor allem im Landkreis Harz und im Salzlandkreis.

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