Der Ruta Block 3 ist auf hochwertige und gehärtete Ziele in der Tiefe ausgelegt und wird ausschließlich aus Standard-Containern gestartet, die auf Fahrzeugplattformen – darunter Rheinmetall HX Trucks – und in maritimen Anwendungen eingesetzt werden können. Die Feuerbereitschaft wird in rund 2 Minuten erreicht.
Ziel ist die NATO-Qualifizierung, um den Ruta Block 3 für alle NATO- und EU-Mitgliedstaaten verfügbar zu machen.
„Gemeinsam treiben wir die NATO-Qualifizierung auf einem beschleunigten Weg voran, eingebettet in bestehende Programme für europäische Verteidigungsministerien. So stellen wir den europäischen Streitkräften zügig ein einsatzbereites, zertifiziertes und vollständig europäisches Wirkmittel zur Verfügung“, erklärt Roman Köhne, Leiter der Division Weapon and Ammunition, Rheinmetall.
Grundlage ist das unterzeichnete Term Sheet; die finale Gesellschaftervereinbarung steht kurz vor der Unterzeichnung. Im Joint Venture verbindet Destinus seine Technologie mit der industriellen Skalierung von Rheinmetall.
Den Auftakt der gemeinsamen Produktion bilden die beiden ersten Produkte des Joint Ventures. Kryla ist ein kompakter, kosteneffizienter Marschflugkörper mit 50-kg-Gefechtskopf für massierte Sättigungsschläge; er startet aus Containern und aus gängigen Raketenartillerie-Werfern (MLRS) und erweitert vorhandene Werferflotten unmittelbar um eine Marschflugkörperfähigkeit. Ruta Block 2 trägt einen 250-kg-Gefechtskopf, ist auf hohe Zielwirkung gegen hochwertige und gehärtete Ziele ausgelegt und wird ausschließlich aus Containern gestartet.
„Wir setzen konsequent auf den Start aus standardisierten Seecontainern. Das gibt unseren Kunden maximale Flexibilität: Unsere Systeme lassen sich auf nahezu jeder Land- und Seeplattform sowie über bestehende Logistikketten verlegen, verbergen und in kürzester Zeit in Feuerbereitschaft bringen“, sagt Mikhail Kokorich, Gründer und CEO von Destinus.
Das gemeinsame Angebot umfasst Kryla, Ruta Block 2 und Ruta Block 3 – durchgängig präziser Tiefenangriff aus 100 % europäischer Wertschöpfung.
Für logistische Unabhängigkeit errichtet Rheinmetall Destinus Strike Systems eine eigene Anlage für Endmontage, Integration und Erprobung in Deutschland; die erste Lieferbereitschaft ist für 2026 vorgesehen.
Arbeitsteilung: Destinus liefert die technologischen Kernkomponenten der Flugkörper, Rheinmetall die energetischen Komponenten – Gefechtsköpfe und Booster-Raketenmotoren.
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