Ein Gerichtsurteil oder ein Presseartikel kann Jahre zurückliegen und seither durch ein anderes, rechtskräftiges Verfahren überholt worden sein, ohne dass sich dies in den Suchergebnissen niederschlägt. Ein einzelner Social-Media-Beitrag kann aus einem längeren Gespräch oder einer bestimmten Situation herausgelöst worden sein und dadurch eine andere Bedeutung erhalten, als er ursprünglich hatte. Auch strukturell benachteiligt eine reine Online-Recherche Personen, über die aus welchen Gründen auch immer besonders viel oder besonders wenig öffentlich verfügbar ist – beides sagt für sich genommen wenig über die tatsächliche Eignung für eine Position aus.
Dass eine solche informelle Prüfung nicht folgenlos bleibt, zeigt ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf vom 10. April 2024 (Az. 12 Sa 1007/23): Eine Universität hatte einen Bewerber vor der Auswahlentscheidung ungefragt im Internet recherchiert und eine gefundene Information in die Entscheidung einfliessen lassen, ohne ihn vorab zu informieren. Das Gericht sprach dem Bewerber 1.000 Euro Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO zu und stellte klar, dass auch eine informelle Internet-Recherche denselben Informationspflichten unterliegt wie ein strukturierter Background-Check. Nach Einschätzung von Validato zeigt der Fall exemplarisch, dass unstrukturiertes „Googeln" rechtlich riskanter sein kann als ein dokumentierter, transparenter Prüfprozess.
Validato begegnet diesem Risiko, indem Rechercheergebnisse grundsätzlich durch geschultes Fachpersonal eingeordnet werden, bevor sie in ein Prüfergebnis einfliessen: Stammt die Information erkennbar aus einem veralteten oder unvollständigen Kontext, wird das dokumentiert. Bleiben Zweifel an der Aktualität oder Relevanz einer Information bestehen, kommuniziert Validato diese Unsicherheit transparent, statt sie stillschweigend zu übergehen. Diese Einordnung ersetzt keine rechtliche Bewertung im Einzelfall, reduziert aber nach Erfahrung von Validato das Risiko, dass ein Unternehmen eine Entscheidung auf einer unvollständigen oder veralteten Informationsgrundlage trifft.
„Das Internet vergisst selten etwas, aber es ordnet auch selten etwas richtig ein. Eine Information ohne Kontext ist noch kein Befund – erst die Einordnung durch jemanden, der weiss, wonach er sucht, macht daraus ein belastbares Ergebnis.".
— Reto Marti, Managing Partner, Validato
Validato bietet strukturierte, dokumentierte Prüfprozesse an, die auf einer ISO-27001-zertifizierten Plattform mit Schweizer Serverstandort automatisierte Recherche mit manueller Einordnung durch Fachpersonal verbinden – inklusive der nach dem Düsseldorfer Urteil gebotenen, vorab dokumentierten Information der geprüften Person.
Validato ist ein führender Anbieter für zuverlässige Background Checks und Human Risk Management in Deutschland. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Bewerberinnen sowie bestehende Mitarbeitende strukturiert und effizient auf Integrität, Interessenskonflikte und potenzielle Risiken zu prüfen – datenschutzkonform, modular und skalierbar.
Validato ist speziell auf die Anforderungen in Deutschland ausgerichtet, verzichtet auf Set-up-Gebühren, Jahresgebühren oder Mindestanzahl an Screenings und lässt sich flexibel in bestehende HR- oder Recruiting-Prozesse integrieren.
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