„Im Verlaufe der drei letzten Jahre hat sich die IHK-Vollversammlung intensiv mit den räumlichen Gegebenheiten unserer Gebäude befasst. Aufgrund der durchgeführten Untersuchungen kamen wir zu dem Ergebnis, dass der bauliche Zustand, die technische Gebäudeausstattung und die Energieeffizienz der Bestandsgebäude nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Teile der Anlage sind geradezu marode“, sagt IHK-Präsident Dr. Hanno Dornseifer. Zur Klärung der Frage, ob eine Sanierung, ein Teilabriss mit gezielter Erweiterung der bestehenden Gebäude oder ein vollständiger Ersatzneubau die wirtschaftlich günstigste Lösung ist, hatte die IHK im Dezember 2025 die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH als Gutachter beauftragt.
In ihrem Beschluss folgte die Vollversammlung den Empfehlungen des Gutachters und stimmte für einen vollständigen Ersatzneubau am jetzigen Standort in der Franz-Josef-Röder-Straße in Saarbrücken. „Die Umsetzung erfolgt im Rahmen einer Gesamtvergabe der Planungs- und Bauleistungen an einen Totalunternehmer in Anlehnung an ein Inhabermodell“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé. Das wirtschaftlichste Angebot für eine derartige Gesamtlösung wird im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung auf Grundlage einer funktionalen Bauleistungsbeschreibung ermittelt, als Vergabeart wird das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb genutzt. „Diese Verfahrensart hat sich für ganzheitliche Beschaffungsmodelle bewährt und allgemein durchgesetzt“ so Thomé.
Durch den Teilnahmewettbewerb kann sichergestellt werden, dass sich an der Ausschreibung ausschließlich Bieter bzw. Bietergemeinschaften beteiligen, die die entsprechende Leistungsfähigkeit und Eignung besitzen und die in Zusammenarbeit mit ihren Partnern auch über die notwendigen Erfahrungen für die Umsetzung einer solchen Maßnahme verfügen. „Von dieser Vergabelösung erwarten wir uns größtmögliche Kostensicherheit und Termintreue“, sagt IHK-Präsident Dornseifer. Für das Bauprojekt veranschlagt die IHK rund 47 Mio. Euro brutto – darin enthalten sind neben dem Neubau u.a. auch Kosten für den Abbruch der bestehenden Gebäude sowie Interimskosten für die vorübergehende Anmietung von Schulungs- und Veranstaltungsflächen. Einschließlich aller erforderlichen Ausschreibungs-, Planungs-, Genehmigungs-, Bauzeiten rechnet die IHK damit, dass das neue Gebäude in der zweiten Jahreshälfte 2030 bezugsfertig ist. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme, inklusive der notwendigen Abbrucharbeiten und der Herstellung der Außenanlage, ist für 2032 geplant.
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