Derzeit bewerten 25 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut, 53 Prozent als befriedigend und 22 Prozent als schlecht.
Im Verarbeitenden Gewerbe zeigt sich weiterhin ein differenziertes Bild: Während die Geschäfte in der Bauwirtschaft wieder besser laufen, ist die Lage in anderen zentralen Industriezweigen durchwachsen. Überwiegend befriedigend stellt sich die Situation im Ernährungsgewerbe, im Stahlbau, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Medizintechnik, in der Elektroindustrie sowie in weiten Teilen der Automobilzulieferindustrie dar. Deutlich unter Druck bleiben hingegen die Gummi- und Kunststoffindustrie, Gießereien, Metallerzeuger sowie die Stahlindustrie.
Im Dienstleistungsgewerbe berichten 78 Prozent der Unternehmen von guten oder befriedigenden Geschäften. Während die IT-Branche sowie die Versicherungswirtschaft gute Geschäfte vermelden, ist die Lage bei den Banken und unternehmensnahen Dienstleistern überwiegend befriedigend. Im Handel sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe belasten die anhaltende Konsumzurückhaltung und die hohen Kosten weiterhin spürbar die Geschäftsentwicklung.
Enges Reformfenster bis zum Frühsommer konsequent nutzen!
Wie fragil die derzeitige Entwicklung ist, zeigt der Blick auf die kommenden sechs Monate: Lediglich fünf Prozent der Unternehmen rechnen mit besseren Geschäften, 16 Prozent erwarten eine Verschlechterung, 79 Prozent gehen von Stagnation aus. „Der Iran-Krieg droht der Saarwirtschaft einen schweren Schlag zu versetzen. Sollten die Energiepreise dauerhaft hoch, Rohstoffe knapper werden und Lieferketten erneut unter Druck geraten, wird der ohnehin fragile industrielle Aufschwung abrupt ausgebremst. Die geopolitischen Risiken treffen dabei auf strukturelle Schwächen des Standorts, die die wirtschaftliche Dynamik seit Jahren ausbremsen und die Resilienz der Wirtschaft systemisch beeinträchtigen. Die kommenden Monate entscheiden darüber, ob Deutschland wieder auf einen stabilen Wachstumspfad zurückfindet oder weiter an Substanz verliert. Entscheidend ist jetzt die rasche Umsetzung: Der Bundesregierung bleibt nur ein enges Zeitfenster bis zum Frühsommer, um die notwendigen grundlegenden Reformen auf den Weg zu bringen. Dieses Zeitfenster muss mutig und konsequent genutzt werden. Werden die Reformen weiter hinausgezögert, verliert der Standort Deutschland nicht nur weiter an Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch an Wachstumskraft, Zukunftsperspektiven und Wohlstand.“
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