In Berlin trafen sich heute auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) Vertreter von Verbänden und Industrie zum Wärmepumpengipfel. An dem Termin nahmen auch Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck und Bundesbauministerin Klara Geywitz teil. Die deutsche Heizungsindustrie wurde von BDH-Präsident Uwe Glock vertreten. Im Zentrum der Diskussion stand die Rolle der Wärmepumpentechnologie für das Gelingen der Wärmewende und der damit verbundene erforderliche Hochlauf der Technologie. Die Ampel-Koalition plant, den Bestand an Wärmepumpen auf 6 Millionen Anlagen bis zum Jahr 2030 auszubauen. Zurzeit sind in Deutschland rund 1,1 Millionen Wärmepumpen installiert.

BDH-Präsident Uwe Glock unterstrich, dass die deutsche Heizungsindustrie die Klimaschutzziele der Bundesregierung uneingeschränkt unterstützt. Dabei komme der Wärmepumpentechnologie künftig eine hohe Bedeutung im Markt zu. Folglich unterstützen die Hersteller das Ziel der Bundesregierung, den beschleunigten Markthochlauf der Wärmepumpe zu ermöglichen.

Zugleich wies Glock auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Hochlauf der Wärmepumpentechnologie hin. Diese liegen etwa in der Verfügbarkeit und Qualifikation des SHK-Fachhandwerks. Der BDH unterstützt in diesem Zusammenhang die Forderung des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) bezüglich der Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums zur Fachkräftestärkung, man werde sich beim Markthochlauf eng abstimmen. Eine weitere Herausforderung stellt die Verfügbarkeit von Vorprodukten und Material, die Leistungsfähigkeit der Zulieferindustrie, sowie der Erhalt der europäischen Wertschöpfung der Heizungsindustrie vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs dar. Nicht zuletzt müsse der Ausbau der Marktanteile der Wärmepumpe mit dem Ausbau der gesicherten Leistung in der Stromerzeugung zur Deckung der Spitzenlast und der Verteil- und Übertragungsnetze einhergehen, so Glock. 

Finanzierung der BEG-Förderung sicherstellen  

Im Rahmen des Termins wies der BDH-Präsident insbesondere auch auf die Heterogenität des deutschen Gebäudebestandes hin. Nach Auffassung der Heizungsindustrie sei es wichtig, dass bei der Wahl der Wärmeerzeuger das individuelle Gebäude sowie der Sanierungsanlass in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt würden. Die Wärmepumpe sei eine wichtige Säule der Wärmewende, aber es würde die gesamte Breite der technologischen Lösungen erfordern, um die Klimaschutzziele im Wärmemarkt zu erreichen. Dazu zählt der BDH insbesondere auch hybride Lösungen, die eine Wärmepumpe mit einem weiteren Wärmeerzeuger kombinieren, sowie auch wasserstoffkompatible Heizungen sowie die Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung, die holzbasierte Wärme und die Solarthermie. „Wir begrüßen, dass vom Wärmepumpengipfel auch ein Bekenntnis der Politik zur technologieoffenen Umsetzung der Wärmewende ausgeht. Nur mit einem breiten technischen Lösungsangebot tragen wir der Heterogenität der Bestandsgebäude Rechnung und werden den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensverhältnissen der Menschen gerecht“, so Glock.

Im Kontext der bereits hohen Inflation im Euro-Raum verbunden mit weiteren preistreibenden Elementen (u.a. neue Lohnforderungen, Preissteigerung von Vorprodukten und anhaltend hohe und steigende Energiepreise) sprach Glock auch den nachhaltigen Kaufkraftverlust der Haushalte an. Daher sei es wichtig, dass der seit 2020 eingeschlagene Weg, die Investitionen der Verbraucher finanziell anzureizen, fortgeführt wird. Bei stark steigenden Installationszahlen muss sichergestellt werden, dass die Förderung nicht aus Finanzierungsgründen abreißt. „Die BEG-Förderung ist ein Erfolgsmodell, die Politik muss die finanzielle Ausstattung unbedingt sicherstellen. Nach Jahrzehnten des Modernisierungsstaus, sehen wir jetzt, dass die Menschen bereit sind, in Klimaschutz zu investieren“ so Glock.

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