Die A 14 wächst weiter in die Altmark hinein und schließt so immer mehr die vorhandene Lücke im Autobahnnetz. Am 14. September 2020 wurde der 8,5 km lange Abschnitt VKE 1.3 Anschlussstelle Colbitz bis Anschlussstelle Tangerhütte für den Verkehr freigegeben. Eine Unternehmerdelegation der IHK Magdeburg unter Leitung von Präsident Klaus Olbricht sowie Vertreter der Wirtschaftsinitiative Westprignitz und der IHK Potsdam waren vor Ort und verliehen dem zügigen Bau des Lückenschlusses A 14 von Magdeburg nach Schwerin Nachdruck.

Der Lückenschluss A14 Magdeburg-Schwerin ist gemeinsam mit der A39 Wolfsburg-Lüneburg und der Querspange B 190n ein unverzichtbares Verkehrsinfrastrukturprojekt von europäischer Bedeutung. Es verbindet Wirtschaftsregionen und baut Standortnachteile beispielsweise in der Regionen Altmark und Prignitz nachhaltig ab. Adolf Fehse, Vizepräsident der IHK Magdeburg aus der Altmark ist sich sicher: „Die Freigabe von Colbitz bis Dolle ist ein wichtiges Signal. Die Autobahn wächst unaufhörlich weiter Richtung Norden. Mit diesem Schwung müssen nun die anderen Abschnitte vorangebracht werden. Insbesondere sollte die Fertigstellung bis Lüderitz im Jahr 2022 umgesetzt werden“.

Von großer Bedeutung ist auch die Bundesstraße B 190n. Sie soll die beiden Autobahnen A 39 und A 14 im Norden Sachsen-Anhalts auf rund 70 km miteinander verbinden. Nach jahrelanger Einstufung des Projektes in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplanes 2003 steht die B 190n im aktuellen Plan mit dem Zeithorizont 2030 im „Weiteren Bedarf mit Planungsrecht (WB*)“. Die IHK Magdeburg fordert mit Blick auf die Verkehrswirksamkeit und Wirtschaftsförderung der „Hosenträgervariante“ eine schnellstmögliche Realisierung. Der stellv. Vorsitzende des Bauausschusses der IHK Magdeburg, Stefan Korneck, ist überzeugt, „die Querspange B 190n ist genauso wichtig wie die Autobahn A 39 und A 14. Was der Region vor Jahren versprochen wurde, muss nun auch umgesetzt werden.“


Im Anschluss an die Verkehrsfreigabe trafen sich Wirtschaftsvertreter der IHKn Magdeburg, Potsdam und Schwerin sowie der Wirtschaftsinitiative Westprignitz zu einem länderübergreifenden A 14-Dialog in Wittenberge mit den Verkehrsministern der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Minister Guido Beermann und Thomas Webel stellten den aktuellen Stand der A 14-Planungen vor und gingen insbesondere auf die Elbquerung ein. Dabei wurde ein wichtiger Termin genannt: noch im Oktober soll der Spatenstich für die Elbquerung erfolgen.

„Der Bau der A 14-Brücke über die Elbe und damit über die Grenze der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg geht nun endlich los. Wir hoffen auf einen zügigen Baufortschritt. Verzögerungen darf es nicht geben.“ bemerkte Lutz Lange, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Westprignitz. Vollziehbares Baurecht über die Elbe von der Anschlussstelle Seehausen Nord bis zur Anschlussstelle Wittenberge besteht seit dem 24. Oktober 2019. Die Brücke verläuft parallel (westlich) zur vorhandenen Elbquerung der B 189, die auch erhalten bleibt. Die Brücke wird etwa 1,1 Kilometer lang sein und untergliedert sich in eine 695 Meter lange Vorlandbrücke und eine 412 Meter lange Strombrücke.

Bärbel Röhnke, Vizepräsidentin der IHK Potsdam hält fest: „Der Bau der A 14 ist das wichtigste Infrastrukturprojekt im Nordwesten Brandenburgs. Sie wird die Prignitz mit ganz Europa verbinden. Zahlreiche Unternehmen haben sich den vergangenen zehn Jahren wegen der A 14 hier angesiedelt. Seit der Eröffnung des ersten Teilstücks vor Weihnachten 2015 von der Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommerns bis nach Karstädt sind nun rund fünf Jahre vergangen. Es wird Zeit, dass in Brandenburg endlich der Fuß von der Bremse genommen und weitergebaut wird. Die Wirtschaft und die Entwicklung der gesamten Region sind von dieser leistungsfähigen Verkehrsachse abhängig. Ein kurzfristiger und zügiger Weiterbau ist unverzichtbar.“

Stefan Wolf von den Wirtschaftsjunioren Sachsen-Anhalt, machte deutlich, dass „es mit Blick auf den demografischen Wandel gelingen muss, mehr junge Menschen in den durch die Autobahn berührten Regionen zu binden. Dazu trägt eine sehr gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur bei. Genauso wichtig ist für junge Menschen und die junge Wirtschaft aber auch eine sehr gute Datenautobahn. Nur so können wir zukunftsfähig werden und innovative Unternehmen anlocken.“

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