Die IHK Saarland hat für die nächsten zwei Jahre die Federführung beim Bündnis für Arbeits- und Gesundheitsschutz Saar (BAGS) von der Arbeitskammer des Saarlandes übernommen. Damit koordiniert die IHK bereits zum zweiten Mal nach 2015 / 2016 die Aktivitäten im Rahmen des Bündnisses. Neuer thematischer Schwerpunkt wird die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsprozessen und deren Auswirkungen auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz sein. „Insbesondere in der Industrie zeigen sich die Veränderungen durch die digitale Transformation deutlich.  Automatisierung und Digitalisierung ermöglichen Produktivitätsfortschritte sowie Entlastungen auf Arbeitnehmerseite, bringen aber gleichzeitig auch neue Anforderungen an den Arbeitsschutz mit sich. Mit unserem erweiterten Themenangebot reagieren wir auf diesen Trend und bieten der Saarwirtschaft zahlreiche gezielte Unterstützungsleistungen“, erklärte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier, der das Bündnis für Arbeits- und Gesundheitsschutz koordiniert.

Die digitale Transformation und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt stehen daher auch im Fokus der diesjährigen Arbeitsschutzkonferenz, die am 11. November unter Mitwirkung namhafter Experten aus Wissenschaft und Praxis in der IHK stattfindet.

Zu den weiteren Themen, auf die sich die Mitglieder des Bündnisses verständigt haben, zählen u. a.


– „Kreative Arbeitszeitgestaltung für neue Arbeitsformen, Spielräume nutzen, Mobilität neu denken“, – ein Thema, das den Schwerpunkt der Arbeitsschutzkonferenz im Jahr 2020 bilden wird,  
– die Zukunft der Arbeitsmedizin im Saarland,
– Kooperation und Kontrolle: Zertifizierung durch Arbeitsschutz-Management-Systeme und was zu tun ist, damit mehr Unternehmen mitmachen,
– Präventionskultur: Chancen des Präventionsgesetzes im Saarland nutzen!

Über alle Veranstaltungen können sich Interessierte auf der Website des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz informieren (https://www.saarland.de/124220.htm).

Zum Hintergrund: Das Bündnis für Arbeits- und Gesundheitsschutz

Landesregierung, Wirtschafts- und Arbeitsnehmerorganisationen gründeten im Juli 2014 das „Bündnis für Arbeits- und Gesundheitsschutz Saar“, um eine neue Qualität der Kooperation zwischen Behörden, Unternehmen und Unfallversicherungsträgern im Saarland zu verwirklichen. Dem Bündnis gehören die IHK Saarland, die HWK des Saarlandes, die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände, die Arbeitskammer des Saarlandes, der DGB Saar, das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz sowie der Landesverband Südwest der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung an.

Die Bündnispartner unterstützen die Unternehmen der Saarwirtschaft dabei, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu verbessern, die Gesundheitskompetenz der Beschäftigten zu stärken, den Krankenstand zu senken, Fachkräfte zu binden, neue zu gewinnen und damit insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit der Saarwirtschaft zu fördern. Die Partner bringen dazu ihre jeweiligen Kompetenzen für die Entwicklung passgenauer branchenspezifischer oder betrieblicher Lösungen und Strategien ein. Durch die Bündelung der Ressourcen im Rahmen eines gemeinsamen Verständnisses soll unter Beteiligung betrieblicher Arbeitsschutzexperten und der Beschäftigten langfristig eine neue Vertrauensgrundlage im Arbeits- und Gesundheitsschutz geschaffen werden, die für mehr Effizienz bei der Umsetzung in der betrieblichen Praxis sorgt.

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