Im Benteler-Werk in Lichtenau-Kleinenberg werden Module für die Abgasrückführung und Kraftstoffverteilersysteme von Autos jetzt auch mit Strom aus Windkraft hergestellt. Bis zu 50 Prozent der benötigten elektrischen Energie stammen künftig aus dem Windpark Asseln. Der Automobilzulieferer verbessert mit dem Projekt auf einen Schlag deutlich seine CO2-Bilanz. Die jährlichen 8 Mio. Kilowattstunden Windstrom entsprechen etwa dem Jahresverbrauch von 2000 Haushalten.

Möglich macht es eine Kooperation zwischen BENTELER und der Asselner Windkraft GmbH & Co. KG. Für das Vorzeige-Projekt wurde eigens ein über 10 Kilometer langes Kabelnetz vom Windpark bis nach Kleinenberg gebaut. In der Rekordzeit von gerade mal 4 Monaten schaffte es die Asselner Windkraft, die 30 Kilovolt-Kabeltrasse zu realisieren. Unter anderem waren dafür auch Verhandlungen mit etwa 100 Grundstückseigentümern entlang der Trasse geführt worden. Auch im BENTELER-Werk selbst waren umfangreiche Bauarbeiten notwendig, um den Windstrom ins Werksnetz einzuspeisen. Gleichzeitig mit der Versorgung durch Strom aus erneuerbarer Energie erweiterte das Unternehmen auch seine Leistungskapazitäten.

„Dieses Projekt ist ein Vorzeigeprojekt, wenn es um die Lieferung von Industriestrom aus Windkraft geht“, freut sich der Geschäftsführer der Asselner Windkraft Johannes Lackmann.


Er hat die Partnerschaft mit BENTELER maßgeblich vorangetrieben und auch das wirtschaftliche Risiko der langen Kabeltrasse nicht gescheut. Durch das Projekt bekommen einige Altanlagen im Asselner Windpark neues Leben eingehaucht. Statt die Maschinen, die technisch noch einwandfrei sind, aus wirtschaftlichen Gründen abbauen zu müssen, können sie so noch einige Jahre länger drehen und Ökostrom ins Kleinenberger Werk liefern.

„Leider will die Koalition in Berlin solchen Lösungen jetzt durch eine neue Steuererhöhung die Grundlage entziehen“, erläutert Lackmann und ist damit nicht einverstanden. Die Politik stelle durch die Einführung einer Stromsteuer auf solche Grünstrom-Netze wie es das Kabelsystem zu BENTELER sei, die Wirtschaftlichkeit infrage. Während der Bau der Trasse schon lief, habe es aus Berlin den Vorstoß gegeben, künftig eine Steuer von 2ct je Kilowattstunde zu erheben, die durch solche Leitungen fließe. Für das Asselner Projekt, das im Übrigen ohne öffentliche Fördergelder oder Zuschüsse realisiert wurde, bedeute das jährliche Mehrkosten von bis zu 160.000 €.

„Damit wird die Energiewende bewusst behindert und Industriebetrieben wie BENTELER die Möglichkeit genommen, ihre Umweltbilanz zu verbessern“, so Lackmann, der früher 10 Jahre lang ehrenamtlich den Bundesverband Erneuerbare Energien geleitet hat.

Man werde sich das aber nicht gefallen lassen und weiter auf politischer Ebene gegen diese Steuererhöhung vorgehen. Dabei setze man auch auf die lokale Politik, die sich für den Ausbau solcher Grünstromnetze zugunsten der heimischen Wirtschaft stark machen müsse. Schließlich versorge sich der Kreis Paderborn bilanziell schon jetzt zu über 112 Prozent selbst mit Ökostrom.

 

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