Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen, feiert am Donnerstag, 11. Oktober seinen 60 Geburtstag. Seit 2008 leitet Schneider die Geschicke der Hochschule. In seinen beiden Amtszeiten wurde sie jährlich zur forschungsstärksten Hochschule für angewandte Wissenschaften im Land gekürt. Die Studierendenzahl hat sich mehr als verdoppelt. Gemeinsam mit Stadt, Region und Land trieb und treibt Schneider Bauprojekte wie das Innovationszentrum, das explorhino Science Center, zwei neue Forschungszentren und den künftigen Waldcampus voran.

„Ein Traumjob!“ freute sich Schneider schon bei seiner Ernennung zum Rektor 2008.  Das hat der Jubilar bereits erkannt, als er von 1996 bis 2001 an der Hochschule arbeitete, als Professor in Werkstoffkunde und ab 1999 als Prorektor. Zunächst als Abteilungsleiter der Werkstoffforschung bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. 2005 zog es Schneider nach Palo Alto, Kalifornien, USA: Bis zu seinem Amtsantritt als Rektor der Hochschule Aalen war er Forschungsleiter der Robert Bosch Corporation. 

Die Hochschullandschaft hat sich seit 2008 rasant weiterentwickelt. Das prägt auch die beiden Amtszeiten von Gerhard Schneider, der 2015 wiedergewählt wurde. Hochschulen sind relevante Akteure. Hinzu kommen Aufgaben wie die Weiterbildungsakademien, explorhino sowie Startup- und Transferaktivitäten. Die Hochschule Aalen und ihr Rektor gestalten den radikalen Wandel von Technologien mit, ob in Sachen Digitalisierung, Mobilität oder erneuerbare Energien.


Besonderes Anliegen Schneiders ist die Weiterentwicklung der Qualität in Lehre und Forschung. Der enge Austausch und Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft sowie die Stärkung der Hochschule im nationalen und internationalen Wettbewerb sind wichtige Arbeitsfelder des Rektorats. Sichtbare Zeichen hierfür sind erfolgreiche Forschungsprojekte in den wichtigen Zukunftsfeldern, die wiederholte Spitzenposition unter den forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie die Etablierung der Hochschule als Gründerhochschule und Weiterbildungsakademie. Bauliche Erfolge sind das Innovationszentrum, zwei neue Forschungsgebäude auf dem Campus und der Aufbau von explorhino an der Hochschule Aalen, das ebenfalls ein neues Gebäude bekommen hat

„Wir sind eine sehr gute Hochschule mit einem breit aufgestellten Fächerspektrum, das sich durch einen ausgewogenen Mix aus Theorie, Anwendung und Forschung auszeichnet“, sagt Gerhard Schneider. Die Hochschule profitiere auch von einem sehr guten Netzwerk zu den Unternehmen. „Insbesondere das wichtige Feld der Digitalisierung wollen wir kräftig weiterentwickeln“, freut sich Gerhard Schneider auf die nächsten Jahre.

Über die Hochschule hinaus ist Gerhard Schneider ebenfalls sehr engagiert: Er ist Mitglied im Vorstand der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg e.V. (HAW BW e.V.), wo er sich unter anderem mit seinen Rektorenkollegen für die Weiterentwicklung der Forschung an den HAW stark macht. Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) ehrte Gerhard Schneider vergangene Woche mit dem „DGM-Pionier“ und wählte ihn zum Vizepräsidenten.

Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler gehört zu den ersten Gratulanten: „Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider ist der starke Motor, der Forschung und Lehre in der Region befördert. Seit zehn Jahren ist er ein absolut verlässlicher Partner für die Stadt Aalen: Gemeinsam wurde beispielsweise die Expansion der Hochschule Aalen vorangetrieben. Bei der geplanten Neugestaltung der Hochschule auf dem Waldcampus kämpft Gerhard Schneider sprichwörtlich Seit‘ an Seit‘ mit der Stadt für den Ausbau der Attraktivität des Hochschulstandorts. Ich schätze sein lösungsorientiertes Vorgehen sehr.“ 

Vita Prof. Dr. Gerhard Schneider

Den Grundstein für seine Berufslaufbahn legte Gerhard Schneider an der Universität Stuttgart: Dort studierte er ab 1977 Werkstoffwissenschaften. 1980 wechselte er an das Max-Planck-Institut für Metallforschung, an dem er auch promovierte. Der Hochschulrektor hat in seiner beruflichen Laufbahn darauf Wert gelegt, die Arbeitsweise in anderen Ländern kennenzulernen. So ging Schneider 1988 als Gastprofessor nach Brasilien, an die Universidade de São Paulo, Instituto de Física, bevor er 1989 als Projekt- und Gruppenleiter in die Forschung der Robert Bosch GmbH einstieg. Von 1996 bis 2001 lehrte Schneider als Professor an der Hochschule Aalen, ab 1999 war er Prorektor. Nach dieser Amtszeit kehrte Gerhard Schneider noch einmal in die Industrie zurück. Zunächst als Abteilungsleiter der Werkstoffforschung bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. 2005 zog es ihn nach Palo Alto, Kalifornien, USA. Bis zu seinem Amtsantritt als Rektor an der Hochschule Aalen im Januar 2008 war Schneider bei Robert Bosch Leiter der Forschung Nordamerika. Gerhard Schneider ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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