Auch wenn sich der Sommer derzeit noch einmal von seiner besten Seite zeigt, hat die Grippesaison 2018/2019 bereits begonnen. Jährlich erkranken in Deutschland zwischen zwei und zehn Millionen Menschen an einer Influenza, bis zu 20.000 Erkrankte sterben an den Folgen. Schutz bietet eine Impfung im Herbst. „Idealer Zeitraum für die Grippeimpfung sind die Monate Oktober und November“, erklärt Dr. Constanze Wasmus, Leiterin des Teams Allgemeiner Infektionsschutz im Gesundheitsamt der Region. „Die Grippewelle hat zwar noch nicht begonnen, bis der volle Schutz aufgebaut ist, dauert es nach der Impfung aber etwa 14 Tage.“ Eine Impfung gegen Grippe ist nur einmal im Jahr notwendig und muss innerhalb eines Winters nicht noch einmal aufgefrischt werden.

Krankenkassen übernehmen erstmals Kosten für Vierfachimpfstoff

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung gegen Grippe insbesondere allen Personen, die bei einer Grippe ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Dazu zählen ältere und durch Vorerkrankungen geschwächte Menschen sowie Schwangere. „Auch Personen, die beruflich viel mit Menschen zu tun haben, sollten sich impfen lassen, da diese einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, sich anzustecken und so das Virus auf andere Menschen zu übertragen“, erläutert Dr. Wasmus.


Die Zusammensetzung des Impfstoffes wird jährlich aktualisiert. Die Krankenkassen übernehmen in diesem Jahr erstmals die Kosten für eine Vierfachimpfung, die vor den vier häufigsten Influenza-Viren schützt. Einen hundertprozentigen Schutz vor Ansteckung bietet zwar auch der Vierfachimpfstoff nicht. Trotzdem ist eine Impfung sinnvoll, denn wenn Geimpfte erkranken, verläuft die Grippe meist milder.

Die Medizinirin rät ferner: „Um sich selbst und andere vor einer Ansteckung zu schützen, helfen neben der Impfung auch einige einfache hygienische Maßnahmen. Besonders wichtig ist regelmäßiges Händewaschen. Husten und Niesen sollte man möglichst in die Armbeuge und nicht in die Hand. Zudem sollten an Grippe Erkrankte engen Kontakt zu gefährdeten Personen möglichst meiden.“

Erkrankung erkennen und richtig reagieren

Grippe-Symptome unterscheiden sich von Person zu Person. Typische Hinweise auf eine Influenzavirusinfektion sind der plötzliche Erkrankungsbeginn mit hohem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen. Risikogruppen sollten bereits bei ersten Anzeichen ihren Hausarzt aufsuchen. Aber auch alle anderen Menschen sollten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sich Symptome wie starke Schmerzen oder hohes Fieber einstellen. Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei einer Influenza-Erkrankung nicht sinnvoll, da der Erreger ein Virus und kein Bakterium ist.

Das Landesgesundheitsamt fasst den Stand der ARE-Aktivität (ARE: akute respiratorische Erkrankungen) wöchentlich in einem Bericht zusammen, der auf der Internetseite www.nlga.niedersachsen.de heruntergeladen werden kann. Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um die Grippeimpfung gibt es unter www.hannover.de/impfen.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Region Hannover
Hildesheimer Str. 20
30169 Hannover
Telefon: +49 (511) 616-0
Telefax: +49 (511) 61622499
http://www.hannover.de

Ansprechpartner:
Carmen Pförtner
Pressesprecherin
Telefon: +49 (511) 616235-19
Fax: +49 (511) 616224-95
E-Mail: carmen.pfoertner@region-hannover.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

Zusammenhängende Posts

Medizintechnik

Lotse durch den Dschungel des Sozialsystems

Psychische Krankheiten nehmen weltweit an Bedeutung zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht zum Beispiel davon aus, dass die Depression ab 2020 weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein wird. Aber auch die Zahl der Männer und Frauen, bei Read more…

Medizintechnik

Wegweiser MDR/IVDR der BIOPRO Baden-Württemberg geht online – Erste Hilfe für die durch die neuen EU-Verordnungen betroffenen Unternehmen

Seit dem Inkrafttreten der neuen EU-Verordnungen über Medizinprodukte (EU) 2017/745 (MDR) und In-vitro-Diagnostika (EU) 2017/746 (IVDR) am 25. Mai 2017 befindet sich die Medizintechnik-Branche im Umbruch. Gestiegene regulatorische Anforderungen stellen die Branche vor große Herausforderungen. Read more…

Medizintechnik

LIFEGUARD Evakuierungsstuhl von mediparts kann Leben retten

Es brennt, der Aufzug streikt und man befindet sich in einem der oberen Stockwerke: eine Horrorvorstellung für zahlreiche Rollstuhlfahrer oder andere Personen die dauerhaft oder kurzfristig in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Als Teil des Brandschutzkonzeptes Read more…