Gemeinsam gegen das Vergessen: Die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover hat mit dem Gymnasium Helene-Lange-Schule Hannover und dem Johannes-Kepler-Gymnasium Garbsen eine verbindliche Zusammenarbeit beschlossen. In Zukunft werden regelmäßige Workshops in der Gedenkstätte Ahlem sowie eine schuljahresbegleitende Auseinandersetzung mit der Geschichte der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule und der NS-Zeit in Ahlem fester Bestandteil des Unterrichts für die Schülerinnen und Schüler der zwei Gymnasien sein. Ein Vertrag soll nun die langfristig angelegte Kooperation zwischen der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule und den allgemeinbildenden Schulen besiegeln. Stellvertretend für die Gedenkstätte Ahlem unterzeichnete heute Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte Ahlem, mit Nicole Viñals-Stein, Leiterin des Gymnasiums Helene-Lange-Schule, und mit Stefanie Miersch, kommissarische Leiterin des Johannes-Kepler-Gymnasiums, die Abmachung.

Regionspräsident Hauke Jagau begrüßt es, dass nach der Sophienschule, der IGS Linden und der BBS 11 nun zwei weitere Kooperationen zustande gekommen sind: „Es freut mich, dass immer mehr Schulklassen und junge Menschen die Gedenkstätte Ahlem als außerschulischen Lernort für Erinnerungskultur nutzen und zu einem festen Bestandteil des Unterrichts machen.“

„Dieser Vertrag ist ein wichtiges Signal für eine verbindliche und langfristige Zusammenarbeit der Gedenkstätte Ahlem mit dem Gymnasium Helene-Lange-Schule und dem Johannes-Kepler-Gymnasium Garbsen“, betont Stefanie Burmeister. „Unser Kernanliegen – nämlich die pädagogische und nachhaltige Arbeit mit jungen Menschen – ist damit einen großen Schritt weiter. Wir hoffen auf noch viele weitere Kooperationen dieser Art mit anderen Bildungseinrichtungen.“


„Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der Gedenkstätte Ahlem, stellt sie für unsere Schülerinnen und Schüler doch die Möglichkeit dar, an einem Ort forschend-entdeckend zu lernen, der sowohl Tatort des nationalsozialistischen Verbrecherregimes als auch ein Ort jüdischen Lebens in Deutschland war“, betont Nicole Viñals-Stein. Stefanie Miersch ergänzt: „Wir erhoffen uns, dass die Schülerinnen und Schüler sich der Geschichte dieses Ortes auf eine persönliche Art und Weise annähern und zu einem reflektierten Dialog über Geschichte und Erinnerungskultur beitragen. “ So können die Jugendlichen aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte lernen, wie sie heute und im eigenen Alltag auf Beispiele von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus reagieren.

Zu der Kooperation gehören unter anderem Workshops, zu denen die Gedenkstätte Ahlem die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Helene-Lange-Schule und des Johannes-Kepler-Gymnasiums Garbsen einlädt. Die Schulen wollen gemeinsam mit der Gedenkstätte Projektideen entwickeln und umsetzen, die den jungen Menschen ein hohes Maß an Partizipation ermöglichen. So könnten sie beispielsweise eigene Rundgänge durch die Ausstellung entwickeln, die später im Mediaguide der Gedenkstätte Verwendung finden. Auch an der Entwicklung neuer Ausstellungsinhalte sollen die Schülerinnen und Schüler sich beteiligen. Weitere Ideen sammeln sie im Rahmen von Workshops.

Seit Eröffnung der Gedenkstätte Ahlem im Juli 2014 bis zum Juni 2018 haben insgesamt rund 37.000 Menschen die Räume der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule an der Heisterbergallee besucht. Davon waren etwa 12.700 Besucherinnen und Besucher in Gruppen zu Gast in der Gedenkstätte. Allein im vergangenen Jahr besichtigten 13.400 Besucherinnen und Besucher die Einrichtung an der Heisterbergallee. „Wir freuen uns, dass so viele Interessierte den Weg zu uns finden – und es werden immer mehr“, so Burmeister.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Region Hannover
Hildesheimer Str. 20
30169 Hannover
Telefon: +49 (511) 616-0
Telefax: +49 (511) 61622499
http://www.hannover.de

Ansprechpartner:
Frauke Bittner
Pressesprecherin
Telefon: +49 (511) 616220-76
Fax: +49 (511) 616224-95
E-Mail: Frauke.Bittner@region-hannover.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
Kategorien: Ausbildung / Jobs

Zusammenhängende Posts

Ausbildung / Jobs

Bremen lockt mit dem Wissenspfad der Landwirtschaft

Der Landwirtschaft ganz nahekommen und sein theoretisches Wissen praktisch überprüfen – das können die Besucher der größten Verbrauchermesse im Nordwesten Deutschlands, der HanseLife in Bremen. Dort werden vom 14. bis 22. September 2019 auf einem Read more…

Ausbildung / Jobs

Für einen inklusiven Arbeitsmarkt

Das Netzwerk bonn-rhein-sieg-fairbindet stellt sich und seine Arbeit in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg, der Agentur für Arbeit und des Integrationsfachdienstes – gefördert vom LVR – vor. Sie findet am Read more…

Ausbildung / Jobs

Crashanforderungen und Sicherheitskonzepte für Elektrofahrzeuge

Die Elektromobilität erlangt in der aktuellen Dekade eine immer stärker werdende Bedeutung für die Automobilindustrie. Ab 2020/21 wird ein relevanter Absatz von elektrifizierten Fahrzeugen für die Hersteller eine unabdingbare Voraussetzung zur Erfüllung der anspruchsvollen Flottenverbrauchsvorgabe Read more…