Beim diesjährigen IHK-Frühjahrsempfang, der erstmals im Künzelsauer Carmen Würth Forum stattfand, begrüßte Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach etwa 500 Gäste als frisch wiedergewählter IHK-Präsident. Dabei bedankte er sich für das  erneut ausgesprochene Vertrauen und versicherte, dass er auch weiterhin nicht nachlassen werde, sich mit hohem Engagement für die Gesamtinteressen der heimischen Wirtschaft einzusetzen. Unkelbach: „Die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen und die Stärkung der Region ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Unkelbach betonte, dass es der regionalen Wirtschaft,  getragen von einer breiten binnen- und außenwirtschaftlichen Nachfrage, momentan hervorragend gehe und diese von Rekord zu Rekord eile. Doch dürfe diese momentan gute Situation, nicht den Blick auf die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft „vernebeln“. Harald Unkelbach: „Dazu zählen unverändert ‚Dauerbrenner‘-Themen,  wie der Fachkräftemangel und die Digitalisierung.“ Aber auch der nötige nachhaltige Ausbau der Hochschullandschaft, die schon lange überfällige umfassende Unternehmenssteuerreform und zu vermeidende Dieselfahrverbote sowie die Auswirkungen der von den USA verhängten bzw. angedrohten Schutzzölle sprach der IHK-Präsident an. Und er warnte: „Nationale Egoismen, Protektionismus und Provokationen nehmen zu. Politisches und wirtschaftliches Handeln wird zunehmend nur noch daran gemessen, ob man Gewinner oder Verlierer ist. Die bisher immer angestrebte klassische WinWin-Situation, die allen Beteiligten ein gutes Auskommen ermöglicht, gerät in den Hintergrund.“

Wie ähnlich sich der Schlagabtausch im Boxring und im Business sein können, zeigte anschließend die ehemalige Boxweltmeisterin Regina Halmich auf. Authentisch, humorvoll  und bissweilen mit Biss führte die, bis heute erfolgreichste Boxerin aller Zeiten, aus, mit welchen Widerständen sie zu Beginn und im Laufe ihrer Karriere in dieser Männerdomäne zu kämpfen hatte. Halmich: „Es war schwer meine Träume und Visionen in die Tat umzusetzen. Ohne Leidenschaft,  Leidensfähigkeit und ein gutes Team wäre das alles nicht möglich gewesen.“ Dabei spannte sie immer wieder den Bogen zwischen Wirtschaft und Leistungssport, die zahlreichen Gemeinsamkeiten die letztendlich den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. „Disziplin, Strategie, Mut, Ausdauer, Teamfähigkeit, ein unbändiger Wille und die Fähigkeit Rückschläge einzustecken, Fehler zu analysieren und immer wieder weiterzumachen, sind einige Eigenschaften, die erfolgreiche Unternehmer und Sportler gleichermaßen benötigen.“


Und IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring bemerkte mit einem Schmunzeln, dass Regina Halmich mit ihrer Lehre zur Rechtsanwaltsfachangestellten ein eindrucksvolles Beispiel sei, dass „man mit einer dualen Ausbildung auch Weltmeisterin werden kann.“ In der anschließenden von Döring moderierten Fragerunde wurde Halmich dann auch auf ihren viel beachteten Kampf gegen Moderator und Entertainer Stefan Raab angesprochen, bei dem sie diesem die Nase gebrochen hatte. Halmich: „Anfangs wollte ich den Kampf nicht, da ich als seriöse Sportlerin wahrgenommen werden wollte. Doch Raab wurde in seiner Show von Tag zu Tag immer frecher mit seinen Herausforderungen, so dass ich letztendlich zugesagt habe. Ihn dann zu schlagen war mir auch wirklich eine Genugtuung.“ Und ihrem Sport hat dies keinen Abbruch getan. Halmich: „Da hatte ich ein Millionenpublikum, jeder kannte mich plötzlich und sechs Monate später bekam ich dann auch endlich einen Hauptkampf von den doch konservativen Herren beim ZDF. Und als dann die Einschaltquoten stimmten, waren sie plötzlich alle da, die Schulterklopfer, die ‚ja immer schon an mich geglaubt hätten‘.“

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