Weidmüller bringt seine Expertise aus dem industriellen Umfeld bei der Entwicklung des nächsten Mobilfunkstandards 5G auf nationaler und internationaler Ebene ein.

Detmold, 5. März 2018. Letzte Woche öffnete mit dem Mobile World Congress in Barcelona die Leitmesse der Mobilfunk- und Kommunikationsbranche ihre Türen. Ein zentrales Thema bei Ausstellern und Besuchern war das Thema 5G – die nächste Generation des Mobilfunknetzes, welches bis zu 100-mal schneller seien soll als bisherige Standards. Doch nicht nur im privaten Sektor findet das Thema viel Beachtung: 5G rückt immer stärker in den Fokus von Unternehmen. 5G-Netze gelten als wichtiger Beitrag für die Umsetzung von Industrie 4.0 und sind elementarer Bestandteil bei der Digitalisierung der Produktion und neuer Wertschöpfungssysteme. Wenn permanent kabellos Maschinendaten gesammelt werden, während gleichzeitig digitale Assistenzsysteme, wie beispielsweise Datenbrillen, verbunden im Einsatz sind, bedarf es leistungsstarker Mobilfunknetze.

„Eine Herausforderung, die mit der Digitalisierung einhergeht, ist also der geschickte Datentransport und das Schaffen der dafür notwendigen Infrastruktur“, verdeutlicht Dr. Patrick Benjamin Bök, Leiter des Bereichs Global Digitalization bei Weidmüller. „Vor dieser Herausforderung stehen nicht nur wir als Unternehmen, sondern auch andere Industriezweige, wie beispielsweise die Automobilindustrie.“ „Damit das im industriellen Umfeld funktioniert, müssen jedoch besondere Anforderungen erfüllt werden“, ergänzt Dr. Jan Stefan Michels, Leiter der Standard- und Technologieentwicklung bei Weidmüller. „Dazu gehören zum Beispiel die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Kommunikation, die Möglichkeit des Betriebs ‚privater‘ 5G-Netzwerke ohne zwingende Einbindung von Mobilfunkprovidern und die Diagnose und Fehlerbehebung bei Nutzung von providerbetriebenen Netzen.“


Damit diese Anforderungen bei der Entwicklung und Einführung des Standards berücksichtigt werden, hat sich im letzten Jahr der Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) dieses Themas angenommen. Michels ist als Experte von Weidmüller in dem Arbeitskreis vertreten, dem auch viele andere Unternehmen angehören. „Wichtig ist es, einheitliche Standards zu schaffen“, verdeutlicht der Technologieexperte. „Mit 5G werden Technologien und Mechanismen entwickelt und getestet, die eine zukunftsfähige Kommunikation sicherstellen sollen – und viele Anwendungsfelder liegen in der Vernetzung der Industrie.“

Zukünftig sind in diesem Bereich zwei Szenarien möglich: Sofern ein 5G-Mobilfunknetz von einem Mobilfunkanbieter vorhanden ist, können Geräte und Maschinen mit einer SIM-Karte ausgestattet werden und sich in das Netz einwählen. „Die Technologien und Mechanismen, die mit 5G entwickelt werden, lassen sich aber auch auf die eigene, lokale Infrastruktur, wie das globale Maschinennetzwerk, übertragen“, erklärt Michels. In diesem Fall werden Maschinen nicht mit einer SIM-Karte ausgestattet, da keine Einwahl bei einem Mobilfunk-Serviceprovider erforderlich ist. Eine Lösung, die aktuell vom ZVEI bevorzugt wird, da Unternehmen hier nicht auf die Einführung von 5G bei den Mobilfunkanbietern warten müssten.

Neben dem Engagement im ZVEI treibt Weidmüller das Thema auch auf internationaler Ebene voran. Gemeinsam mit 16 weiteren Projektpartnern, wie dem Mobilfunkanbieter Telefónica und den Endgeräteherstellern Huawei und Nokia, engagiert sich Weidmüller in einem internationalen Projekt. „Im Rahmen des Forschungsprojektes ‚5GTANGO‘, das von der EU über das Programm ‚Horizon 2020` gefördert wird, sollen Maßnahmen zur Qualifizierung von Services umgesetzt werden, die 5G-Netzwerke flexibel programmierbar und damit besser skalierbar machen“, erklärt Bök, der das Projekt bei Weidmüller betreut.

Für das Unternehmen, das sich immer mehr auf Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen spezialisiert, ergeben sich bei 5GTANGO Synergien als Anwender in der eigenen Fertigung und als Anbieter von Lösungen für die Digitalisierung. Mit dem Piloten „Smart Manufacturing“ ermöglicht Weidmüller ein industrielles Anwendungsszenario. In einer Produktionshalle in Detmold wird dazu ein sogenanntes IIoT (Industrial Internet of Things)-Testbed genutzt. „Wir stellen aber nicht nur die Infrastruktur bereit, sondern definieren auch Anforderungen aus industrieller Sicht und unterstützen die forschenden Partner, wie die Universität Paderborn, beim Validieren und Verifizieren der entwickelten Services“, verdeutlicht Bök. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Unterstützung bei der Verbreitung und der Berichterstattung gemeinsam mit den Projektpartnern der EU-Kommission.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Weidmüller
Klingenbergstraße 16
32758 Detmold
Telefon: +49 (5231) 14-291401
Telefax: +49 (5231) 14-251401
http://www.weidmueller.de

Ansprechpartner:
Horst Kalla
Referent Fachpresse
Telefon: +49 (5231) 14-291190
E-Mail: horst.kalla@weidmueller.com
Carsten Nagel
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (5231) 14-291010
E-Mail: carsten.nagel@weidmueller.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

Zusammenhängende Posts

Elektrotechnik

Exide präsentiert neue GNB Lithium-Technologie auf der TowerXchange Africa

Der Batteriehersteller Exide Technologies (www.exide.com), ein weltweiter Anbieter von Energiespeicherlösungen, stellte am 8. und 9. Oktober seine neuste Lithium-Technologie für Telekommunikationsanwendungen auf dem TowerXchange Meetup Africa 2019 in Johannesburg aus. Die neue Hochleistungsbatterie Sonnenschein Lithium Read more…

Elektrotechnik

Neue Energiekabel für den Innen- und Außeneinsatz

Auf der "sps smart production solutions" (Halle 2, Stand 410) zeigt die Bayka AG vom 26.- 28. November 2019 ein Niederspannungskabel mit bisher nie dagewesenen Eigenschaften. Das halogenfreie, erdverlegbare und flexible BayMotion® soilblack kann als Read more…

Elektrotechnik

Die weltweit kleinsten und dünnsten Differential Output Crystal Oscillators!

CompoTEKs Quarz-Spezialist KDS präsentiert ihre neuen Differential Output Crystal Oscillators der DS1008J-Serie! Letztere sind deren Antwort auf den rastanten Datenfluss-Anstieg durch mobile Netzwerke sowie durch big data in den letzten Jahren. Digital kohärente Technologie ist Read more…