Die Energiewende soll den Weg in eine umweltverträgliche und sichere Zukunft ebnen, und das nicht nur in Deutschland. Europa steht in den nächsten Jahren vor der Herausforderung, eine nachhaltige Energieversorgung möglichst schonend umzusetzen. Der niederländische Netzbetreiber TenneT setzt dabei auf innovative Kompaktmastsysteme aus Bayern. Ab 2018 lässt TenneT in den Niederlanden unter anderem zwei wichtige 380-kV Leitungsabschnitte mit innovativen kompakten Strommasten errichten – realisiert von einem Konsortium aus dem holländischen Bauunternehmen Heijmans und dem bayerischen Mastbauspezialisten Europoles. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich auf rund 220 Millionen Euro.

Bei über 40 Mitbewerben ging der Zuschlag schließlich an die beiden Partner. Für Europoles ist der Auftrag nicht nur der größte Projektauftrag der Firmengeschichte, sondern er ermöglicht auch die Umsetzung eines neuen und innovativen Mastkonzepts. „Dieser Auftrag ist ein großer Schritt nach vorne beim flächendeckenden Einsatz von Kompaktmasten in Deutschland. Wir wollen auch auf unserem Heimatmarkt verstärkt für den Einsatz von innovativen Masten werben“, erklärt Dr. Martin Prillmann, Geschäftsführer von Europoles in Neumarkt. Mit sogenannten „Wintrack I“ Masten hat Netzbetreiber TenneT auf einigen Leitungsabschnitten in Holland bereits eine solche kompakte Mastvariante eingesetzt. Während „Wintrack I“ Masten jedoch noch komplett aus Stahl gefertigt wurden, kommt bei der zweiten Generation nun eine hybride Bauweise aus einem Stahloberteil und einem Unterteil aus Beton zum Einsatz.

Innovatives Mastkonzept


Insgesamt 473 kompakte Freileitungsmasten für 80 Kilometer Trasse, aufgeteilt in eine Nord-West-Verbindung (Eemshaven-Vierverlaten) und eine Süd-West-Verbindung (Borssele-Rilland), werden auf diese Weise entstehen. Durch ihr kompaktes geschlossenes Design weisen die „Wintrack II“ Masten ein besonders schlankes Erscheinungsbild auf. Denn bei Höhen von bis zu 75 Metern beträgt ihr Fußdurchmesser gerade einmal zwei bis vier Meter. Verglichen mit herkömmlichen Mastsystemen lässt sich die benötigte Trassenbreite deutlich reduzieren und somit auch die Auswirkungen auf die Schutzgüter Mensch, Natur und Tiere. Diese schmale Bauweise ermöglicht eine schonende Integration in das Landschaftsbild und bedingt nur minimale Eingriffe in die Natur. Vor allem aber können Abstände zu Wohngebieten oder sensiblen Bereichen vergrößert werden. Die Regionen, in denen die Trassen entstehen, werden somit weitaus weniger belastet. Das schlägt sich letztendlich auch in einer gesteigerten Akzeptanz seitens der Anwohner für einen notwendigen Netzausbau nieder. Ein weiterer Effekt durch die kompakte Bauweise: die elektromagnetischen Felder werden deutlich reduziert.

Realisierungsphase

Im Januar 2018 soll die Produktion der schlanken Hybridmasten bei Europoles anlaufen. Der europäische Marktführer bei Mastsystemen zeichnet innerhalb des Konsortiums mit Partner Heijmans verantwortlich für die Projektierung, Herstellung und Montage aller Kompaktmasten. In die Zuständigkeit des niederländischen Baukonzerns fallen die Herstellung der Mastfundamente und die Zuwegungen für den Bau der beiden Trassen. Die Firma Europoles setzt mit diesem Projekt einen Meilenstein für zukünftige schonende Stromtrassen in Europa und empfiehlt die Anwendung in ausgewählten Trassenabschnitten auch in Deutschland.

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