Der Einkauf ist heute schon ein wichtiger interner Dienstleister und Partner in den Unternehmen. Er steuert die Lieferkette, eruiert neue Beschaffungsmärkte, wägt Risiken ab und macht aus Lieferanten Innovationspartner. Doch durch eine immer schnellere Globalisierung, politische Unwägbarkeiten, gestiegene Kundenanforderungen und volatile Märkte, nehmen die Herausforderungen des Einkaufs zu. Lösungen liefert die Digitalisierung. Und sie verändert den Alltag der Einkäufer bereits heute grundlegend.

Zwar ist in vielen Unternehmen eine Reihe von Einkaufsprozessen bereits automatisiert, wie beispielsweise Bedarfsfeststellung und Bestellung im Rahmen der vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance). Doch wie wird sich der Einkauf in naher Zukunft weiter verändern?

Mit dem Navi durch die Lieferkette


Stellen Sie sich vor, Sie sind mit dem Wagen im unbekannten Gelände auf viel befahrenen Straßen unter Zeitdruck unterwegs und haben kein bequemes Navi, das Sie mit einfachen Grafiken schnell und sicher ans Ziel führt. Genauso geht es dem Einkauf mit Big Data, wenn ihm digitale Instrumente fehlen. Statt beispielsweise mit dem Kloepfel Einkaufs-Tracker in Sekundenschnelle per Mausklick Kostenfresser im Unternehmen zu visualisieren oder Reports in Minuten zu erstellen, müssen sich immer noch viele Einkäufer schweißtreibend durch endlose Akten und Excel-Listen wühlen. Fehler nicht ausgeschlossen.

Mehr Zeit für Einkaufsstrategie

Instrumente wie Smart Contracts, Big Data, E-Shops, neue Kennzahlen sowie die Echtzeitverfügbarkeit von Daten werden das Einkaufen sicherer, einfacher und intelligenter machen. Analyse Software wie der Kloepfel Einkaufs-Tracker ermöglichen es dem Einkauf, Vorhersagen für die Zukunft zu treffen und Einkaufsstrategien zu simulieren. Es werden Berufsbilder im Einkauf entstehen, wo Einkäufer zu Programmierern von Sourcing-Algorithmen werden. Letztlich bleibt mehr Zeit für die strategische Arbeit: Was ist in welchen Mengen, von wem, wie und zu welchen Kosten zu beschaffen? Dazu muss der Einkauf auch in die Produktentwicklung einbezogen werden.

Der operative Einkäufer wird aussterben

Auf der anderen Seite werden sämtliche logische Arbeitsabläufe, die sich durch einen Algorithmus definieren lassen, automatisiert. Beim Internet der Dinge steuern sich so Kundenaufträge von der Bestellung der Rohwaren bis zur Auswahl der Fachkräfte und Maschinen selbständig. Der operative Einkäufer wird in den kommenden Jahren aussterben. Mit anderen Worten: Die Aufgaben des Einkäufers werden interessanter, spannender und wichtiger, da er sich mehr auf strategische Aufgaben konzentrieren kann.

Wo es menschelt, braucht man Einkaufsmanager

Doch überall da, wo es menschelt, wo kreatives Denken, Knowhow, Ideen und Strategien gefragt sind, wird der Einkaufsmanager verstärkt an Bedeutung gewinnen. Doch das wird nicht automatisch geschehen, wenn der Einkauf sich nicht heute schon proaktiv mit neuen Ideen in die Digitalisierung über die smarte Fabrik bis zur Produktentwicklung einbringt.

Zum einen muss der Einkäufer der Zukunft unternehmerisch agieren und als Teamplayer Netzwerken sowie Moderieren können. Das geht soweit, dass er in der Lage sein muss, sein Unternehmen und seine Abteilung mit einer Vision voranzutreiben. Bei den sogenannten Hard-Skills wird der Einkäufer zum Datenmanager, um die Warenflüsse im agilen Unternehmen optimal im Fluss zu halten. Aber er muss auch mit innovativen Lieferanten, Prozessen und Sourcing-Algorithmen Lösungen für immer individueller werdende Kundenbedürfnisse finden.

Der analoge Einkäufer wird zum smarten Warenfluss- und Wertschöpfungsmanager, der den Unternehmen hilft Daten so zu managen, dass das Unternehmen im globalen Preis-Leistungs-Wettbewerb risikobewusst die Nase vorn hat. Dazu gehört auch, dass er mit seinem technologischen Knowhow die neuesten Innovationen schneller einkauft, als die Mitbewerber es tun.

Industrie 4.0 exponiert den Einkauf

Durch die technischen Möglichkeiten von Industrie 4.0 nimmt der Einkäufer als Schnittstelle zu fast allen Abteilungen und zu den Lieferanten eine exponierte Position ein. War der Einkauf in vielen Unternehmen vor Jahren eine oft nicht allzu geachtete Bestellabteilung, wird er nun zum smarten Warenfluss- und Wertschöpfungsmanager, der das meiste aus dem zur Verfügung stehenden Budget rausholt und das Unternehmen vor (digitalen) Risiken beschützt.

Oft fehlt es an Basics, bevor smarte Waffen notwendig werden

Die strategische und digitale Orientierung der Einkäufer ist somit eine Frage der kontinuierlichen Weiterbildung aus eigener Initiative und organisiert durch die Unternehmen.

„Bevor der Einkauf mit smarten Waffen aufgerüstet wird, sollten viele einfachere Dinge, etwa Sales & Operations-Planung, optimiert werden. Wenn der Einkäufer tagelang in mühsamer Kleinarbeit die Planmengen für die Verhandlungen zusammentragen muss, so fehlt ihm die Zeit für Verhandlungen, Global Sourcing, Cost Engineering oder schlicht Qualifizierungsmaßnahmen. Die Schnittstellen und die ERP-Nutzung sollte im Unternehmen optimiert werden. Oft fehlt es an Basics, bevor smarte Waffen notwendig werden. Auch die SAP-Nutzung kann in den Unternehmen noch massiv verbessert werden,“ erklärt Dr. oec. HSG Stephan Hofstetter, Partner Kloepfel Consulting Schweiz. „Operative Beschaffungsaktivitäten sollten konsequent in die Fertigungsinseln dezentralisiert werden. Indirekt: Die Bedarfsträger sind zu ermächtigen, die C-Teile direkt über die E-Shops/Kataloge zu bestellen. Der Einkauf wird damit von Tausenden von Bestellungen und damit auch von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten befreit“, so Hofstetter weiter.

Dipl. EK Thomas Wandler, Partner / COO Kloepfel Consulting ergänzt: „Es müssen komplett neue Berufsbilder geschaffen werden, welche sich von der Versorgung der Fertigung zum Kostenmanager und Liquiditätswächter entwickeln. Der Digitale Einkäufer muss Teil der Produktentwicklung und Prozessentwicklung werden, damit alle Prozesse von Anfang richtig definiert werden können.“

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