Die CDU-Politikerin Lena Düpont, Mitglied des Europäischen Parlaments, hat jetzt gemeinsam mit weiteren Parteikollegen aus der Region den Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron in Holzminden besucht. Im Gespräch mit CEO Dr. Kai Schiefelbein wurden die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Wärmepumpenmarkt in Deutschland und Europa diskutiert. Dabei wurde auch ausgiebig über die Neuregelung der Förderung in Deutschland und insbesondere den zukünftigen „Made with Europe“-Bonus gesprochen.      

Schiefelbein skizzierte zu Beginn des Austauschs kurz die Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren: „Erst sorgte Corona für einen Boom, dann – ab Anfang 2022 – die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. 2022 verzeichneten wir erstmals einen Umsatz von über eine Milliarde Euro, der 2023 sogar noch einmal anstieg auf rund 1,25 Milliarden Euro. 2024 folgte ein Einbruch auf 941 Millionen Euro, da mussten wir auch schmerzliche Maßnahmen ergreifen. 2025 konnten wir uns wieder stabilisieren, der Umsatz betrug zwar nur 954 Millionen Euro, aber wir hatten die Kostenstruktur entsprechend angepasst. Dieses Jahr läuft sehr gut, wir liegen aktuell vor unserem Plan und werden am Jahresende sicher wieder deutlich über einer Milliarde Euro Umsatz machen.“ Für die aktuell gute Entwicklung gebe es verschiedene Gründe: „Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist wieder deutlich angestiegen, was auch dem Iran-Krieg und den daraus folgenden Energiepreisen geschuldet ist. Darauf hätten wir natürlich lieber verzichtet, können diese Folgen aber auch nicht ignorieren. Darüber hinaus ist die Wärmepumpe als zukunftssicherstes und sinnvollstes Heizsystem in den Köpfen der Menschen angekommen. Und schließlich ist die Neugestaltung der Förderung in Deutschland erstaunlich gut gelungen – sie ist konzeptionell gut gemacht, sorgt für Klarheit bei Verbraucherinnen und Verbrauchern und berücksichtigt durch das langsame Abschmelzen der Fördersummen auch die Tatsache, dass die staatlichen Haushalte entlastet werden müssen. Darüber hinaus ist die schnelle und weitestgehend geräuschlose Umsetzung zu loben – das sorgt für Kontinuität und verhindert Brüche in der Nachfrage.“  

Höhere Förderung für Wärmepumpen, die teilweise in Europa gefertigt werden

Auch die Tatsache, dass zukünftig Wärmepumpen, die zu einem bestimmten Anteil in Europa gefertigt werden, eine höhere Förderung erhalten als andere Geräte, wurde von Kai Schiefelbein ausdrücklich gelobt: „Natürlich wäre ein freier Welthandel nach WTO-Kriterien ideal – freier Markt und keiner subventioniert. Das ist aber utopisch. China hat die Wärmepumpe als eine von 15 weltweiten Zukunftsindustrien identifiziert und fördert die inländische Industrie extrem, wie es in seinem „Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie“ – den man auf der Homepage des Bundesverbandes Wärmepumpe finden kann – auch ganz offen zugibt. Ziel ist die Weltmarktführerschaft. Man muss sich bewusst machen, dass es hier nicht um einen Wettbewerb der Unternehmen geht, sondern dass die europäische Wärmepumpenbranche angegriffen wird von einer Volkswirtschaft mit staatlicher Unterstützung auf allen Ebenen. Da ist es nur richtig, europäische Wertschöpfung stärker zu fördern. Das ist zwar nur ein erster Schritt, aber damit erkauft man sich Zeit, um weitere notwendige Schritte zu gehen.“ Dem stimmte die Europapolitikerin zu: „Freihandel an sich ist eine sehr gute Sache, aber gleichzeitig muss man den Binnenmarkt auch schützen.“ In Bezug auf die technische Ausgestaltung der neuen Förderung, die aktuell noch diskutiert wird, erklärte sie: „Im Raum steht aktuell eine Wertschöpfungsquote von 45 Prozent, die in Europa erfolgen muss. Diese 45 Prozent müssen es schon sein.“ Für Kai Schiefelbein eine sehr sinnvolle Grenze: „Wie auch immer diese Zahl zustande gekommen ist, sie trifft genau ins Schwarze. So hat man als Hersteller genug Spielraum, Komponenten weltweit einzukaufen, gleichzeitig wird die Fertigung in Europa gestärkt.“

Einig waren sich Kai Schiefelbein und Lena Düpont, dass die Europäische Union gerade vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen und Bestrebungen immense Bedeutung hat: „Ein Europa ohne Europa, als Ansammlung von kleinen Einzelstaaten, ist zur Armut verurteilt.“ Deswegen sei es wichtig, die positiven Aspekte, die Europa auch für Deutschland hat, noch viel mehr zu kommunizieren. „Wir nehmen beispielsweise wahr, dass Europa in Sachen Energiepolitik oft besser aufgestellt und viel schneller ist als Deutschland, wo es manchmal an der Umsetzung der Vorgaben hapert.“ Beispielsweise habe die EU mit dem „Electrification Action Plan“ einen sinnvollen Rahmen gesetzt, um die Benachteiligung von Strom gegenüber fossilen Brennstoffen zu verringern. Den sollten die Nationalstaaten ernst nehmen – darauf hoffen wir auch in Deutschland.“ 

Begleitet wurde Lena Düpont beim Besuch von Stiebel Eltron von ihren Parteikollegen Uwe Schünemann (Mitglied des niedersächsischen Landtages), Uwe Lange (Landratskandidat für Holzminden), Thomas Junker (Samtgemeindebürgermeister Bevern) und Heiner Schaper (Ratsmitglied Stadt Holzminden). Auf die Frage der Lokalpolitiker nach den Wünschen des Firmenchefs in Sachen regionale Politik antwortete Schiefelbein: „Wir sind ein kleines Unternehmen, unsere DNA ist Innovation – wir müssen die Bedürfnisse unserer Kunden schneller und besser verstehen und technisch bedienen als unsere Mitbewerber. Das geht nur mit exzellenten, engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – wie wir sie hier aktuell haben. Wir sind hier wegen der Menschen, und der Bedarf wird weiter wachsen. Deswegen unsere Bitte: Sorgen Sie mit dafür, dass die Menschen hier gerne leben.“    

Über die Stiebel Eltron GmbH & Co. KG

Stiebel Eltron, gegründet 1924, gehört mit einem Jahresumsatz von 954 Millionen Euro (2025) zu den führenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien, Wärme- und Haustechnik.

Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen verfolgt Stiebel Eltron bei der Produktion und Entwicklung von Produkten eine klare Linie – für eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik. Mit rund 5.000 Beschäftigten weltweit setzt das Unternehmen von der Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Das Resultat sind effiziente und innovative Lösungen für Warmwasser, Wärme, Lüftung und Kühlung. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im niedersächsischen Holzminden, in Hameln (NDS), in Eschwege (Hessen), in Höxter und in Freudenberg (NRW) und sowie an fünf weiteren Standorten im Ausland (Arvika/Schweden, Tianjin/China, Ayutthaya/Thailand, Poprad/Slowakei, West Hatfield, Massachusetts /USA).

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Stiebel Eltron GmbH & Co. KG
Dr.-Stiebel-Straße 33
37603 Holzminden
Telefon: +49 (5531) 702-702
Telefax: +49 (5531) 70295-108
https://www.stiebel-eltron.de

Ansprechpartner:
Henning Schulz
Unternehmenskommunikation, Presse und PR
Telefon: +49 (5531) 702-95685
Fax: +49 (5531) 702-95584
E-Mail: henning.schulz@stiebel-eltron.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel