Mit 90 Teilnehmenden erreichte der Healthcare Hackathon Regensburg 2026 eine neue Rekordbeteiligung. Das Start-up Lab der OTH Regensburg in der Prüfeninger Straße wurde dabei fast an seine Kapazitätsgrenzen gebracht. In interdisziplinären Teams arbeiteten die Teilnehmenden – überwiegend Studierende der OTH Regensburg und der Universität Regensburg – von früh bis spät in die Nacht.
Elf Teams stellten sich insgesamt zehn Aufgabenstellungen, die von regionalen Krankenhäusern, Arztpraxen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft eingebracht worden waren. Die Themen deckten ein breites Spektrum ab – von der medizinischen Versorgung über Prävention bis hin zur Nachsorge. Begleitet wurden die Teams von erfahrenen Mentoren: Florian Fischer (GameDev e.V.), Florian Lüke (UKR), Leonard Klausman (ReMIC der OTH Regensburg) und Sven Seeberg (Binary Kitchen e.V.) standen den Teilnehmenden während des gesamten Hackathons beratend zur Seite.
Am Samstagnachmittag bewertete eine hochkarätig besetzte Jury die eingereichten Lösungskonzepte. Ausgezeichnet wurden folgende Teams:
1. Platz (1.500 Euro): Team „Dekubitus" entwickelte ein intelligentes System zur Prävention von Druckgeschwüren. Aufgabenstellerin war das Start-up CurarisHealth.
2. Platz (1.000 Euro): Team „VaxCheck" präsentierte ein Tool zur digitalen Erfassung von Impfpasseinträgen in Arztpraxen. Die Challenge wurde eingebracht von der Facharztpraxis Allgemeinmedizin Marko Pfaff und Eike Haas, dem Regensburger Ärztenetz e.V. sowie Airadoc GmbH.
3. Platz (500 Euro): Team „insEYEde" überzeugte mit dem Entwurf und der Umsetzung eines alternativen Eingabekonzeptes zur Steuerung eines Chirurgieroboters. Aufgabenstellerin war die Firma AKTORmed GmbH.
Von der Idee in die Praxis – Lösungen, die wirken
Was den Healthcare Hackathon Regensburg von vielen anderen Wettbewerben unterscheidet: Die erarbeiteten Lösungskonzepte landen nicht in der Schublade. Großteils werden sie von den Challengegebern – zum Teil gemeinsam mit den Teilnehmenden der jeweiligen Teams – aktiv in die Praxis überführt. Dass dies keine leere Ankündigung ist, zeigt das Beispiel des Universitätsklinikums Regensburg eindrucksvoll. „Uns hat es sehr beeindruckt, wie das Team in so kurzer Zeit unsere Problemstellung aufgegriffen und eine praktikable Lösung – sowohl hardware- als auch softwareseitig – auf die Beine gestellt hat. Die Lösung wird nun in der Praxis eingesetzt und kommt direkt der Behandlung von Krebspatienten zugute." (Dr. Anja Sedlmeier vom Universitätsklinikum Regensburg)
Dieses Beispiel steht exemplarisch für den Anspruch des Hackathons: echte Probleme, echte Lösungen – und eine echte Wirkung im Gesundheitswesen.
Innovationsmotor für das Gesundheitswesen
Der Hackathon ist Teil des landesweiten Netzwerks Healthcare Hackathon Bayern, das Innovationen in der medizinischen Versorgung gezielt voranbringen möchte. „Unser Ziel ist es, junge Menschen für die realen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, dass man in kürzester Zeit praxisnahe Lösungen entwickeln kann, die wirklich einen Unterschied machen. Der Healthcare Hackathon ist dafür das ideale Format – er verbindet echte Problemstellungen mit dem frischen Blick und der Kreativität junger Personen aus den unterschiedlichsten Disziplinen", betont Dr. Alexandra Sauter, Projektmanagerin des BioPark Jump. BioPark Clustermanager Dr. Ilja Hagen ergänzt: „90 Teilnehmende, 11 Teams, 10 Challenges – und das in nur 2,5 Tagen. Das ist ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie viel Innovationspotenzial in unserer Region steckt."
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