Als bewährtes autonomes CCA fungiert sie als Multiplikator für die Luftstreitkräfte. Sie kann gemeinsam mit bemannten Flugzeugen für die entscheidende Kampfkraft in stark umkämpften Lufträumen sorgen. Ihr modularer Aufbau und ihre autonomen Fähigkeiten ermöglichen ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, darunter Aufklärung, elektronische Kampfführung und die Integration von Waffensystemen.
Im Rahmen der Partnerschaft wird Rheinmetall als Systemmanager für die MQ-28 in Deutschland fungieren. Das Unternehmen wird die Systemintegration in bestehende und zukünftige Führungs- und Waffensysteme der Bundeswehr sowie die Anpassung an nationale Anforderungen überwachen. Zudem wird Rheinmetall die operative, wartungstechnische und logistische Unterstützung sicherstellen. Das Unternehmen kann dabei auf seine Erfahrung im Bereich von Kampfflugzeugen der 5. Generation und bei unbemannten Systemen sowie auf seine starke industrielle Basis zurückgreifen.
„Mit Boeing Defence Australia als Partner legen wir den Grundstein, um die MQ-28 optimal auf die Anforderungen der Bundeswehr zuzuschneiden”, sagte Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Als Systemintegrator stellen wir sicher, dass Integration, Betrieb und Weiterentwicklung aus einer Hand erfolgen und stärken gleichzeitig die industrielle Wertschöpfung in Form eines industriellen Hubs in Deutschland und Europa. Wir sehen für Rheinmetall dabei ein Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.“
Die strategische Partnerschaft gewährleistet ein hohes Maß an nationaler und souveräner Wertschöpfung sowie Versorgungssicherheit in Deutschland. Die offene, modulare Systemarchitektur der MQ-28 „Ghost Bat” ermöglicht kontinuierliche Upgrades und eine schnelle Erweiterung der Fähigkeiten. Rheinmetall wird eine dedizierte digitale Umgebung bereitstellen, in der Ingenieure aus Deutschland und Australien gemeinsam neue Software- und Hardware-Innovationen entwickeln, testen und validieren.
„Dies ist nicht nur eine Partnerschaft zwischen unseren Unternehmen, sondern zwischen zwei großen Ländern – Deutschland und Australien – die ähnliche Strategien zur Integration von Kampfflugzeugen in ihre Luftstreitkräfte verfolgen“, sagte Dr. Brendan Nelson, President von Boeing Global. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit wird die deutsche Industrie auf jahrelange australische Innovationen und Investitionen zurückgreifen, um die MQ-28 für die Bundeswehr einzuführen und weiterzuentwickeln.
Die Zusammenarbeit unterstützt die gemeinsame Entwicklung, Erprobung und den systematischen Ausbau des deutschen Anteils an der in Australien entwickelten Plattform. Dadurch kann die Bundeswehr eine CCA-Fähigkeit bis 2029 erheblich schneller einsetzen.
Die Boeing MQ-28 Ghost Bat
Die MQ-28 Ghost Bat wurde in den vergangenen acht Jahren von Boeing in Australien entwickelt. Sie ist das weltweit ausgereifteste CCA und wird Deutschland bis 2029 Luft-Boden-Fähigkeiten bereitstellen. Sie wurde gezielt zur Unterstützung der Integration von Fähigkeiten Dritter konzipiert, ist modular aufgebaut und anpassungsfähig und kann somit den sich wandelnden Anforderungen gerecht werden – sowohl hinsichtlich der Missionssysteme als auch der industriellen Anforderungen. Die MQ-28 hat der Royal Australian Air Force bereits operativ relevante Fähigkeiten bereitgestellt. Zuletzt gipfelte dies in einer einzigartigen Demonstration, bei der ein Luftziel autonom angegriffen und zerstört wurde.
Die Rheinmetall AG mit Sitz in Düsseldorf ist ein integrierter Technologiekonzern. Das 1889 gegründete Unternehmen ist als führendes internationales Systemhaus der Verteidigungsindustrie aktiv in den Domänen Land, Luft, See und Weltraum. Die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Rheinmetall-Strategie. Mit seinen aktuell rund 33.000 Beschäftigten an rund 180 Standorten weltweit erzielte das Unternehmen, das seit März 2023 im DAX40 notiert ist, im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro.
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