Während die deutsche Wirtschaft 2025 stagnierte, ist die wirtschaftliche Lage der Lebenswissenschaften (Life Sciences: Biotech, Medtech, Pharma) in Deutschland und der Region Ostbayern zweigeteilt. Die Medizintechnik und pharmazeutische Industrie zeigten sich durchaus robust und innovativ. Trotz Insolvenzen (z.B. Kelheim Fibres) und schwierigem Marktumfeld z.B. in den USA, stieg die Gesamtzahl der Beschäftigten leicht von 5.648 auf 5.745 (+1,7%). Zwei Jahre nach dem Start, zeigt das Accelerator Programm BioPark Jump, welches innovative Gründungen im BioPark unterstützt, erstmals Wirkung. Die Zahl der Neugründungen insbesondere aus dem Bereich Healthcare aber auch den Life Sciences, waren maßgeblich der Grund für die Zunahme der Gesamtzahl der Unternehmen im Cluster gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 72 Unternehmen (+5, siehe Grafik1).
Aktuell sind im Cluster 8 Pharmaunternehmen (+/-0) mit 1.923 Beschäftigten (+61), 35 Medtech-Firmen (+4) aus Medizintechnik, Diagnostik & Analytik mit 3.113 Beschäftigten (+59) und 29 Biotech-Firmen (+1) mit 709 Beschäftigten (-23) gegenüber dem Vorjahr aktiv (siehe Grafik 2).Grafik 2
BioPark Geschäftsführer Dr. Thomas Diefenthal erläutert das aktuelle Bild wie folgt; Die Lage der produzierenden Pharma- und Medizintechnikfirmen präsentierte sich 2025 als eine Mischung aus nach wie vor wachsendem Marktpotential, aber auch erheblichen Herausforderungen. So machte sich die Konkurrenz zu China oder Indien und ein planungsunsicherer US-Markt bzgl. Zoll- und Einreisepolitik bemerkbar. Die massiven Streichungen von Forschungsgeldern an US-Universitäten durch die Regierung führte erstmals zu rückläufigem US-Geschäft auch bei Firmen aus der Region. Die vom BioPark mit Bayern International geplanten Bayerischen Gemeinschaftsstände in den USA haben für 2026 deutlich weniger Teilnehmerzahlen als zuvor. Dennoch ist die Biotechnologie als Pipeline für Arzneimittelinnovationen und neue Therapieentwicklungen weiterhin eine boomende Zukunftstechnologien. Die Szene wird aktuell von einer starken Verschmelzung mit der IT & KI-Branche geprägt. Dies macht sich sowohl bei den Geschäftsmodellen der Start-Ups im BioPark Jump, als auch bei den Firmen im BioPark deutlich positiv bemerkbar (s. BioPark PR293 zur KI-gestützten Plattformen im Gesundheitsbereich). Der Gesamtumsatz der BioPark Regensburg GmbH lag 2025 bei fast 4.0 Mio. €. Das Unternehmen der Stadt Regensburg weist seit 20 Jahren ein positives Jahresergebnis in Folge auf. „Den Gründungsvätern war damals sehr wichtig, dass der BioPark mit seinem Mieteinahmen bei durchschnittlicher Auslastung von 90% und einer umsichtigen Ausgabenpolitik finanziell nachhaltig aufgestellt ist“, betont Diefenthal. Für neue Projekte wie BioPark Jump konnten zudem Fördermittel vom Bayerischen Wirtschaftsministerium erfolgreich eingeworben werden.
Mit der Initiative Healthcare Regensburg – managed by BioPark hat sich der Standort zukunftsfähig positioniert. Das Netzwerk umfasst neben den Firmen, die Hochschulen, Berufsfachschulen, Kliniken, Forschung, Gründungen und weitere Partner aus der Gesundheitswirtschaft in der Region und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Gesamtzahl der Akteure stiegt in 2025 von 131 auf 135 Netzwerkpartner (+4), wie Clustermanager Dr. Ilja Hagen berichtete (siehe Grafik 3).
BioPark Regensburg GmbH
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93053 Regensburg
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