Mit einem großen Festakt hat der Studienbereich Gesundheitsmanagement sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Landrat Klaus Pavel, Oberbürgermeister Thilo Rentschler und zahlreiche Vertreter der Gesundheitsbranche gratulierten zur Erfolgsgeschichte. Die „Gesundheitsmanager“ haben sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre zu einem der größten und beliebtesten Studienbereiche der Hochschule Aalen entwickelt.

„Wir feiern heute eine Erfolgsgeschichte!“ Mit diesen Worten begrüßte Studiendekan Prof. Dr. Andreas Ladurner über 200 geladene Gäste in der Aula der Hochschule Aalen zum Festakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Studienbereichs Gesundheitsmanagement. Mit Landrat Klaus Pavel, Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter und Mitglied des Landtags Winfried Mack erwiesen zahlreiche prominente Gäste dem Studienbereich die Ehre. In seiner Ansprache betonte Ladurner, wie wichtig die Beharrlichkeit der Gründungsväter, allen voran des ehemaligen Rektors der Hochschule Aalen, Prof. Dr. Dr. Ekbert Hering, gewesen sei, um den zunächst von vielen kritisch gesehenen Studiengang durchzusetzen. Habe die Hochschule vor zehn Jahren mit 32 wagemutigen Studierenden des Gesundheitsmanagements noch Neuland betreten, so habe er, Ladurner, dieses Wintersemester 100 Studienanfänger begrüßen können. Das Gesundheitsmanagement in Aalen habe sich mit sieben Vollzeit-Professuren, mehreren wissenschaftlichen Mitarbeitern, mit 650 Studienplatzbewerbern im Jahr und weit über 300 Studenten zu einem der Aushängeschilder der Hochschule Aalen entwickelt.

Abwechslungsreiches Programm

In ihren Grußworten lobten Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Thilo Rentschler die herausragende Bedeutung innovativer Hochschulkonzepte wie die Gründung des Studiengangs Gesundheitsmanagements für Kreis und Stadt. Pavel betonte die besondere Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für den Landkreis. Oberbürgermeister Rentschler forderte, Perspektiven für die Hochschule Aalen weit über 2020 hinaus zu entwickeln.

In einem launigen Rückblick berichtete Alt-Rektor Professor Hering über die anfänglichen Widrigkeiten bei der Gründung des Studienangebots. Ohne die Unterstützung der damaligen Gmünder Ersatzkasse (jetzt Bestandteil der BARMER) und viel Rückhalt in der örtlichen Politik und Wirtschaft hätte man nie die Einrichtungsgenehmigung des Ministeriums erhalten. Standhaftigkeit zahle sich aus – und das notwendige Glück habe man auch gehabt.

Als Vertreter des Förderers und der Gesundheitsbranche berichtete Alexander Stütz, Bereichsvorstand der BARMER, über die erfreulich positive Zusammenarbeit seines Hauses mit dem Studiengang. Fast alle Erwartungen, die man bei Gründung gehegt habe, seien erfüllt worden. Die Entwicklung des Studienbereichs habe alle positiv überrascht und mache die Förderer der ersten Stunde stolz.

Aufgelockert wurde das Programm durch Beiträge der Studierenden. Absolventin Allesa Dreixler stellte ein von ihr mitentwickeltes Gerät zur Schlaganfall-Rehabilitation vor. Studentin Carolin Wieczorek berichtete über das vom Bundesgesundheitsminister prämierte Engagement der Studierenden für mehr Organspender. Mit einem eindrucksvollen Vortrag zu den Perspektiven der Gesundheitswirtschaft beendete Dr. Razmund Heinen, Vorstandsmitglied der PAUL HARTMANN AG, das Programm.

Zukunftspläne

Beim anschließenden Sektempfang wurde dann auf die Gesundheit – im wahrsten Sinn des Wortes, aber auch als Studienfach – angestoßen. Gesprächsthema an den Stehtischen waren vor allem die Zukunftsprojekte. Mit den ersten Planungen für einen neuen Studiengang „Digital Healthcare Management“ wollen die Gesundheitsmanager die Digitalisierung im Gesundheitswesen in den Fokus nehmen und erneut Impulsge-ber sein.

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