Für den Bericht „Guter Wille reicht nicht, um KI zu skalieren“ wurden 500 Führungskräfte von Unternehmen in ausgewählten Fertigungsbereichen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den USA und dem Vereinigten Königreich befragt. Die Studie zeigt, dass Fertigungsunternehmen weiterhin in KI investieren, die Ambitionen der Führungsebene aber nicht mit der operativen Realität übereinstimmen.
Zu den zentralen Erkenntnissen zählen:
- Der KI-Boom ist vorbei, die KI-Ära hat begonnen: Im ersten Quartal 2026 hatten erst 36 Prozent der befragten Fertigungsunternehmen eine breite oder fortgeschrittene KI-Einführung erreicht. Doch nur sechs Monate später stieg dieser Anteil auf 60 Prozent – wobei KI in mehrere Betriebsabläufe integriert oder vollständig in die Arbeitsweise eingebettet ist. Nur acht Prozent befinden sich weiterhin in der anfänglichen KI-Exploration. Die erste Welle der KI-Einführung hat sich gelegt. Aus der Experimentierphase wurde tägliche Nutzung.
- Die Wirkung von KI wird weithin angenommen, aber selten quantifiziert: 50 Prozent der befragten Hersteller weltweit erfassen KI-Ergebnisse nur uneinheitlich oder informell. Gleichzeitig geben 72 Prozent an, dass sie Geschäftsergebnisse auf KI zurückführen können, während fast ein Viertel nur bedingt von ihrer Wirkung überzeugt ist. Daraus ergibt sich eine erhebliche Lücke zwischen der Wahrnehmung und dem nachgewiesenen Erfolg von KI.
- Die KI-Strategie der Führungsebene ist der operativen Realität weit voraus: Führungskräfte auf C-Level berichten mehr als doppelt so häufig wie Senior Manager von einer fortgeschrittenen KI-Einführung. Das deutet darauf hin, dass die Strategie an der Unternehmensspitze schneller voranschreitet als das, was Teams realistisch umsetzen und dauerhaft betreiben können.
- Zölle schwanken, aber die damit verbundenen KI-Investitionen nicht: Zum Zeitpunkt der Befragung im Juli 2026 waren die Zoll- und Compliance-Kosten innerhalb der letzten zwölf Monate von 50 Prozent auf 39 Prozent gesunken. Der Anteil der Befragten, die angeben, keine messbaren finanziellen Auswirkungen zu spüren, hat sich gleichzeitig von 3 Prozent auf 13 Prozent vervierfacht. Das deutet auf zumindest eine gewisse geopolitische Entspannung hin. Mit Blick auf die Zukunft beschleunigen weltweit 44 Prozent der Fertigungsunternehmen weiterhin die KI-Einführung, um gezielt zoll- und kostenbedingten Druck auszugleichen.
„Die KI-Einführung im Fertigungssektor ist nahezu flächendeckend. Jetzt benötigen Unternehmen messbare Ziele, um zu belegen, dass ihre Investitionen Ergebnisse liefern“, sagt Mike Sabin, CEO von Revalize. „Zu viele Führungskräfte schreiben Erfolge übermäßig der KI zu, ohne dass Daten dies belegen. Diese Lücke zwischen Annahme und operativer Realität wird sich nicht von allein schließen. Ohne echte Prozesse und eine Abstimmung vom C-Level hinunter bis zur Werkhalle können Fertigungsunternehmen KI nicht erfolgreich skalieren. Langfristig werden diejenigen Unternehmen erfolgreich sein, die diszipliniert in KI investieren und ihren Nutzen anhand konkreter, umsetzbarer Ziele nachweisen, die an reale Herausforderungen geknüpft sind.“
Der vollständige Bericht ist hier abrufbar.
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Hinweis für die Redaktion
Im Auftrag von Revalize wurden 500 Entscheidungsträger für PLM-, CPQ- sowie Engineering-Modellierungs- und -Simulationssoftware in Unternehmen ausgewählter Fertigungsindustrien mit 100 oder mehr Mitarbeitern in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), dem Vereinigten Königreich und den USA befragt. Die Stichprobe umfasste 225 Befragte in der DACH-Region, 50 im Vereinigten Königreich und 225 in den USA. Die Befragung wurde vom 7. bis 17. Juli 2026 durchgeführt. Die Teilnehmer wurden von OpinionRoute rekrutiert, einem globalen Anbieter von Marktforschungspanels.
Alle Befragten beantworteten zunächst einen einheitlichen Satz an Einstiegsfragen und erhielten anschließend je nach Branche und Produktfokus segmentspezifische Fragen. Die für PLM, CPQ und Engineering-Simulation genannten Zahlen beruhen daher auf unterschiedlichen Fragenkatalogen und sind nicht direkt miteinander vergleichbar.
Über PRO.FILE
PRO.FILE ist eine Plattform für das Product Lifecycle Management (PLM) für mittelständische Fertigungsunternehmen, die Produktdaten vom Entwurf bis zur Auslieferung zusammenführt. Mehr als 1.300 Unternehmen weltweit setzen auf PRO.FILE, um Systemfragmentierung zu beseitigen, Rückverfolgbarkeit sicherzustellen und Produktentwicklungszyklen zu beschleunigen. Die Plattform baut auf mehr als 40 Jahren Branchenerfahrung der PROCAD GmbH & Co. KG, einem Unternehmen von Revalize, auf und wird in verschiedenen Bereichen der diskreten Fertigung eingesetzt. Mehr erfahren Sie unter pro-file.com/de.
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