Auf dem deutschen Markt wurden im Jahr 2025 rund 686.000 Tonnen Bautenfarben und Putze im Wert von 1,668 Milliarden Euro verkauft. Die Aufteilung fällt ungleich aus: 494.000 Tonnen gingen an Handwerksbetriebe, 191.000 Tonnen an Privatkäufer. Diese Zahlen stehen im Bericht „Das Jahr in Zahlen 2025“, den der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie am 17. August 2026 veröffentlicht hat. Wer vor einer Renovierung wissen will, woran sich die Haltbarkeit eines Anstrichs entscheidet, findet dazu eine Gegenüberstellung von Anstrichqualitäten für langlebige Wände.

Zwei Zahlen trennen den Profimarkt vom Heimwerkerregal

Die Absatzkurven der beiden Vertriebswege laufen seit dem Jahr 2025 sichtbar auseinander. Laut dem Verband ging die für Handwerksbetriebe bestimmte Menge um 4,3 Prozent zurück, die für Privatkäufer bestimmte um 2,1 Prozent. Über beide Wege zusammengenommen sank der Absatz von Bautenfarben und Putzen um 3,5 Prozent.

Dem Verband zufolge sind der weiterhin schwache Wohnungsbau und niedrige Bauinvestitionen die Ursachen. Ein schwacher Neubau trifft das Malerhandwerk mit Verzögerung, weil Anstricharbeiten am Ende der Bauabfolge stehen. Der Rohbau eines Jahres bestimmt die Auftragslage der Maler im folgenden.

Was die Mengen über den Zustand der Baustellen sagen

Der Verband ordnet die Anstrichmittel in mehrere Produktgruppen, die unterschiedliche Arbeiten abbilden. Vier Angaben aus dem Bericht umreißen den deutschen Markt des Jahres 2025:

  • Gesamtmenge Bautenfarben und Putze: 686.000 Tonnen
  • Wert dieser Menge: 1,668 Milliarden Euro
  • Anteil für Handwerksbetriebe: 494.000 Tonnen
  • Anteil für Privatkäufer: 191.000 Tonnen

Der Wert je Tonne liegt damit im Mittel bei rund 2.430 Euro, wobei Fassadenprodukte, Innendispersionen und Putze in dieser Zahl zusammenfallen. Für die Auswahl im Einzelfall zählt weniger der Durchschnitt als die Frage, welches Material zu Untergrund und Beanspruchung passt. Eine Sortierung nach Einsatzzweck bietet eine Zusammenstellung der gängigen Werkstoffe für Malerarbeiten.

Wie sich der September auf die Terminlage im Malerhandwerk auswirkt

Außenanstriche folgen dem Thermometer, nicht dem Kalender. Übliche Dispersionsfarben für Fassaden verlangen Verarbeitungstemperaturen oberhalb von etwa 5 Grad Celsius, und zwar auch nachts, weil der Film sonst nicht durchtrocknet. Im September 2026 schließt sich dieses Fenster in weiten Teilen Deutschlands binnen weniger Wochen.

Innenarbeiten verschieben sich damit in die kalte Jahreszeit, Fassadenarbeiten ins Frühjahr. Für Auftraggeber heißt das: Ein Angebot, das im Herbst eingeholt wird, betrifft häufig eine Leistung des kommenden Jahres. Wer beide Arbeiten in einem Zug vergeben will, sollte den Innenteil vorziehen und den Außenteil terminlich getrennt beauftragen.

Welche Folgen die Prognose für das Jahr 2026 hat

Nach Angaben des Verbands sinken die verkauften Mengen im laufenden Jahr um weitere 3 Prozent; mit einer Erholung der Nachfrage nach Bautenanstrichmitteln wird erst ab 2027 gerechnet. Für den Gesamtmarkt aus Lacken, Farben und Druckfarben meldet der Verband für 2025 einen Mengenrückgang von 2,8 Prozent auf 1,4 Millionen Tonnen bei einem Umsatz von 5,8 Milliarden Euro.

„Ein rückläufiger Markt entspannt die Terminlage, aber er verengt die Auswahl. Betriebe, die weniger Aufträge annehmen müssen, geben Termine früher ab – wer erst im Frühjahr anfragt, konkurriert dann mit allen anderen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Für Hauseigentümer ergibt sich daraus ein einfacher nächster Schritt. Angebote für Innenarbeiten lassen sich jetzt einholen, während der Fassadenteil sinnvollerweise mit einem Termin im April oder Mai 2027 angefragt wird. Ob die Prognose des Verbands eintrifft, zeigt sich an der nächsten Jahresstatistik im Februar 2027.

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