Eine Schallschutzkabine muss mehr leisten, als den Seitenkanalverdichter räumlich zu umschließen. Abmessungen, Befestigungspunkte, Luftführung, Wärmeentwicklung und Wartungszugang müssen zur Maschine passen. Für FPZ-Seitenkanalverdichter gelten deshalb definierte Zuordnungen zwischen Maschinenmodell und Schallschutzkabine.

SKVTechnik informiert:

Seitenkanalverdichter erzeugen während des Betriebs Strömungs-, Motor- und Maschinengeräusche. Eine Schallschutzkabine kann die Ausbreitung des von der Maschine abgestrahlten Luftschalls reduzieren. Voraussetzung ist jedoch, dass die Kabine nicht nur groß genug erscheint, sondern konstruktiv für den vorgesehenen Seitenkanalverdichter geeignet ist.

Bei einer modellbezogenen Schallschutzkabine werden die Abmessungen der Maschine, die Befestigung, die Lage der Anschlüsse, die Wärmeentwicklung und die erforderliche Kühlluftführung gemeinsam berücksichtigt. Deshalb kann eine Kabine nicht allein anhand ihrer Außen- oder Innenmaße ausgewählt werden.

Für FPZ-Seitenkanalverdichter gelten feste Modellzuordnungen

Für FPZ-Seitenkanalverdichter sind bestimmte Kombinationen aus Maschine und Schallschutzkabine vorgesehen. Maßgeblich ist die jeweils aktuelle Zuordnungstabelle des Herstellers.

In dieser Zuordnung werden unter anderem die Maschinenbaureihe, die Baugröße und die Ausführung des Seitenkanalverdichters berücksichtigt. Ein einflutiges Modell kann andere Abmessungen und Anschlusspositionen besitzen als eine zweiflutige Maschine derselben Baureihe. Auch Motorgröße, Einbaulage und Anschlussführung können sich unterscheiden.

Für FPZ-Modelle gelten daher ausschließlich die in der aktuellen Zuordnungstabelle aufgeführten Kombinationen als herstellerseitig vorgesehen. Eine nur räumlich passende Kabine ist nicht automatisch technisch geeignet.

Die modellbezogene Auswahl unterstützt dabei, dass:

– der Seitenkanalverdichter innerhalb der Kabine ausreichend Platz besitzt,
– die vorgesehenen Befestigungspunkte genutzt werden können,
– Ansaug- und Druckleitungen korrekt geführt werden,
– elektrische Anschlüsse zugänglich bleiben,
– die erforderlichen Luftwege frei bleiben,
– Wartungsbereiche erreicht werden können und
– die entstehende Wärme kontrolliert abgeführt wird.

Wärmeabfuhr gehört zur technischen Auslegung

Motor und Verdichterstufe geben während des Betriebs Wärme an die Umgebung ab. Innerhalb einer geschlossenen oder stark gedämmten Kabine kann sich diese Wärme anstauen.

Die für FPZ-Seitenkanalverdichter vorgesehenen Schallschutzkabinen verfügen deshalb über definierte Belüftungsöffnungen und elektrische Axialventilatoren. Diese führen Kühlluft durch die Kabine und transportieren erwärmte Luft nach außen.

Der Seitenkanalverdichter darf innerhalb der Kabine nur betrieben werden, wenn der vorgesehene Axialventilator eingeschaltet und funktionsfähig ist. Zu- und Abluftöffnungen müssen frei bleiben. Sie dürfen weder durch Wände, gelagerte Gegenstände noch durch nachträglich montierte Bauteile verdeckt werden.

Die Wärmeabfuhr hängt nicht allein von der Motorleistung ab. Auch der tatsächliche Betriebspunkt, die Einschaltdauer, die Umgebungstemperatur, die Aufstellung und die Strömungsverhältnisse im Inneren der Kabine wirken sich aus.

Eine größere Kabine ist deshalb nicht automatisch thermisch besser geeignet. Werden Maschinenposition, Luftwege oder Anschlüsse verändert, kann sich die vorgesehene Kühlströmung verschlechtern.

Anschlusspositionen beeinflussen die Auswahl

Ansaug- und Druckanschluss des Seitenkanalverdichters müssen durch die dafür vorgesehenen Kabinenöffnungen geführt werden. Die Position und Größe dieser Öffnungen sind auf bestimmte Maschinenkonfigurationen abgestimmt.

Starre oder ungünstig geführte Rohrleitungen können mechanische Spannungen und Schwingungen auf die Kabine übertragen. Flexible Anschlussstücke können dabei helfen, die Übertragung von Körperschall und Schwingungen auf Rohrleitungen oder das Bauwerk zu begrenzen.

Die Leitungsführung darf gleichzeitig die Belüftungswege, den Axialventilator und den Wartungszugang nicht behindern. Auch elektrische Kabel, Motorschutz und gegebenenfalls vorhandene Sensorleitungen müssen fachgerecht geführt werden.

Nachträgliche Öffnungen oder Umbauten an der Kabine können die Schallminderung, Stabilität und Wärmeführung beeinflussen. Sie sollten deshalb nicht ohne technische Prüfung vorgenommen werden.

Geräuschminderung hängt von der Einbausituation ab

Für dokumentierte FPZ-Schallschutzkabinen wird eine Geräuschreduzierung von bis zu 10 dB(A) angegeben. Der tatsächlich erreichbare Wert hängt vom eingesetzten Seitenkanalverdichter, dessen Betriebspunkt und der gesamten Einbausituation ab.

Neben dem direkt durch die Kabine übertragenen Luftschall können weitere Schallpfade bestehen:

– ungedämmte Ansaug- und Druckleitungen,
– starre Rohrleitungsverbindungen,
– Schwingungsübertragung auf das Fundament,
– schallharte Wände oder Decken,
– offene Leitungsdurchführungen,
– ungünstige Aufstellung in Raumecken sowie
– weitere Maschinen im gleichen Bereich.

Die Angabe „bis zu 10 dB(A)“ ist daher kein pauschal garantierter Wert für jede Anlage. Zur Bewertung einer konkreten Aufstellung müssen die Maschine, die Leitungsanschlüsse und die räumlichen Bedingungen gemeinsam betrachtet werden.

Wartungszugang muss erhalten bleiben

Eine Schallschutzkabine darf die Kontrolle und Wartung des Seitenkanalverdichters nicht unnötig erschweren. Je nach Kabinenbaureihe ermöglichen aufklappbare Dächer oder demontierbare Paneele den Zugang zur Maschine.

Für Wartungsarbeiten muss rund um die Kabine ausreichend Freiraum vorhanden sein. Filter, elektrische Anschlüsse, Axialventilator und Leitungsverbindungen sollten erreichbar bleiben.

Nach Wartungsarbeiten sind sämtliche Paneele, Abdeckungen und Verbindungselemente wieder korrekt anzubringen. Nicht vollständig geschlossene oder falsch montierte Kabinenteile können die Schallminderung und Luftführung beeinträchtigen.

Aufstellbedingungen der Kabinenbaureihe beachten

Nicht jede Schallschutzkabine ist ohne zusätzliche Maßnahmen für eine ungeschützte Außenaufstellung geeignet. Die zulässigen Aufstellbedingungen unterscheiden sich je nach Baureihe.

Nach den aktuellen FPZ-Unterlagen sind die Ausführungen SC5M, SC6M und SC8M für Außeninstallationen geeignet. Für SC9M und SC10M wird ein gut belüfteter und überdachter Aufstellort verlangt. IH-Schallschutzkabinen benötigen bei einer Außenaufstellung zusätzliche geeignete Schutzmaßnahmen.

Unabhängig von der Baureihe müssen die vorgeschriebenen Belüftungswege frei bleiben. Ein zusätzlicher Wetterschutz darf die Wärmeabfuhr nicht einschränken.

Die beschriebenen Standard-Schallschutzkabinen sind für den Betrieb in nicht explosionsgefährdeter Atmosphäre vorgesehen. Für explosionsgefährdete Bereiche sind eine gesonderte technische Prüfung und eine ausdrücklich geeignete Ausführung erforderlich.

Fremdfabrikate nur unverbindlich räumlich vorauswählen

Auch für Seitenkanalverdichter anderer Hersteller kann SKVTechnik anhand der vom Kunden bereitgestellten Abmessungen und technischen Daten eine unverbindliche räumliche Vorauswahl durchführen.

Eine solche Vorauswahl ist keine technische Freigabe und keine ausdrückliche Kompatibilitätsbestätigung. Neben den Maschinenmaßen müssen unter anderem Wärmeentwicklung, Belüftung, elektrische Anschlusswerte sowie Lage und Ausführung der Ansaug- und Druckanschlüsse bewertet werden.

Die Verantwortung für endgültige Auswahl, Bestellung, Einbau, Anschlussführung, thermische Eignung und sicheren Betrieb liegt beim Kunden beziehungsweise beim ausführenden Anlagenbauer.

Werden an einer Kabine Änderungen vorgenommen, können Herstellervorgaben, Schallwirkung und Garantiebedingungen betroffen sein. Umbauten sind deshalb gesondert zu prüfen.

Diese Angaben unterstützen die Vorauswahl

Für eine modellbezogene Vorauswahl benötigt SKVTechnik möglichst genaue technische Informationen:

– Hersteller und vollständige Typenbezeichnung,
– Länge, Breite und Höhe des Seitenkanalverdichters,
– Bauform und Einbaulage,
– Lage und Größe von Ansaug- und Druckanschluss,
– Motorleistung, Spannung und Stromaufnahme,
– Angaben zur Wärmeabgabe, sofern verfügbar,
– Aufstellort im Innen- oder Außenbereich,
– erwartete Umgebungstemperatur,
– überdachte oder ungeschützte Außenaufstellung,
– verfügbarer Freiraum um die Kabine,
– möglicher explosionsgefährdeter Bereich sowie
– Fotos oder Maßzeichnungen der Maschine.

SKVTechnik gleicht FPZ-Seitenkanalverdichter mit den aktuell vorgesehenen Kabinenkombinationen ab. Bei Fremdfabrikaten kann auf Grundlage der Kundendaten ausschließlich eine unverbindliche räumliche Vorauswahl erfolgen.

Technische Angaben, Zuordnungen und Maßinformationen richten sich nach den jeweils aktuellen Herstellerunterlagen. Technische Änderungen durch den Hersteller bleiben vorbehalten; Maßangaben sind unverbindlich.

Weitere Informationen:

https://www.skvtechnik.de/schallschutzkabinen/

Produktauswahl:

https://www.skvtechnik.de/schallschutzkabinen-produktauswahl/

 

Über SKVTechnik

Seit 2012 ist SKVTechnik Ihr verlässlicher Partner für Seitenkanalverdichter, Schallschutzhauben, Umschaltventile und das notwendige Zubehör für einen reibungslosen Betrieb. Unser Sortiment umfasst Seitenkanalverdichter in allen gängigen Ausführungen – sowohl für den normalen als auch für den ATEX-Einsatz. Ganz gleich, ob Sie Lösungen für den Blasdruck- oder Saudruck-Bereich benötigen, wir bieten passende Geräte, die allen Anforderungen an Volumenströme gerecht werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung und engen Zusammenarbeit mit Hersteller-Ingenieuren garantieren wir individuelle Lösungen und höchste Zufriedenheit bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Vertrauen Sie auf SKVTechnik – Ihr Experte für Seitenkanalverdichter.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.skvtechnik.de.

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