Was Prozessautomation im Engineering konkret leistet
Als wichtiger Baustein von Engineering Automation verbindet die Prozessautomation CAD-, PDM- und ERP-Systeme zu durchgängigen Workflows und eliminiert bestehende Medienbrüche. Mit Lino Automate lassen sich z. B. wiederkehrende Aufgaben – das Öffnen, Bearbeiten und Ablegen technischer Daten – über sogenannte Aktionslisten regelbasiert und ohne Programmierkenntnisse abbilden. Ein Trigger, etwa ein Knopfdruck oder ein Ereignis im PDM-System, stößt die komplette Kette an: vom Verarbeiten der CAD-Daten bis zum Anstoßen von Folgeprozessen im Backend. Lino-Kunden berichten von 25 bis 50 Prozent kürzeren Durchlaufzeiten und über 30 Prozent weniger Fehlern in der Auftragsabwicklung.
Ein konkretes Beispiel liefert die Konfigurationsautomatisierung mit Tacton Design Automation. Grundlage ist ein Mastermodell im CAD-System, in dem alle relevanten Maße, Bauteile und Features hinterlegt sind. Ein Konfigurationsmodell verknüpft diese Attribute mit einer Bedienoberfläche, über die Nutzer per Eingabefeld, Dropdown oder Schieberegler eine Variante zusammenstellen. In einer Live-Demo an einer Handspindelpresse zeigte sich das Prinzip: Die Wahl einer höheren Presskraft führt automatisch zur Anpassung der erforderlichen Abmessungen der Presse, schränkt die Auswahl des Spindeldurchmessers ein und schlägt bei Konflikten unmittelbar eine gültige Kombination vor. Zusatzteile wie zusätzliche Führungen werden automatisch eingefügt. Gleichzeitig werden Bauteile – beispielsweise die Standardgrundplatte – bei Bedarf automatisch durch eine vergrößerte Grundplatte mit Spannnuten ersetzt, ohne dass der Anwender einzelne Komponenten auswählen muss. Weil jede Variante vom selben fehlerfreien Mastermodell abgeleitet wird, bleibt die technische Validität über alle Ausführungen hinweg erhalten.
Auch die Fertigungszeichnung entsteht nicht mehr manuell neu: Tacton Design Automation aktualisiert Maße, Ansichten und Stücklistenpositionen automatisch, sobald sich das Konfigurationsmodell ändert – Ansichten überschneiden sich nicht, Maßstäbe passen sich an die Bauteilgröße an. Für Solidworks-Anwender ergänzt zusätzlich Lino 2D fix die Zeichnungsautomatisierung um ein eigenes Modul. Ein Zulieferer aus dem Türenbau beziffert die Zeitersparnis durch den Einsatz von Design Automation auf rund 90 Prozent gegenüber der manuellen Konstruktion vergleichbarer Varianten.
Die technische Anbindung erfolgt über Schnittstellen zu ERP- und PLM-Systemen, sodass die erzeugte Variante direkt in nachgelagerte Prozesse übergeben wird. Für die Anwender bedeutet das: Sie bleiben in ihrer gewohnten CAD-Umgebung, während im Hintergrund Regeln und Konfigurationslogik die eigentliche Automatisierung übernehmen. Die Lino GmbH bringt aus knapp 20 Jahren Beratungs- und Softwareentwicklungspraxis im Maschinenbau die Erfahrung mit, um solche Abläufe für unterschiedliche CAD-Systeme wie Autodesk Inventor oder Solidworks umzusetzen.
Der Zeitunterschied zeigt sich am deutlichsten bei der Dokumentanlage selbst. Bei der manuellen Variante muss ein Konstrukteur oder Sachbearbeiter jeden Schritt einzeln begleiten: Dateien öffnen, Bauteilnummern und Klassifizierungen von Hand ins PDM-System eintragen, Metadaten prüfen, Dokument anlegen, wieder einchecken – und das für jede einzelne Variante neu. Diese Zeit lässt sich nicht sinnvoll parallelisieren, weil jemand währenddessen faktisch danebensitzen und den Vorgang überwachen muss. Mit Lino Automate PDM entfällt genau dieser gebundene Faktor Mensch: Der komplette Ablauf läuft als hinterlegte Aktion im Hintergrund, während der Konstrukteur sich bereits dem nächsten Auftrag widmen kann. Aus Minuten pro Dokument wird so effektiv keine Wartezeit mehr – nicht weil der einzelne Schritt schneller ausgeführt wird, sondern weil er keine gebundene Arbeitszeit mehr bindet.
Webinar nicht verpassen
Wer sehen möchte, wie sich Konstruktionsprozesse mit Tacton Design Automation und Lino Automate PDM in Autodesk Inventor automatisieren lassen, findet praxisnahe Einblicke im Webinar „Tacton Design Automation mit Autodesk® Inventor® und Lino® Automate PDM“ am 30. Juli 2026. Im Mittelpunkt stehen die Automatisierung wiederkehrender CAD- und PDM-Aufgaben sowie die Vermeidung von Änderungsaufträgen durch valide Konstruktionsergebnisse. Bitte beachten Sie: Das Webinar wird auf Englisch gehalten, eine anschließende deutsche Übersetzung gibt es nicht.
Die Lino Gruppe ist Anbieter technologieführender Software-Lösungen und von Beratungsleistungen für Design Automation, CAD-Daten-Generierung, CPQ, Systemintegration, 3D-Web-Visualisierung und 3D-Aufstellplanung. Unternehmen verschiedener Industriebranchen realisieren mit Lino Hub, Tacton CPQ, Cosling Configurator oder Tacton Design Automation durchgängige, effiziente Vertriebs- und Produktentstehungsprozesse mit großem Einsparpotenzial.
Lino 3D Konfigurationslösungen setzen neue Maßstäbe in der Produktkonfiguration; sie revolutionieren das Entwerfen, Konfigurieren und Verkaufen komplexer Industrieprodukte. Applikationen aus CAD, PDM, PLM, ERP, CRM, Web, eCommerce oder mobilen Endgeräten lassen sich unkompliziert integrieren.
Konfigurationsspezialist und Softwareentwickler Lino GmbH ist autorisierter Tacton Business Partner, Cosling Partner, SolidWorks Solution Partner, Microsoft Solution Partner und Mitglied im Autodesk Developer Network (ADN). Lino ist an sieben Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten.
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