Automobilzulieferer arbeiten mit Beständen, die sich grundlegend von klassischer Handelsware unterscheiden. Rohstoffe in Silos und Tanks, halbfertige Baugruppen in der laufenden Fertigung, Ersatzteile in Hochregallagern und Kleinteile in Schüttgutbehältern: Die Vielfalt der Materialarten macht die Inventur zu einer der anspruchsvollsten Aufgaben im gesamten Jahresablauf.

Externe Inventurdienstleister können in diesem Umfeld an Grenzen stoßen, wenn sie die internen Materialstrukturen, Fertigungsstufen und Bewertungslogiken nicht ausreichend kennen. Häufig ist zusätzliche Einarbeitung erforderlich, etwa dazu, wie halbfertige Erzeugnisse zu erfassen sind, welche Rohstoffe in welcher Einheit geführt werden und wo sich WIP-Bestände in der Produktionskette befinden. Die Folge können längere Abstimmungen, potenzielle Erfassungsfehler und Inventurdifferenzen sein, die in der Nachbereitung geklärt werden müssen.

Wo Automobilzulieferer bei der Inventur besondere Herausforderungen sehen

Die Bestandsstruktur in der Automobilzulieferindustrie unterscheidet sich in mehreren Punkten von anderen Branchen:

  • Rohstoffe und Schüttgüter: Granulate, Metallpulver oder Flüssigkeiten lassen sich nicht einfach per Stück zählen. Die korrekte Erfassung erfordert geeignete Wiege- oder Messverfahren und eine differenzierte Mengeneingabe.
  • Work in Progress: Halbfertige Baugruppen befinden sich in unterschiedlichen Fertigungsstufen. Ihre Erfassung erfordert Wissen darüber, welche Materialien bereits verbaut sind und welcher Bearbeitungsstand vorliegt.
  • Ersatzteillager: Tausende unterschiedliche Teile auf engem Raum, häufig ohne einheitliche Verpackung. Die Identifikation erfordert präzise Barcodezuordnung und Kenntnis der internen Artikelstruktur.
  • Werkzeuge und Betriebsmittel: Sondermaschinen, Werkzeugformen und Vorrichtungen können als Anlagegüter separat erfasst werden und folgen je nach Unternehmen einer eigenen Bewertungslogik.

Für das eigene Produktionspersonal sind diese Unterscheidungen Arbeitsalltag. Für externe Zählteams sind sie erklärungsbedürftig, und jede Erklärung kostet Zeit, die am Inventurtag oft nur begrenzt zur Verfügung steht.

Warum eigenes Personal den Unterschied macht

Mitarbeitende in der Produktion und im Lager eines Automobilzulieferers kennen die Materialstruktur aus dem Tagesgeschäft. Sie wissen, welche Teile in welchen Behältern lagern, wie Anbruchgebinde korrekt gezählt werden und welche Bereiche aktuell für die Fertigung gesperrt sind.

Der COSYS Inventurservice ist eine Lösung aus MDE-Leihgeräten, Inventursoftware und Support, mit der Unternehmen ihre Stichtagsinventur mit eigenem Personal durchführen können. Für Automobilzulieferer bedeutet das: Die Mitarbeitenden erhalten professionelle Erfassungsgeräte und eine Software, mit der unterschiedliche Materialarten, Mengeneinheiten und Lagerbereiche strukturiert erfasst und für die weitere Auswertung bereitgestellt werden können.

Die Leihgeräte können über das COSYS MDM zentral bereitgestellt und verwaltet werden. Auch umfangreiche Artikelstämme lassen sich, abhängig von Systemarchitektur, Datenqualität und Schnittstellen, in der Inventurlösung berücksichtigen. Der Inventurtermin kann an Produktionspausen oder Schichtwechsel angepasst werden, sodass der laufende Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Präzision, die sich in der Nachbereitung auszahlt

In der Automobilzulieferindustrie sind Inventurdifferenzen nicht nur ein buchhalterisches Problem. Fehlbestände bei Ersatzteilen können Produktionsstillstände begünstigen, falsche Rohstoffbestände können zu Fehlbestellungen oder Überbeständen mit direkter Auswirkung auf die Kapitalbindung führen.

Über das Dashboard im COSYS WebDesk kann die Leitung den Zählfortschritt der Lagerbereiche, abhängig von Verbindung, Synchronisation und eingesetzter Systemvariante, zeitnah verfolgen. Mengen- und, bei vorhandenen Wertdaten, auch Werteausreißer können sichtbar gemacht werden. Gezielte Nachzählungen lassen sich dadurch besser organisieren, ohne ganze Produktionsbereiche pauschal erneut sperren zu müssen.

Die Inventurhistorie kann Ergebnisse jahresübergreifend dokumentieren. Daraus lässt sich erkennen, welche Lagerbereiche regelmäßig Differenzen verursachen, ob bestimmte Materialgruppen besondere Aufmerksamkeit erfordern und wo die Vorbereitung für das Folgejahr gezielt verbessert werden kann. So entsteht eine nachvollziehbare Datengrundlage für Controlling, interne Auswertungen und die prüferische Nachvollziehbarkeit.

Materialkenntnis entscheidet über das Inventurergebnis

Externe Teams bringen das interne Materialwissen eines Automobilzulieferers in der Regel nicht automatisch mit. Der COSYS Inventurservice stellt diesem vorhandenen Wissen die passende technische Infrastruktur zur Seite und unterstützt Unternehmen dabei, die Inventur transparenter, strukturierter und mit möglichst geringer Beeinträchtigung des Produktionsbetriebs durchzuführen.

Sie planen die Inventur in Ihrem Zulieferbetrieb? Fordern Sie eine unverbindliche Beratung zum COSYS Inventurservice an, inklusive Leihgeräten, Software und Support. Alternativ können Sie die kostenlose COSYS Inventur-Demo-App für Android und iOS testen und erste mobile Inventurprozesse direkt ausprobieren.

Über die Cosys Ident GmbH

Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.

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