Wenn am 20. Juni Deutschland und die Elfenbeinküste bei der Fußball-Weltmeisterschaft aufeinandertreffen, schlägt Zakaria Badini’s Herz für seine Heimat. Gleichzeitig hat der 19-Jährige in Deutschland längst eine zweite Heimat gefunden: Seit 2023 lebt der gebürtige Ivorer in Südbaden und absolviert bei Fliesen Pfefferle in Bad Krozingen sein erstes Ausbildungsjahr zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Abseits des sportlichen Kräftemessens im Rahmen des WM-Vorrundenspiels zeigt sich hier vor unserer Haustür, wie Handwerk Menschen über Kontinente hinweg verbindet und unabhängig von Sprachen oder Kulturen eine Zusammenarbeit ermöglicht.

„Ich bin nach Deutschland gekommen, um eine handwerkliche Ausbildung zu machen und mir eine bessere Zukunft aufzubauen“, erzählt Zakaria Badini. Über ein Praktikum fand er den Weg zu seinem Ausbildungsbetrieb und überzeugte dort so sehr, dass er anschließend einen Ausbildungsplatz erhielt. „Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und das Team ist super. Ich arbeite gerne praktisch und am Ende sieht man immer, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat.“

Der Start in Deutschland sei nicht immer einfach gewesen. „Am Anfang war es schwer, aber je besser ich Deutsch gelernt habe, desto leichter wurde es. Schritt für Schritt habe ich mich an das Leben hier gewöhnt“, sagt der angehende Fliesenleger. In seiner Freizeit fährt er gerne Fahrrad, spielt Fußball und hält über WhatsApp und Telefon Kontakt zu seiner Familie in der Elfenbeinküste.

„Alles ist möglich“

Mit Blick auf das WM-Duell zwischen Deutschland und seinem Heimatland zeigt sich Badini optimistisch. „Deutschland ist stark, aber im Fußball ist alles möglich. Ich tippe auf ein 2:1 für die Elfenbeinküste“, sagt er mit einem Lächeln. Als größten Spieler seines Landes nennt er Stürmer Amad Diallo von Manchester United, in Deutschland hat ihn besonders Thomas Müller beeindruckt. „Auch wenn der nicht mehr dabei ist“, lacht er.

Für Handwerkskammerpräsident Christof Burger steht Badinis Geschichte beispielhaft für die Chancen, die das Handwerk bietet: „Menschen wie Zakaria Badini bereichern unsere Betriebe und unsere Gesellschaft. Sie bringen Motivation, neue Perspektiven und den Willen mit, Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen. Das Handwerk lebt von dieser Offenheit und Vielfalt – unabhängig von Herkunft oder Nationalität.“

Integration und Zusammenhalt können praktisch gelingen

Burger sieht in der bevorstehenden Weltmeisterschaft deshalb auch eine Gelegenheit, über den Sport hinaus Brücken zu schlagen: „Wenn Menschen aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam arbeiten, lernen und ihre Fähigkeiten einbringen, entsteht gegenseitiges Verständnis. Das Handwerk zeigt jeden Tag, dass Integration und Zusammenhalt ganz praktisch gelingen können.“

Auch wenn Zakaria Badini seine Wurzeln in der Elfenbeinküste nie vergessen wird, blickt er nach vorne. Sein Ziel ist klar: „Ich möchte meine Ausbildung erfolgreich abschließen und mir hier ein neues Leben aufbauen.“

Über Handwerkskammer Freiburg

Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.

Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Be­ra­tungs- und Bil­dungs­zent­ren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und – übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.

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