Als der KI-Hybe begann, dachten viele, jetzt würde sich schnell alles ändern. KI ist der bedeutendste Beschleuniger der Wirtschaftskraft von Organisationen.

Unternehmensführungen drängen daher oft auf Vollgas bei der Einführung und Skalierung der neuen Technologie. Aber in der Praxis zeigt sich, dass eben das deutlich langsamer vorankommt als gedacht. Warum das so ist, welche strukturellen Hürden häufig unterschätzt werden und weshalb ein ganzheitlicher Ansatz für den Erfolg von KI entscheidend ist, erläutert Dr. Jan Schaumburg, Director of Solutions and Delivery DACH bei der Insight Technology Solutions GmbH.

Herr Dr. Schaumburg, der aktuelle KI-Report von Insight zeigt, dass rund 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland bei der KI-Einführung noch in den Phasen des Überlegens, des Experimentierens und der Pilotprojekte feststecken. Wie ordnen Sie dieses Ergebnis ein?

Dr. Jan Schaumburg: Die Zahlen bestätigen das Bild, das wir aus der Praxis kennen. Viele Unternehmen haben sich früh und mit großem Enthusiasmus mit KI beschäftigt, sind aber bislang nicht über die Anfangsphasen hinausgekommen. Nur bei sieben Prozent der befragten Unternehmen ist KI bereits vollständig integriert. Das hängt damit zusammen, dass sich der Weg von der Idee zur produktiven Anwendung als deutlich anspruchsvoller erweist, als zu Beginn vielfach angenommen wurde.

Inwiefern ist er anspruchsvoller?

Dr. Jan Schaumburg: KI ist kein Thema, das sich isoliert oder punktuell angehen lässt. Ihre Einführung wirft eine Vielzahl neuer Fragen auf, die weit über das eigentliche Projekt hinausgehen. Es geht um Themen wie Security und Compliance, um Cloud- und Infrastrukturentscheidungen, um Datenmanagement, Datenklassifizierung und Zugriffsrechte. Hinzu kommen Herausforderungen im Adoption and Change-Management, bei der Hardware, in der Softwareentwicklung sowie die Integration in bestehende, oft historisch gewachsene IT-Landschaften. Viele Unternehmen unterschätzen, auf wie viele unterschiedliche Bereiche der IT die Einführung von KI Einfluss hat und welche Komplexität das nach sich zieht, weil alles miteinander zusammenhängt. Punktuelle Optimierungen greifen hier zu kurz. Genau an diesem Punkt verlangsamt sich die Umsetzung spürbar.

Ist die Frage nach Verantwortlichkeiten ebenfalls ein Hemmnis?

Dr. Jan Schaumburg: Ein entscheidender Punkt. Gerade weil KI die unterschiedlichsten Bereiche des Unternehmens betrifft, fehlt es oft an Klarheit in der Verantwortlichkeit. Wenn nicht eindeutig definiert ist, wer fachlich, technisch und organisatorisch Verantwortung übernimmt, bleibt KI ein Experiment. Erfolgreiche Unternehmen verankern KI klar in ihren Strukturen und verknüpfen sie eng mit den Zielen des Business. Nur so kann KI einen messbaren ROI generieren und tatsächlich als Wachstumsbeschleuniger fungieren.

Komplexität und das Zusammenspiel von unterschiedlichen Verantwortlichkeiten – das klingt nicht nach Höchstgeschwindigkeit. Dabei erwarten doch viele Unternehmensführungen, dass KI schnell eingeführt wird.

Dr. Jan Schaumburg: Schnelligkeit und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus. Entscheidend ist, dass ein Unternehmen eine klare KI-Strategie hat, die sich konsequent an konkreten Business-Zielen ausrichtet. Ansätze wie Insight Rapid AI helfen dabei, in kurzer Zeit funktionierende Use Cases zu identifizieren und anzugehen sowie Prototypen zu entwickeln, deren Nutzen sich realistisch bewerten lässt. So können Unternehmen schnelle Erfolge mit langfristiger Strategie kombinieren. Wichtig ist aber, dass diese Geschwindigkeit auf einer stabilen Basis aus Governance, Security und Datenqualität aufsetzt.

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