Gute Ansätze, aber wenig Tempo – die Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, Elke Döring, mahnt nach der konzertierten Aktion zur Strom- und Gaskrise im Kanzleramt schnelle Hilfen für die Wirtschaft, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, an.

"Es gibt eine Reihe guter Ansätze, aber zu wenig Konkretes seitens der Politik", bewertet Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, die Ergebnisse der konzertierten Aktion mit Arbeitgebervertretern und Gewerkschaften im Bundeskanzleramt. Die Lage vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken verschärfe sich aufgrund der Situation auf dem Energiemarkt von Tag zu Tag. "Sie brauchen jetzt staatliche Hilfen, um nicht pleite zu gehen, ihre Produktion zurückzufahren oder ganz zu verlegen."

"Auch in der Region haben Unternehmen bereits Probleme, neue Verträge mit ihren Stromlieferanten abzuschließen." Versorger könnten Preisschwankungen auf dem Markt nicht mehr absichern, sagt Elke Döring und unterstützt damit die Forderungen von Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), nach Staatsbürgschaften oder Garantien ähnlich der Rettungsschirme während der Finanzkrise. Aber auch das könne nur ein Teil der Hilfsmaßnahmen sein, so die Hauptgeschäftsführerin.

Dass Bundeskanzler Olaf Scholz versprochen habe, "das Preisproblem in den Griff zu bekommen", gelte hoffentlich auch für die Unternehmen, so die Hauptgeschäftsführerin. Wirtschaftsminister Robert Habeck habe bereits Anfang der Woche staatliche Hilfen für von der Pleite bedrohte Mittelstandsunternehmen angekündigt – ohne konkret zu werden. Jenseits aller erforderlichen Nothilfen sei es aber wichtig, den Strompreis "runterzukriegen".

Das meint auch Hans-Jörg Vollert, Vizepräsident der IHK Heilbronn-Franken und Vorstandsvorsitzender der Bezirksgruppe Heilbronn/Region Franken des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall. "Die Belastungen für die Unternehmen sind brutal", so Hans-Jörg Vollert gegenüber der IHK. Mittelfristig müsse der gesamte Energiemarkt neu aufgestellt werden. Jetzt gelte es, schnell und konsequent alles ans Netz zu bringen beziehungsweise am Netz zu halten, was Strom erzeuge. Dazu gehörten Kohlekraftwerke und die verbliebenen Kernkraftwerke.

Die von Bundeskanzler Scholz einberufene Expertenrunde, die im Oktober erste Entlastungsvorschläge machen soll, sieht der Unternehmer aus Weinsberg kritisch. "Diese Expertenkommission hätte es schon viel früher geben können, jetzt liegen die Optionen längst auf dem Tisch."

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