Welche Fortschritte macht die Digitalisierung in den Schulen der Region Hannover? Was zeichnet das pädagogische Angebot der regionseigenen Schulen aus und macht es einzigartig in ganz Niedersachen? Über diese Fragen kamen heute Regionspräsident Steffen Krach und der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne ins Gespräch. Gemeinsam besuchten Krach und Tonne die Hartwig-Claußen-Schule am Altenbekener Damm, eine von insgesamt 16 Förderschulen in Trägerschaft der Region Hannover und das einzige Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Hören in der Region Hannover.

Beim Rundgang durch die 1914 gegründete Förderschule machten sich Regionspräsident und Kultusminister ein persönliches Bild vom Unterricht in den komplett schallgedämpften, mit interaktiven Smartbords und digitalen Höranlagen ausgestatteten Klassenräumen. „Die Schülerinnen und Schüler können sich hier in einer modernen Lernumgebung entwickeln und optimal vom Unterricht profitieren“, so Regionspräsident Steffen Krach. „Mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur werden wir die medienpädagogische Ausstattung und die Unterrichtsbedingungen weiter verbessern. Ich freue mich, dass uns Bund und Land dabei unterstützen.“

Kultusminister Grant Hendrik Tonne überreichte dem Schulträger und Schulleiterin Daniela Pohl bei seinem Besuch einen Förderbescheid aus dem Digitalpakt Schule über rund 286.000 Euro: „Dem Engagement der Schulträger und Schulen ist es zu verdanken, dass wir bei Aufbau und Sanierung der digitalen Infrastruktur gut vorankommen. In diesem Sinne bedanke ich mich bei der Region Hannover und bei der Hartwig-Claußen-Schule für ihren Einsatz. Mit den bereitgestellten Mitteln werden die bewährten Lernformen sinnvoll ergänzt und tragen dazu bei, Schülerinnen und Schüler fit für das digitale Zeitalter zu machen“, so Grant Hendrik Tonne.

Das Geld aus dem Digitalpakt fließt jetzt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur und des Stromnetzes im Schulgebäude und auf dem Schulgelände. Von der Ausbaumaßnahme, die bis Juni abgeschlossen sein soll, profitiert auch die im selben Gebäude untergebrachte Franz-Mersi-Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen. „Zuverlässiges Internet und der flächendeckende Einsatz mobiler Geräte bedeuten gerade für die Förderschwerpunkte Hören und Sehen einen hohen Grad an Barrierefreiheit. Daher freuen wir uns sehr über die Unterstützung seitens des Landes und der Region“, so Daniela Pohl, Leiterin der Hartwig-Claußen-Schule.

Aktuell besuchen rund 120 Schülerinnen und Schüler die Hartwig-Claußen-Schule, an der 35 Förderschullehrkräfte tätig sind. Die Kinder haben besonderen Unterstützungsbedarf im Bereich des Hörens oder zeigen Auffälligkeiten in der auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung. Der Unterricht findet abgestimmt auf ihre Bedürfnisse in Laut-, Gebärden- und Schriftsprache statt. Die Schule verfolgt einen ganzheitlichen Lernansatz, bei dem das soziale und emotionale Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler ebenso wichtig ist wie der zu erlangende Schulabschluss. Möglich sind der Real- und Hauptschulabschluss sowie der Förderschulabschluss Lernen. Darüber hinaus begleitet der Mobile Dienst der Hartwig-Claußen-Schule rund 300 hörbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler an Regelschulen.

Von der Förderung aus dem niedersächsischen Digitalpakt Schulen profitieren aktuell fünf weitere Förderschulen in Trägerschaft der Region Hannover: Die Ilmasi-Schule erhält 7.600 Euro für ein neues Smartboard, an der Calenberger Schule fließen rund 190.000 Euro, an der Wilhelm-Schade-Schule rund 123.000 Euro sowie an der Selma-Lagerlöf-Schule rund 146.000 Euro in den LAN-Ausbau. Die Schule im Großen Freien erhält knapp 4.000 Euro für den WLAN-Ausbau. Auch die BBS Neustadt ist in der aktuellen Förderung mit rund 214.000 Euro für den WLAN-Ausbau berücksichtigt. Das sind in Summe fast 972.000 Euro für den Ausbau der digitalen Infrastruktur, die jetzt bewilligt wurden.

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