Der PSI-Konzern hat im ersten Halbjahr 2021 den Auftragseingang um 3,5 % auf 146 Millionen Euro gesteigert (30.06.2020: 141 Millionen Euro). Der Auftragsbestand am 30.06.2021 lag mit 174 Millionen Euro knapp auf Vorjahresniveau (30.06.2020: 176 Millionen Euro). Der Konzernumsatz wurde um 11,7 % auf 117,1 Millionen Euro verbessert (30.06.2020: 104,9 Millionen Euro), wobei im zweiten Quartal vor allem das Energiesegment zum Wachstum beitrug. Das Betriebsergebnis (EBIT) sprang um 87 % auf 10,1 Millionen Euro (30.06.2020: 5,4 Millionen Euro), das Konzernergebnis wurde auf 7,0 Millionen Euro deutlich verbessert (30.06.2020: 3,7 Millionen Euro).  

Das Segment Energiemanagement (Energienetze, Energiehandel, Personenverkehr) erzielte im ersten Halbjahr einen 15,4 % höheren Umsatz von 64,1 Millionen Euro (30.06.2020: 55,5 Millionen Euro) und ein 65 % höheres Betriebsergebnis von 4,0 Millionen Euro (30.06.2020: 2,4 Millionen Euro). Der Netzbereich konnte seinen Auftragseingang mit Aufträgen von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern im zweiten Quartal weiter steigern, obgleich Aufträge aus Russland nun erst nach der Duma-Wahl erwartet werden. Die starke Nachfrage nach Software für Elektrobus-Depots setzte sich fort. Der seit dem vierten Quartal 2020 zum PSI-Konzern gehörende Netzplanungssoftware-Hersteller NEPLAN AG wirkte in mehreren gemeinsamen Projekten mit und steuerte die beste EBIT-Marge des Segments bei. Ein Stahlhersteller hat die Energie- und CO2-Handelssoftware PSImarket bestellt. PSI erwartet ein deutlich steigendes Geschäft aus Software zum Berechnen (PSIreko), Nachweisen (Blockchain) und Handeln (PSImarket) von CO2 Zertifikaten.  

Der Umsatz im Segment Produktionsmanagement (Metall, Industrie, Logistik) lag in den ersten sechs Monaten mit 53,0 Millionen Euro 7,5 % über dem Vorjahreswert (30.06.2020: 49,3 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments, dessen Produkte bereits vollständig auf der Konzernplattform basieren, wurde um 80 % auf 6,7 Millionen Euro gesteigert (30.06.2020: 3,7 Millionen Euro). Der Bereich Metallerzeugung erreichte noch nicht den Auftragseingang des Vorjahres, der durch einen großen US Auftrag gekennzeichnet war, erwartet aber aufgrund des Stahlpreis-Booms deutlich steigende Auftragseingänge mit guten Margen. Auch die Bereiche Automotive und Logistik wachsen weiter in Umsatz und Ergebnis.  

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns wurde insbesondere durch Neueinstellungen in Polen, Deutschland und den USA auf 2.145 gesteigert (30.06.2020: 1.995). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag insbesondere durch Wachstumsfinanzierung mit 11,3 Millionen 41 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres (30.06.2020: 19,4 Millionen Euro). Die liquiden Mittel betrugen nach Auszahlung der Dividende, die im Vergleich zum Vorjahr um 4 Millionen Euro erhöht wurde, 45,4 Millionen Euro (30.06.2020: 50,4 Millionen Euro). Nach den beiden Übernahmen des Vorjahres prüft PSI weitere Übernahmeziele im Kerngeschäft.  

PSI hat auch im zweiten Quartal weiter in den App-Store und in B2B-Multicloud-Technologie investiert. Damit können künftig PSI-Produkte nicht nur in die PSI-Cloud, sondern auch in alle marktgängigen Cloud-Technologien der Konzernkunden automatisiert geliefert werden. Nach Auslieferung werden die Softwareprodukte durch die IT-Abteilung und Fachabteilungen des Kunden, durch Partner und PSI-Berater zur Laufzeit mit intuitiven Workflow- und Dialog-Designtools an den Betrieb des Kunden angepasst und über alle Arbeitsplätze und technischen Anlagen ausgerollt. Nachdem die Erprobungsprojekte in Produktion und Logistik gut vorankommen, hat nun auch in der Stahlindustrie ein erster Partner, ein brasilianischer Systemintegrator, über den App-Store bestellt.  

Die Voranfragen aus den Industriebranchen Stahl- und Automobilindustrie beleben sich weiter, sind aber im Auftragseingang noch nicht angekommen. Die stetig wachsende Nachfrage im Energiesegment ist weiterhin durch den anhaltenden Elektrifizierungstrend und den aktuellen Redispatch-Boom der Stromverteilnetze geprägt.  

PSI arbeitet an der Verbesserung der Marge im Energiemanagement, insbesondere durch mehr Gleichteileffekte und weitere Produktmigration auf die PSI-Plattform. Wie geplant wird PSI im laufenden Jahr über 30 Millionen Euro für Funktionalität der Energie- und Verkehrswende sowie für den Cloud- und Web-Rollout der Konzernplattform aufwenden. Der PSI-Vorstand hebt das Wachstumsziel von mindestens 5 % auf mindestens 10 %. Auch das Betriebsergebnisziel von mehr als 20 Millionen Euro wird übertroffen werden. Die Steigerung des Ergebnisziels kann erst mit den Aufträgen aus dem dritten Quartal konkretisiert werden.  

Der PSI-Konzern entwickelt eigene Softwareprodukte zur Optimierung des Energie- und Materialflusses bei Versorgern (Energienetze, Energiehandel, Öffentlicher Personenverkehr) und Industrie (Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik). PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 2.000 Mitarbeiter. www.psi.de

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