Innovation als Folge der Corona-Krise: Unter dem Motto „real.digital.interaktiv“ hat die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) mit ihrem virtuellen Kongress in diesem Jahr etwas Einmaliges in der Branche geschaffen: „Auf unser jährliches Familientreffen wollten wir nicht verzichten und haben versucht, den Spirit der Veranstaltung in ein digitales Format zu transportieren“, sagt DDIM-Vorstandsvorsitzende und Tagungsleiterin Dr. Marei Strack in ihrer Eröffnungsrede. Die Premiere ist gelungen: Für die insgesamt rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es auf dem ersten interaktiven 360° Campus, gestaltet vom digitalen Event-Veranstalter Neyroo, ein abwechslungsreiches Programm aus dem Live-Studio mit mehreren Bühnen, das von Diana Scholz, Leiterin Mittelstandsallianz beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft, moderiert wurde.

Neben den Live-Auftritten wie Keynotes, Panel-Diskussionen und Interviews bereicherten 24 Impulsvorträge und interaktive Workshops die Veranstaltung und gaben den Teilnehmern das Gefühl, mittendrin zu sein, unabhängig davon, von wo sie sich zugeschaltet haben. Eine weitere Besonderheit war der Marktplatz: Über 30 Provider und Partner präsentierten sich im virtuellen Raum und standen für den Austausch per Video-Chat bereit. Zudem gab es in der Workaholic-Bar viel Gelegenheit zum professionellen Networking.


In seiner inspirierenden Keynote-Rede zum Thema „Supply Chain in Zeiten von Corona“ sprach Jochen Thewes, CEO von DB Schenker, über die kurz- und langfristigen Effekte der Pandemie auf die Logistik und zeigte auf, welchen fundamentalen Wandel die Luftfracht in kurzer Zeit erlebt hat – von einem nahezu zum Erliegen kommenden Passagierflugverkehr hin zu einem enormen Run auf Charterkapazitäten, was die Branche vor enorme Herausforderungen gestellt hat. Am Beispiel Schenker machte er deutlich, wie der Logistik-Konzern in Folge der Krise viel Flexibilität und Vorausschau bewiesen habe: „Wir haben frühzeitig in die Umstellung auf Cloud-Services investiert und erfolgreich und schnell auf Heimarbeitsplätze umgestellt“, sagte der CEO.

Interim Manager blicken optimistisch in die Zukunft

Spannende Erkenntnisse brachte das Marktbarometer, für das die DDIM kurz vor der Veranstaltung eine Mitgliederbefragung durchgeführt hatte. Dr. Marei Strack stellte die wichtigsten Ergebnisse vor: Waren die Interim Manager äußerst optimistisch ins Jahr gestartet, hat sich in Folge der Pandemie die Stimmung gefühlt etwas eingetrübt. Trotzdem ist die Lage bei nach wie vor hoher Auslastung gut: „Aktuell sind 61 Prozent der Interim Manager im Mandat, und damit nur fünf Prozent weniger als zu Jahresbeginn“, so Dr. Strack. Interessant auch die Veränderung der Branchen in Bezug auf die Mandatsanfragen: Pharma und IT haben unter anderem deutlich zugelegt, und strukturelle Veränderungen wie die E-Mobilität habe zu einer Zunahme der Automotive-Anfragen geführt. Wissenswert auch:  Die Hälfte der Mandate laufen überwiegend ganz klassisch vor Ort. In jedem zweiten Mandat arbeiten Interim Manager gegenwärtig ganz oder mindestens zu 50 Prozent remote.

Zur anschließenden lebhaften Panel-Diskussion zum Thema „Interim Mandate in Zeiten von Corona“ begrüßte Dr. Marei Strack vier Interim Manager, die Einblick in ihre Projekte gaben. Diskutiert wurde unter anderem darüber, wie die Pandemie die Art der Zusammenarbeit verändert hat und wie es gelungen ist, agile Teams aus dem Home-Office zu steuern. Spannend beim darauffolgenden Unternehmer-Interview war die Perspektive der Auftraggeber im Hinblick auf die Erfahrungen, Erfolgsfaktoren und Erwartungen an Interim Manager. „Interim Manager sollten sich schnell einarbeiten, Prioritäten setzen, mit Fachkompetenz und unter Einbeziehung der Mitarbeiter die vereinbarten Ziele umsetzen“, sagte Dr. Jürgen Platt, CEO der Wickeder Gruppe im Gespräch mit DDIM Vorstand Rafael Apélian.

Keine Qual der Wahl

Bei den folgenden parallel laufenden Livestreams brauchten die Teilnehmer keine Sorge haben, etwas zu verpassen: Wer zum Beispiel bei der Session „Neue Geschäftsmodelle“ dabei sein wollte, dem stehen die Videos der anderen Sessions, darunter zum Beispiel „Projektmanagement-Zertifikat – ja, aber welches?“ und „Digital Personal Branding“, volle 30 Tage nach der Veranstaltung auf dem Campus in der Mediathek zur Verfügung. Im Anschluss an jede Session gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit, gemeinsam mit den Referenten in einem Videokonferenzraum zu diskutieren.

Ein Highlight am Nachmittag war die Keynote des Automobilexperten Prof. Dr. Stefan Bratzel. Der Direktor des Center of Automotive Management zeigte eindrücklich auf, wie das bisherige „Universum“ der etablierten Automobilhersteller zunehmend durch neue branchenfremde und finanzstarke Wettbewerber im Bereich Mobilität, „Mobility Provider Universum“ und Technologie, „Connectivity Universum“ herausgefordert werden. Hier stehen die Nutzung und Vernetzung von Fahrzeugen im Mittelpunkt der Geschäftsmodelle. „Neue Zukunftsfelder wie die Elektromobilität und autonomes Fahren machen Kooperationen mit neuen Playern und eine Anpassung der Organisationsstrukturen notwendig.“ Das erfordere auch neue Kompetenzen der Interim Manager, zum Beispiel im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

Big Picture und die wirtschaftliche Lage von Selbständigen

Warum sich ein faires und professionelles Verhältnis zwischen Interim Managern, Providern und Kunden für eine langfristige Partnerschaft auszahlt, und wie die DDIM unterstützt, war Thema der Podiumsdiskussion „Recht, Ethik und Vertrauen im Vertragsverhältnis“.

Nächster Höhepunkt des Events war die Keynote von Dr. Hans-Peter Klös zum Thema „Corona-Pandemie, Wirtschaft und Arbeitsmarkt: Big Picture und Handlungsoptionen“. Der Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft zeichnete zunächst ein Gesamtbild der aktuellen wirtschaftlichen Lage, das geprägt sei einerseits von einem überraschend starken Anstieg der Aufträge in der Industrie im dritten Quartal, andererseits aber von großen Umsatzeinbrüchen im Dienstleistungssektor. Die Corona-Hilfen als historisch größtes Hilfspaket für Unternehmen und Beschäftigte seien wegweisend und zeigen: „Deutschland hat finanziell einen großen Stimulus gegeben, der sehr wirkmächtig ist“, sagte Dr. Klös. Zugleich zeige sich ein rückläufiger Trend bei der selbstständigen Arbeit. Folgende arbeitsmarktbezogene Maßnahmen schlägt der Volkswirtschaftsexperte unter anderem vor: Die Förderung flexibler Beschäftigung, eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung und eine schnelle Umsetzung der von der Politik aktuell verkündeten 75-Prozent-Wirtschaftshilfe. „Letztere ist eine richtige und wichtige Maßnahme zur Einkommensstabilisierung.“

Mindestens genauso spannend die kontrovers geführte Podiumsdiskussion zur politischen und wirtschaftlichen Lage von Solo-Selbstständigen. Hier wurden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Ist ein Unternehmerlohn für Interim Manager gerechtfertigt? Warum sollte das Statusfeststellungsverfahren beschleunigt werden? Welche weiteren Soforthilfen sollte es für Solo-Selbstständige, auch aus der gebeutelten Veranstaltungsbranche, geben? Für diesen Live-Talk waren hochkarätige Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter Carlos Frischmuth, Vorstand des Bundesverbandes für selbstständige Wissensarbeit, und Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft, ins DDIM-Kongress-Studio gekommen.

Für den krönenden Abschluss des Kongresses sorgte das Live Konzert der Kölner Band „Eldorado“, deren Bassist Andreas Kober zuvor ebenfalls an der Podiumsdiskussion teilgenommen hatte.

Das Echo der Teilnehmer: „Mit dem interaktiven Auftritt setzt die DDIM einen neuen Benchmark für virtuelle Kongresse. Eine solche Veranstaltung in einem erstklassigen Format und guten Inhalten auf die Beine zu stellen, bewies viel Mut, etwas Neues zu wagen.“

Über den DDIM – Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V.

Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM) ist die führende Branchenvertretung für professionelles Interim Management in Deutschland. Die Hauptaufgaben des Berufs- und Wirtschaftsverbandes sind die Wahrung der wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder und die nachhaltige Förderung des Interim Managements in Deutschland.

Die DDIM definiert die Berufsstandards, fördert die Qualitätssicherung und unterstützt den Wissenstransfer ihrer Mitglieder. Die Mitgliedschaft in der Dachgesellschaft gilt als Ausweis für hohe Qualität und Kompetenz im Interim Management. Die Dachgesellschaft widmet sich der öffentlichen Anerkennung und dem beständigen Wachstum der Branche. Als ihre international vernetzte Stimme versorgt sie Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit mit relevanten Informationen und ist Ansprechpartner für alle Fragen zum Interim Management. Die legitimen Interessen ihrer Mitglieder vertritt sie unabhängig und überparteilich.

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DDIM – Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V.
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