Die Bauernregel „Mist ist Mist, solange er kein Dünger ist“, hat unverändert Gültigkeit – auch wenn sich manch ein Bürger über den Geruch der tierischen Exkremente aus der Landwirtschaft noch so aufregen mag. Warum „Gülle, Jauche & Co.“ als Wirtschaftsdünger unverzichtbar sind, vermittelt der i.m.a e.V. jetzt mit einem Schwerpunktthema in der neuen Ausgabe seines Lehrermagazins „lebens.mittel.punkt“.

In den gesellschaftlichen Debatten über die Landwirtschaft kommen immer wieder Begriffe wie „Nitratbelastung“ oder „Überdüngung“ vor. Oft werden sie als Kritik an der Arbeitsweise der Bauernfamilien geäußert. Dabei weiß man gerade in der Landwirtschaft, wie die Exkremente der Tiere in einer Kreislaufwirtschaft ressourcenschonend eingesetzt werden. „Wir waren der Ansicht, dass es Zeit ist, mit Vorurteilen über ein Thema aufzuräumen, ohne das die Landwirtschaft nicht funktionieren kann“, sagt Dr. Stephanie Dorandt vom i.m.a e.V. „Wer einmal begriffen hat, wie unverzichtbar organische Nährstoffe für das Wachstum der Pflanzen sind, wird seine Einstellung zum professionellen Düngen in der Landwirtschaft überdenken“, zeigt sich die Redaktionsleiterin des Lehrermagazins überzeugt.

Der Bedeutung des Themas angemessen, gibt es eigene Unterrichtsbausteine für die Primar- und Sekundarstufe. Sie dienen der didaktischen Wissensvermittlung durch die Lehrkräfte im Unterricht oder auch zum Selberlernen. Darin werden Aspekte wie z.B. die Entstehung von Gülle und die einhergehende Geruchsentwicklung, Nährstoffkreislauf, Düngeverordnung, „Feld-Stall-Bilanz“ oder EU-Nitratrichtlinie dem Alter der Zielgruppen entsprechend behandelt. Für die Zielgruppe im Grundschulalter gibt es ein Arbeitsblatt, bei dem Tierfotos den Abbildungen der Exkremente zuzuordnen sind, während für ältere Zielgruppen Arbeitsblätter zur „Politik um die Nährstoffe“ und den „Grenzen der Düngung“ gestaltet wurden.


„Wir wollen mit dieser Form der Wissensvermittlung dazu beitragen, dass auch Kinder und Jugendliche zu kontroversen Themen der Landwirtschaft fachlich richtig informiert sind, um sich eine eigene Meinung bilden zu können“, erläutert Dr. Dorandt. Die Redaktionsleiterin macht deutlich, dass Exkremente kein Tabuthema sein sollten.

Dass sich die Redaktion an vermeintlich heikle Themen wagt, zeigt sich auch bei einem weiteren Beitrag, in dem es um die Arbeit der Weinbauern geht. Alkoholproduktion ist eigentlich ein Tabu in der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für Kinder und Jugendliche. Doch mit der Beantwortung der Frage, wie der Traubensaft in die Flasche kommt, funktioniert auch das „Lernen am Rebstock“.

Die neue Ausgabe vom i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ kann online gelesen und heruntergeladen werden. Lehrkräfte können die Zeitschrift kostenlos abonnieren. Details zum Heft und seinen weiteren Inhalten stehen auf www.ima-lehrermagazin.de.

Über den i.m.a – information.medien.agrar e.V.

Als gemeinnütziger Verein informieren wir über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft. Weil immer mehr Menschen immer seltener Gelegenheit haben, sich selbst ein reales Bild von der Landwirtschaft zu machen, kommt es insbesondere darauf an, bereits Kindern und Jugendlichen durch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und mit Hilfe von Pädagogen Einblicke in die heutige Welt der Landwirtschaft zu vermitteln. Die i.m.a-Arbeit wird von den deutschen Bäuerinnen und Bauern getragen und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert.

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