Lange Zeit stand Strom im Fokus der Energiewende. Nahezu die Hälfte der in Bayern benötigten Elektrizität stammt rechnerisch bereits aus heimischen erneuerbaren Energien. Bis 2050 soll auch die Gasversorgung auf klimaneutrale Gase umgestellt werden. „Unser Ziel ist es, den Umbau der Gasversorgung entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf 100 Prozent klimaneutrale Gase gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aktiv und konstruktiv voranzutreiben. Denn für diese Transformation braucht es nicht nur das Engagement und die Innovationskraft der Energiewirtschaft, sondern auch die geeigneten Rahmenbedingungen, die durch den Staat auf Bundes- und Landesebene geschaffen werden müssen“, sagt Detlef Fischer, Geschäftsführer des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW.

Im deutschen Energieversorgungssystem spielt Erdgas heute eine entscheidende Rolle. Erdgas hat einen Anteil von knapp einem Drittel am Energieverbrauch in Gewerbe und Industrie. Rund die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland und Bayern wird mit Erdgas beheizt. Auch zur Stromerzeugung leistet Erdgas einen entscheidenden Beitrag: Gaskraftwerke stellen vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus der Kernkraft und der Kohle einen wachsenden Anteil an gesicherter Leistung bereit. Mit Erdgas wird Elektrizität quasi auf Knopfdruck bereitgestellt.

Fossiles Erdgas gilt in den nächsten Jahren als der Partnerenergieträger für den Umbau der Energieversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien. Die Gaswirtschaft setzt zusätzlich darauf, dass Gas immer „grüner“ wird. „Wir müssen den Übergang von Erdgas zu „grüner“ Wärme aus Bioenergie, erneuerbarem Strom aus Power-to-Gas-Anlagen und Geothermie weiter vorantreiben. Der Markthochlauf von erneuerbarem und dekarbonisiertem Wasserstoff aus heimischen und importierten Quellen muss zügig erfolgen“, sagt Detlef Fischer. Gase und die mit allen Sektoren eng verknüpften Gasinfrastrukturen werden für die Energiewende heute und in Zukunft eine tragende Rolle spielen. Die dafür notwendigen Technologien stehen schon heute weitestgehend zur Verfügung. Die Gaswirtschaft ist Multi-Dienstleister und kann eine bedeutende Rolle für den Transformationsprozess in der Energiewende spielen. Kurzfristig lassen sich erhebliche CO2-Einsparungen erzielen durch den Ersatz von Kohle in der Stromerzeugung, für Diesel in der Mobilität und für Heizöl in der Wärmeversorgung. Gerade in der Wärmeversorgung besteht ein erhebliches Potenzial durch den Einsatz energieeffizienter Brennwertgeräte. Mit der auch von der bayerischen Staatsregierung angestrebten intensiveren Nutzung von Erdgas in KWK-Anlagen besteht ein weiteres Handlungsfeld.


Um die Potenziale klimaneutraler Gase und der damit verbundenen Technologien, Geschäftsmodelle und Märkte wirksam zu erschließen, sind grundsätzliche energiepolitische Weichenstellungen notwendig. Auch auf europäischer Ebene muss die Rolle klimaneutraler Gase gestärkt werden. Der europäische Green Deal und die europäische Wasserstoffstrategie, die gerade in Brüssel diskutiert werden, sind ein wichtiger und notwendiger Baustein, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und die hierfür erforderlichen Investitionen in die richtigen Bahnen zu lenken.

Die Zielerreichung der Klimaneutralität im Gasbereich erfordert aber begleitende Dialogprozesse der beteiligten Stakeholder, an denen sich die energiewirtschaftlichen Verbände engagiert auf landes-, bundes- und europapolitischer Ebene beteiligen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – BDEW zeigt mit seiner kürzlich veröffentlichten „Roadmap Gas“ über alle Sektoren hinweg einen Pfad auf, wie das Ziel der Klimaneutralität 2050 für den Energieträger Gas erreicht werden kann und welche Weichen dafür schon heute gestellt werden müssen.

Unser Gas muss grüner werden – Wir zeigen Ihnen den Weg dorthin auf!

In unserem digitalen Pressegespräch zeigen wir Ihnen wie der Weg zur klimaneutralen Gasversorgung gelingen kann und welche Herausforderungen es dabei zu bewältigen gilt:

Einladung zum digitalen Pressegespräch:

13. August 2020, 11:00 – 12:00 Uhr

Webkonferenz über MS Teams (Einwahllink nach Anmeldung an a.behnisch@vbew.de)

 

Über Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW

Der VBEW repräsentiert mit seinen rund 400 Mitgliedsunternehmen die bayerische Strom-, Gas-, Fernwärme-, Wasser- und Abwasserwirtschaft. Als Interessenvertretung vertritt er gemeinsame Anliegen der Mitgliedsunternehmen und ihrer Kunden gegenüber Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie in der Öffentlichkeit. Ziel ist es, die best-möglichen Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche, zukunftsorientierte, nachhaltige und verbraucherfreundliche Energie- und Wasserversorgung zu schaffen. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen kleine und mittlere, kommunale, private und genossenschaftliche Energie- und Wasserversorgungsunternehmen ebenso wie Konzernunter-
nehmen.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW
Akademiestraße 7
80799 München
Telefon: +49 (89) 380182-0
Telefax: +49 (89) 380182-29
http://www.vbew.de

Ansprechpartner:
Ann-Kathrin Behnisch
Referentin für Wasserwirtschaft und Kommunikation
Telefon: +49 (89) 380182-45
Fax: +49 (89) 380182-29
E-Mail: a.behnisch@vbew.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel

Zusammenhängende Posts

Energie- / Umwelttechnik

Photovoltaikanlagen und Blumenwiesen – eine einzigartige Kombination

Wie Photovoltaikanlagen und artenreiche Blumenwiesen voneinander profitieren können, zeigen derzeit Photovoltaik-Errichter Eco-tec und das niederösterreichische Start-Up Meine Blumenwiese: Durch die Kooperation zweier Unternehmen, deren Geschäftsfelder unterschiedlicher nicht sein könnten, ergibt sich eine Vielzahl an Vorteilen. Read more…

Energie- / Umwelttechnik

Schrottabholung Paderborn – Abholung von Metall und Altmetall spezialisiert

. In alten Zeiten als Klüngelskerle schräg angesehen – heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor Schrott lag lange Zeit nicht im Fokus des Interesses der Klüngelskerle der Vergangenheit. Sie waren interessiert an Stoffen, Knochen und Altpapier. Das Read more…

Energie- / Umwelttechnik

Mit einem professionellen Schrottabholung Moers wird das Altmetall fachgerecht und umweltschonend entsorgt

. Schrottabholung in Moers – Schrott ordnungsgemäß entsorgen Wenn Privatleute oder Gewerbetreibende eine professionelle Schrottabholung beauftragen, ist eine ordnungsgemäße Entsorgung des Schrotts sichergestellt. Denn ein Anbieter wie Schrott-Ankauf-Nrw.de kann Sachkundenachweise und Genehmigungen vorweisen und somit eine fachgerechte Entsorgung Read more…