Durch den Einsatz einer innovativen Zeitungsrotationsdruckmaschine kann die Mediengruppe Vorländer heute 45.000 Zeitungen pro Stunde mit geringerem Material- und Energieverbrauch drucken – eine Weltpremiere! Für die erstmals in der Zeitungsproduktion eingesetzte Anlagentechnik erhielt das Unternehmen einen Zuschuss aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums. Unterstützt wurde es dabei durch die Finanzierungsberatung der Effizienz-Agentur NRW aus Duisburg.

Als Buch- und Offsetdruckerei, Verlag und Werbeagentur betreibt die Mediengruppe Vorländer in Siegen u. a. eine Zeitungs- und Akzidenzdruckerei, eine dafür erforderliche komplette Druckvorstufe sowie eine Druckweiterverarbeitung.


In der Zeitungsrotationsdruckerei des Unternehmens wird die Siegener Zeitung und der Siegerländer Wochenanzeiger gedruckt. Bis Mitte 2018 nutzte der Familienbetrieb eine konventionelle Zeitungsrotationsmaschine, bei der der Druck auf die Papierbahn vom Gummizylinder gegen einen Stahlzylinder erfolgte. Dabei mussten sämtliche Prozesse manuell eingestellt und überwacht werden.

„Die Altanlage zeichnete sich durch hohe Energie- und Materialverbräuche aus“, erklärt Johannes Rothmaler, Geschäftsführer der Mediengruppe Vorländer. „Deshalb entschieden wir uns, in eine effizientere Druckmaschine zu investieren.“

Ressourceneffizienter Druck dank intelligenter Prozessteuerung

Die ab 2018 von der Mediengruppe Vorländer in Siegen realisierte Investition in eine neue 32-seitige Zeitungsrotationsmaschine mit modernster Technologie der Firma manroland (e:line) ist eine Weltpremiere. Die Mediengruppe Vorländer plante, mit der neuen Maschine ein Maximum an Energie- und Materialeinsparungen zu erreichen sowie gleichzeitig die Effizienz des Produktionsprozesses zu erhöhen und Fertigungszeiten zu minimieren.

Die ressourceneffiziente Anlage ist eine Offsetmaschine, die im Coldset-Verfahren über Gummi-Zylinder die Papierbahnen bedruckt (45.000 Zeitungsexemplare pro Stunde).

Die Innovation der Anlage besteht insbesondere im Einsatz des sog. „closed-loop-Systems“ sowie weiterer Spezifikationen, die in dieser Zusammenstellung weltweit noch nicht im Zeitungsrotationsverfahren eingesetzt wurden.

„Das von uns realisierte Prozessleit- und Prozesssteuerungssystem ermöglicht eine optimierte Ansteuerung der Einzelkomponenten der Anlage. Hierdurch wird ein bestmögliches und homogenisiertes Endprodukt in gleichbleibender Qualität hergestellt“, so Rothmaler. Die Überwachung und Steuerung des Druckprozesses führt zu nachhaltig niedrigeren Energie- und Materialverbräuchen gegenüber der Altanlage.

Das von der Mediengruppe Vorländer umgesetzte innovative Zeitungsrotationsdruckverfahren hat Vorbildcharakter für die gesamte Branche und bietet der Druckerei beim Fortdruck eine bessere und gleichmäßigere Farbwiedergabe sowie neue Produktmöglichkeiten.

Effizienz-Agentur NRW unterstützte auf dem Weg zur Förderung

Die Vorländer GmbH & Co. KG nutzte im Vorfeld der Umsetzung die Beratung der PIUS-Finanzierung der Effizienz-Agentur NRW zur Antragstellung im Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums.

„Das Unternehmen reichte mit unserer Unterstützung einen Antrag im Umweltinnovationsprogramm des BMU bei der KfW ein und erhielt eine Zuwendung in Höhe von 368.000 Euro“, erläutert Finanzierungsexpertin Daniela Derißen von der Effizienz-Agentur NRW.

Der Projektabschluss erfolgte 2019. Insgesamt investierte das Unternehmen ca. 5.800.000 Euro in die Maßnahme.

Zur Mediengruppe Vorländer

Die Mediengruppe Vorländer ist ein Familienbetrieb in der fünften Generation mit über 300 Mitarbeitern. Sie ist ein Familienbetrieb und pflegt Traditionen und agiert dennoch trendgerecht und innovativ. Zur Mediengruppe gehören neben der Vorländer GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Verlag, Werbeagentur, auch die Siegener Zeitung, Vorländer & Rothmaler GmbH & Co. KG sowie der SWA, Siegerländer Wochen-Anzeiger GmbH & Co. KG. Seit 1823 befindet sich der Sitz im Herzen von Siegen.

Weitere Informationen: www.vorlaender.de

Über Effizienz-Agentur NRW

Die Effizienz-Agentur NRW (EFA) wurde 1998 auf Initiative des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums gegründet, um mittelständischen Unternehmen in NRW Impulse für ein ressourceneffizientes Wirtschaften zu geben. Das Leistungsangebot umfasst die Ressourceneffizienz- und Finanzierungsberatung sowie Veranstaltungen und Schulungen. Aktuell beschäftigt die EFA 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Duisburg und in acht Regionalbüros in Aachen, in Bielefeld (Region Ostwestfalen-Lippe), in Münster, in Kempen (Region Niederrhein), in Solingen (Region Bergisches Land), in Troisdorf (Region Rheinland) sowie in Südwestfalen an den Standorten Siegen und Werl.

Erfahren Sie mehr unter www.ressourceneffizienz.de

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