Als am 21. Juni die 25. Aachener ERP-Tage mit der Schluss-Keynote von Daniel Terner, Marketingleiter AEB, in einem fulminanten Abschluss gipfelten, verschlug es so manchem Teilnehmer die Sprache. „Datenbasiert schneller entscheiden“, der Claim der Veranstaltung, der laut Terner so gar nicht zutreffe. Schließlich erleichtere ein Zuwachs an Informationen das Fällen einer Entscheidung erwiesenermaßen nicht. Da hatten sich die rund 180 Teilnehmer bei der Jubiläumsausgabe zwei Tage mit den neuesten Trends beschäftigt und die Köpfe rauchten bei intensiven Diskussionen und das nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Man hatte Neues gelernt, Impulse erhalten und Einsichten gewonnen. Alles Unsinn? Keineswegs. Schließlich ging es bei der Veranstaltung nicht um ein „Mehr“ an Daten, sondern um die Nutzung relevanter Daten als Entscheidungsunterstützung. Richtig ist, dass in der Industrie heute jede Menge Daten gesammelt werden, Sensorik und Speicherkapazität sind erschwinglicher geworden und befeuern „Big Data“. Das FIR entwickelt Konzepte und Lösungen, um aus diesen großen Datenmengen Informationen zu gewinnen, diese für Unternehmen nutzbar zu machen und so daraus „Smart Data“ zu generieren. Dies geschieht unter Anwendung tiefer Prozesskenntnisse und diverser Methoden der Datenanalyse. Etwa wenn durch Mustererkennung Prognosen für bevorstehende Ereignisse getroffen werden können, um beispielsweise einem Maschinenausfall frühzeitig entgegen zu wirken.

Fakt ist, dass der Unternehmenserfolg künftig davon abhängen wird, schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen. ERP-Systeme und Industrie 4.0 helfen dabei, auf Basis großer Datenmengen zum einen das Erfahrungswissen systematisch zu nutzen und nicht nur „aus dem Bauch oder der Erinnerung heraus“ zu agieren. Zum anderen stehen inzwischen Echtzeitdaten zur Verfügung, die einen guten Überblick schaffen und so zusätzlich dabei unterstützen, zügig Entscheidungen zu treffen, die zum gewünschten Ergebnis führen – also datenbasiert schneller entscheiden. Laut einer Studie der Fachzeitschrift Produktion existiert dabei das Problem, dass nur eine Minderheit der deutschen Maschinenbauer eine systematische Datenauswertung und die Nutzung des vollen Potenzials von Big Data realisiert. Umso wichtiger wird dadurch die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie. Als Forschungsinstitut arbeitet das FIR im Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus mit Industriepartnern daran, die Möglichkeiten vorauszudenken und wertschöpfend zu realisieren. Die Verfügbarkeit von Daten wird eine immer größere Rolle spielen. Diese Daten werden in Zukunft nicht mehr nur aus dem „Monolith ERP-System“ kommen, sondern müssen aus vielen verschiedenen Expertensystemen gesammelt und so aggregiert werden, dass sie adäquat und nutzenstiftend analysiert und verwertet werden können. Damit einhergehend ist die Vernetzung nicht nur innerhalb des eigenen Unternehmens wichtig, gerade die unternehmensübergreifende Verknüpfung von Informationen gewinnt an Bedeutung. Wissen zu teilen, auch über Unternehmensgrenzen hinaus, wird sich als Erfolgsfaktor etablieren. Vor diesem Hintergrund standen die Aachener ERP-Tage in diesem Jahr unter dem Motto „Digitale Transformation – Datenbasiert schneller entscheiden“. Dass man damit den Nerv der Zeit traf, zeigten die Reaktionen der Teilnehmer – nicht zuletzt jene auf Terners Vortrag.

Mit Themen rund um die Digitalisierung beschäftigt sich das FIR nicht nur im Rahmen der ERP-Tage, sondern auf weiteren Fachtagungen und vor allem in Form des umfangreichen Weiterbildungsangebots.


Weitere Informationen: www.erp-tage.de; www.fir.rwth-aachen.de

Über FIR an der RWTH Aachen

Das FIR ist eine gemeinnützige, branchenübergreifende Forschungs- und Ausbildungseinrichtung an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Betriebsorganisation und Informationslogistik mit dem Ziel, die organisationalen Grundlagen zu schaffen für das digital vernetzte industrielle Unternehmen der Zukunft.

Mit Erforschung und Transfer innovativer Lösungen leistet das FIR einen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Dies erfolgt in der geeigneten Infrastruktur zur experimentellen Organisationsforschung methodisch fundiert, wissenschaftlich rigoros und unter direkter Beteiligung von Experten aus der Wirtschaft. Im Zentrum der Betrachtung liegen die industriellen Verticals als Anwendungsfälle. Dies sind aktuell: Future Logistics, Smart Services und Smart Maintenance, Smart Commercial Buildings und Smart Mobility.

Das Institut begleitet Unternehmen, forscht, qualifiziert und lehrt in den Bereichen Dienstleistungsmanagement, Business-Transformation, Informationsmanagement und Produktionsmanagement. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen fördert das FIR die Forschung und Entwicklung zugunsten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen.

Seit 2010 leitet der Geschäftsführer des FIR, Professor Volker Stich, zudem das Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus. Im Cluster Smart Logistik ermöglicht das FIR eine bisher einzigartige Form der Zusammenarbeit zwischen Vertretern aus Forschung und Industrie. Zur Stärkung des Standorts NRW unterstützt das FIR als Johannes-Rau-Forschungsinstitut zudem die Forschungsstrategie des Landes und beteiligt sich an den entsprechenden Landesclustern.

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