Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird für Klimaschutz und Versorgungssicherheit eine wichtige Rolle spielen. Dabei werden vor allem flexibel betriebene KWK-Anlagen einen nachhaltigen und effizienten Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, indem sie den Ausgleich zu den fluktuierend einspeisenden erneuerbaren Energien schaffen. Auf der interCOGEN, Messe und Kongress zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung, trafen sich am 27. Juni Vertreter der führenden Branchenverbände in Karlsruhe und vereinbarten, künftig noch enger zusammenzuarbeiten. Nach Meinung des Verbändebündnisses ist die andauernde Hängepartie um das 100-Tage-Gesetz Gift für die Branche. Die Bundesregierung muss nun ins Handeln kommen und die KWK „weiterentwickeln und umfassend modernisieren“, wie sie im Koalitionsvertrag versprochen hat. Um die Möglichkeiten der KWK zu entfalten, braucht es dringend stabile politische Rahmenbedingungen.

"Wir wollen herausstellen, welch großes Potenzial in der KWK steckt. Als Effizienztechnologie leistet sie schon heute einen unverzichtbaren Beitrag in verschiedensten Anwendungsgebieten von der „kleinen“ KWK in der Objektversorgung über Industrieanwendungen bis zur Fernwärmeversorgung. Dabei senkt sie CO2-Emissionen und gewährleistet Versorgungssicherheit von Strom und Wärme – gerade in Zeiten von Dunkelflauten. Notwendig für den weiteren Ausbau der KWK sind jedoch zielgerichtete und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Wenn die Hängepartie um das 100-Tage-Gesetz so weitergeht, wird die Luft schnell dünn werden für die Branche.“, so die mitwirkenden Verbandsvertreter.

Mit dabei waren der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK), AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V., der Verband für Wärmelieferung e.V. (VfW), die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), die KWK kommt UG, das Netzwerk Flexperten, das BHKW-Forum e.V. sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).


Auf der interCOGEN trafen sich am 27. und 28. Juni rund 1.200 Fachbesucher aus Energiewirtschaft, Industrie und Gewerbe, der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie von Behörden und Kommunen. Der 2-tägige Kongress gab einen Überblick über aktuelle Rahmenbedingungen, Flexibilisierung, neue Geschäftsmodelle und Innovationen der Branche.

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