Die Verteilungsnetze der Wasserversorger müssen enorme Mengen an Wasser transportieren – bei einem täglichen Verbrauch von rund 120 Liter je Bürger kann man die dafür erforderlichen Dimensionen für jede Stadt leicht hochrechnen. Bei Gemeinden bis zu 10.000 Einwohnern werden Rohrleitungen DN 80 bis DN 250 eingesetzt, bei großen Fernwasserversorgungsunternehmen addiert sich das zu Rohrleitungsdimensionen bis zu DN 2500.

Für sehr große Leistungsanforderungen offeriert Grundfos Kreiselpumpen mit horizontal geteiltem Gehäuse (Horizontal Split Case Pumps): Diese Leistungsträger fördern bis zu 12.000 m³/h.

Die Konstruktion als Doppelspiralausführung mit doppeltem Leitrad eliminiert Radialkräfte; die Pumpen arbeiten sehr leise und vibrationsarm. Der doppelflutige Einlauf minimiert die axiale Belastung und verlängert die Lebensdauer der Schleißringe, der Wellenabdichtungen und der Lager. Leitbleche in den Saugstutzen vermindern Verluste und reduzieren den NPSH-R-Wert durch Umleiten der Strömung in die Laufradmitte.


Aufgrund der axial geteilten Konstruktion kann das obere Gehäuse der Spiralgehäusepumpen einfach demontiert werden und bietet so dem Servicepersonal Zugang zu den relevanten Bauteilen der Pumpe (Schleißringe, Laufrad und Wellenabdichtung), ohne den Motor oder die Verrohrung zu trennen. Das separat zugängliche Lagergehäuse ermöglicht eine einfache Wartung ohne Demontage des oberen Gehäuses. Standard ist eine flexible Gitterkupplung, die kleinere Abweichungen bei der Ausrichtung von Pumpen- und Motorwelle verzeiht.

Die HS-Pumpe im Detail

Die 23 Modelle der einstufigen HS-Pumpe sind in drei Ausführungen verfügbar – als Pumpe mit Motor und Grundrahmen, als Pumpe nur mit Grundrahmen und als Pumpe allein mit freiem Wellenende. HS-Pumpen weisen gute NPSH-Eigenschaften auf und bieten eine hydraulische Effizienz bis zu 90 %. Die Pumpen sind mit Fördervolumina zwischen 10 und 3.800 m³/h und Förderhöhen bis 148 m verfügbar (Motorleistung: 1,5 bis 630 kW).

Die LS-Pumpe im Detail

Die 41 Modelle der einstufigen Spiralgehäusepumpe LS sind speziell für Anwendungen in der Wasserversorgung konzipiert. Mit einem großen Wirkungsgradbereich und sehr niedrigem NPSH-R-Wert (2 bis 5 m) ist ein sicherer und wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet, auch wenn der tatsächliche Durchfluss vom vorgesehenen Betriebspunkt abweicht.

LS-Pumpen weisen nicht nur beim Nennförderstrom einen sehr hohen hydraulischen Wirkungsgrad auf (88 bis 91,5 %), sondern auch in Teillast; der tatsächliche Durchfluss kann um +/-20 % vom Nenndurchfluss abweichen. Diese Eigenschaft ermöglicht eine hohe Effizienz auch dann, wenn Pumpen parallel betrieben werden (ein Parallelbetrieb bietet Varianz des Förderstroms bei gleicher Förderhöhe). LS-Pumpen sind mit Fördervolumina zwischen 10 und 12.000 m³/h und Förderhöhen bis 160 m verfügbar (Motorleistung: 37 bis 2240 kW).

Fazit: HS- und LS-Pumpen bieten dem Betreiber eine hohe Wirtschaftlichkeit und niedrige Lebenszykluskosten.

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