Seit mehreren Jahren fördert die kasachische Regierung erneuerbare Energien. Für die Umsetzung genutzt werden häufig gebrauchte Windkraftanlagen, die in Deutschland repowert werden. Auf den Transport der schwergewichtigen Fracht mit Übermaß hat sich der Kölner Logistikdienstleister EuroGUS spezialisiert, der gerade im Herbst 2017 wieder zwei Windkraftanlagen von Deuschland über Polen, Litauen, Weißrussland und Russland bis nach Kasachstan beförderte. Die Herausforderungen: spezielle Richtlinien für den Sonder- und Schwertransport, Sondergenehmigungen, die von den Behörden vor Ort einzuholen sind und unerwartete Straßensperrungen, die schnelle Klärung verlangen.

„Für einen Spezialtransport in dieser Größenordung sind genaueste Planungen und umfangreiche Vorbereitungen notwendig“, erklärt Denis Rayzman, Inhaber und Geschäftsführer von EuroGUS e.K. Das Familienunternehmen hat sich auf Schwerlasttransporte nach Russland, Kasachstan, Belarus spezialisiert.

Für den gerade abgewickelten Schwertransport wurden die Windkraftanlagen in einzelne Teile zerlegt und die tonnenschweren Elemente mithilfe von Spezial-Schwerlastkränen auf jeweils sieben Tiefladern und Semi-Tiefladern verladen. Von den staatlichen Behörden in den zu durchquerenden Transitländern wurden die benötigten Sondergenehmigungen und Zustimmungen eingeholt. Außerdem organisierte EuroGUS die notwendige Begleitung durch BF2-/BF3-Begleit- und Polizeifahrzeuge.


Bei solchen aufwändigen Transporten können immer einmal unvorhersehbarer Umstände eintreten, die zu Änderungen in der Planung führen, ist die Erfahrung von Rayzman. In diesem Fall wurde das Projekt seitens des Kunden verschoben und fand im Herbst (Oktober bis Dezember) statt im Sommer statt. Es kam zu verschiedenen Engpässen und Straßen, die bei der Streckenplanung eingeplant worden waren, waren gesperrt. Der Konvoi musste kurzfristig auf eine Route über Litauen ausweichen, um nach Weißrussland zu gelangen. Hier gilt es, ständig den Überblick zu behalten, um schnellsten die neuen Sondergenehmigungen und Begleitungen zu erhalten. „Als erfahrener Spediteur haben wir ein großes Netzwerk in den GUS-Ländern und als Muttersprachler müssen wir auch keine Sprachbarriere überwinden.“ All das sind wesentliche Vorteile, um auf dem Transportweg zusätzliche Standzeiten zu vermeiden. Der Investor war mit dem Transport sehr zufrieden – für 2018 plant er die Anschaffung weiterer Windkraftanlagen und hat eine weitere Zusammenarbeit in Aussicht gestellt.

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