Das Sommer-Quartal 2017 war für die Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Freiburg geprägt von einem stabilen Konjunktur-Hoch. Das geht aus der vierteljährlichen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Freiburg hervor. Deutschlandweit bleibt nach wie vor der Konsum wichtigste Konjunkturstütze. Aber auch den Zuwachs beim Export – dank europaweit anziehender Konjunktur – spürten einige Handwerksbranchen positiv. Der Konjunkturindikator der Handwerkskammer Freiburg, der den Saldo aus Geschäftslage und -erwartungen abbildet, liegt mit +73,6 Punkten weiterhin auf einem äußerst hohen Niveau.

Fragt man die südbadischen Handwerker nach ihrer aktuellen Geschäftslage, sieht man nahezu überall zufriedene Gesichter: Fast vier Fünftel (79,3 Prozent) der befragten Handwerksbetriebe geben ihrer Geschäftslage gute Noten. Nur 4,1 Prozent der Unternehmen im Kammerbezirk geben eine negative Bewertung ab. Für das kommende Quartal sind die Befragten weiterhin sehr optimistisch: 78,9 Prozent erwarten einen positiven Geschäftsverlauf, lediglich 6,7 Prozent der regionalen Handwerker blicken pessimistisch in die Zukunft.

Vollere Auftragsbücher


Bei den Aufträgen konnte das südbadische Handwerk im dritten Quartal 2017 insgesamt zulegen. Beinahe ein Drittel der Unternehmen (30,2 Prozent) berichtet von volleren Auftragsbüchern, nur 15,2 Prozent meldeten Auftragsrückgänge. In den nächsten Monaten rechnen 24,6 Prozent mit einem steigenden Auftragsaufkommen, nur jeder zehnte Befragte (9,9 Prozent) geht von Auftragsrückgängen aus.

Jeder zweite Handwerker ist voll ausgelastet

Die Betriebsauslastung im regionalen Handwerk bleibt daher weiterhin hoch. Die Hälfte der Befragten (49,9 Prozent) meldet nahezu Vollauslastung. 8,4 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk Freiburg arbeiten sogar jenseits der eigentlichen Kapazitätsgrenzen. Nur 9,7 Prozent der Betriebe melden noch nennenswerte Kapazitätsfreiräume.

Leichtes Umsatzplus

Bei den Umsätzen können die Unternehmen im Kammerbezirk Freiburg insgesamt ein leichtes Plus vermelden. Mehr als jeder vierte Betrieb (27,4 Prozent) erzielte Umsatzsteigerungen. Allerdings gingen bei 20,8 Prozent der Unternehmen die Umsätze zurück. Für die nächsten Monate erwarten 36,3 Prozent der Befragten steigende Umsätze, 12,7 Prozent stellen sich auf Umsatzrückgänge ein.

Leicht gestiegene Beschäftigtenzahlen

Im dritten Quartal konnten die südbadischen Handwerker ihren Personalstand insgesamt leicht erhöhen. Jeder fünfte Betrieb (19,2 Prozent) im Kammerbezirk Freiburg meldet eine gestiegene Beschäftigtenzahl. Allerdings mussten 12,2 Prozent der Handwerksunternehmen mit weniger Mitarbeitern auskommen. In den nächsten Monaten plant nahezu jeder zehnte Betrieb (9,3 Prozent), weitere Mitarbeiter einzustellen. 87,0 Prozent der Befragten wollen ihre Beschäftigtenzahl stabil halten.

Damit die anstrengende Mitarbeitersuche nicht zum Hindernis für die Betriebe wird, baut die Handwerkskammer Freiburg im nächsten Jahr ihr Dienstleistungsportfolio aus und berät ihre Mitgliedsbetriebe kostenfrei rund um das Thema Personalentwicklung. Das neue Beratungsangebot ist Teil der Zukunftsstrategie „Handwerk 2025“, die die baden-württembergischen Handwerkskammern gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg erarbeiten.

Mehr zur Konjunktur im Bezirk der Handwerkskammer Freiburg finden Sie im Konjunkturbericht unter www.hwk-freiburg.de/konjunktur.

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