Die Yokogawa Electric Corporation übernimmt das norwegische Unternehmen TechInvent2 AS, das die Rechte an FluidCom™ besitzt: einem innovativen Dosierventil für die chemische Injektion (CIMV). FluidCom verhindert Verstopfungen und Korrosion in Ölbohrlöchern, Pipelines und anderen Anlagen und verwendet eine patentierte Technologie zur thermischen Überwachung. Es vereint die Funktionen eines Massendurchflussmessers, eines Regelventils und einer Ventilsteuerung und zeichnet sich durch die geringe Anzahl an beweglichen Teilen aus.

FluidCom wird bereits an zahlreiche internationale Öl- und Gaskonzerne geliefert. Mit der Übernahme von TechInvent2 AS wird Yokogawa diese Lösung nun auch für den Upstream- und Downstream-Bereich der Öl- und Gasindustrie bereitstellen; dadurch sollen die operative Effizienz verbessert und die Betriebskosten gesenkt sowie Arbeitssicherheit und Umweltschutz gestärkt werden.

Hintergrundinformationen


Bei Ölquellen und Pipelines spielen Maßnahmen eine wichtige Rolle, die einen zuverlässigen Öldurchfluss (Durchflusssicherung) sicherstellen und somit die Produktionseffizienz aufrechterhalten.

Verschiedene, an den Innenwänden von Rohrleitungen anhaftende chemische Substanzen können zu einer Verringerung des Innendurchmessers führen und Korrosionsschäden verursachen. Um Ablagerungen und Korrosion vorzubeugen, müssen bestimmte Chemikalien in die Rohrleitungen injiziert werden. Diese Prozesse effizienter zu machen, ist eine große Herausforderung im Upstream- und Midstream-Bereich.

CIMV FluidCom

Dosierventile für die chemische Injektion werden im Upstream-Bereich traditionellerweise manuell bedient. Die chemische Injektion konnte dabei in einigen Fällen mit Hilfe einer integrierten Lösung bereits automatisiert werden. Bei der manuellen Bedienung müssen die Ventile vom Anlagenpersonal häufig geöffnet, geschlossen und justiert werden. Das ist äußerst kostspielig, weil hierfür zusätzliches Personal erforderlich ist. Außerdem müssen diese Tätigkeiten unter extrem rauen Umgebungsbedingungen am Einsatzort ausgeübt werden. Eine ungenaue und ungleichmäßige Dosierung von Chemikalien verursacht zudem zusätzliche Betriebskosten und stellt die Anlagenbetreiber vor besondere Herausforderungen bei spezifischen Prozessen.

Das CIMV FluidCom zeichnet sich durch sein Design aus, das auf einer patentierten Technologie basiert, und bietet eine integrierte Durchflusssteuerung und Durchflussmessung, die eine Kombination aus Spezialmaterial und thermischen Effekten verwendet. FluidCom ist ein vollautomatisches und hochzuverlässiges Gerät, das die Ventilsteuerung und die kontinuierliche Durchflussmessung völlig eigenständig durchführt. Das Gerät ist in der Lage, Chemikalien in den erforderlichen kleinen Mengen gleichmäßig zu injizieren. Es verfügt über nur wenige bewegliche Teile und hat sich als präzise und zuverlässige Lösung zur Steuerung von chemischen Injektionsprozessen bewährt. Das Gerät lässt sich problemlos fernbedienen und verfügt über einen Selbstreinigungsmechanismus, der den Wartungsaufwand minimiert.

Mit der Automatisierung des Injektionsprozesses von Chemikalien wird die Anzahl an Arbeitseinsätzen in der unwirtlichen Umgebung am Einsatzort deutlich verringert und ist damit der Gesundheit und der Sicherheit des gesamten Personals zuträglich.

FluidCom ist auch die ideale Lösung für Downstream-Anwendungen, bei denen der Korrosionsschutz eine vorrangige Rolle spielt. Eine ISA100 Wireless™-konforme Version ist geplant. Die
ISA100 Wireless™-Technologie basiert auf dem Kommunikationsstandard ISA100.11a. Diese Technologie umfasst ISA100.11a-2011-konforme Kommunikationslösungen, eine Anwendungsschicht mit Industriestandardobjekten zur Prozesssteuerung, Gerätebeschreibungen und -funktionen, ein Gateway Interface, Infrarotversorgung und einen Backbone-Router.

Über TechInvent2 AS

TechInvent2 AS ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von TechInvent AS mit Sitz in Stavanger, Norwegen, und wurde im Jahr 2008 gegründet. TechInvent befindet sich im Besitz des Gründers und CEOs Alf Egil Stensen, des Venture-Capital-Unternehmens Statoil Technology Invest AS sowie der Unternehmen Aarbakke Innovation AS und Ipark AS. Das Unternehmen beliefert seit 2016 große Ölgesellschaften mit seiner chemischen Injektionstechnik FluidCom. Alf Egil Stensen bleibt auch nach der Übernahme durch Yokogawa CEO des Unternehmens.

Über die Yokogawa Deutschland GmbH

Yokogawa unterhält ein weltweites Netzwerk von 114 Unternehmen an Standorten in 59 Ländern. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung 1915 auf zukunftsweisende Forschung und innovative Produkte spezialisiert. Industrielle Automatisie-rung, Test- und Messausrüstung sowie innovative Nischen-Produkte wie z.B. für die Gesundheits- und Luftfahrttechnologie sind die Hauptgeschäftsfelder von Yokogawa. Die wichtigsten Zielmärkte der industriellen Automatisierung sind die Öl- und Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie, die Energieindustrie, die Eisen- und Stahlindustrie, die Zellstoff- und Papierindustrie sowie die Lebensmittelindustrie.

Etwa 200 Mitarbeiter der europäischen Yokogawa-Organisation sind an verschiedenen Produktions- und Vertriebsstandorten in Deutschland und am Sitz der Yokogawa Deutschland GmbH in Ratingen beschäftigt; mehr als 70 Automatisierungs-, Elektrotechnik- und Verfahrensingenieure arbeiten bei Yokogawa Deutschland an der Konzeption, Planung und Umsetzung von Automatisierungslösungen. In Europa besitzt Yokogawa einen eigenen Vertrieb sowie eigene Service- und Engineering-Organisationen. Yokogawa Europe B.V. wurde 1982 als Zentrale für Europa in Amersfoort, NL, gegründet.

Weitere Informationen zu Yokogawa finden Sie unter http://www.yokogawa.com/de/

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Yokogawa Deutschland GmbH
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40880 Ratingen
Telefon: +49 (2102) 4983-0
Telefax: +49 (2102) 4983-22
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