Die digitale Branche Schleswig-Holsteins setzt auf Vernetzung. Darum präsentieren sich gleich 21 Unternehmen aus dem Land am Schleswig-Holstein Gemeinschaftsstand auf der diesjährigen CeBIT in Hannover. Organisiert wurde der Auftritt des „echten Nordens“ von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). Tag eins am Messestand F38 in Halle 5 steht dabei unter der Überschrift „Digitale Agenda – Lösungen für die Wirtschaft“. Von einer digitalen Düngemittelüberwachung bis hin zu leicht bedienbarer kaufmännischer Software: Die Firmen aus dem Norden präsentieren innovative Lösungen für die verschiedensten Branchen.

Viele Menschen wüssten gar nicht, wie viele innovative und wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen der Norden zu bieten habe, machte Ministerpräsident Torsten Albig bei seinem Besuch am Schleswig-Holstein Gemeinschaftsstand deutlich: „Schleswig-Holstein ist nicht nur Tourismus-Land. Hier sitzt das Know-how, hier gibt es viele innovative Start-Ups. Bei uns kann man nicht nur Strandkörbe, sondern auch Datenleitungen kaufen.“

Der gemeinsame Messeauftritt sei für die Unternehmen daher eine tolle Möglichkeit, aktiv Werbung für die Wirtschaftsregion Schleswig-Holstein zu machen, meint auch Sascha Leichsenring von der BALVI GmbH. „Wir präsentieren uns hier das erste Mal seit zehn Jahre wieder. Die Messe und der Stand sind ein tolles Umfeld, um sich der Welt zu zeigen“, sagt er. So wüssten viele noch nicht um die innovative Fachsoftware BALVI iP des Lübecker Unternehmens. „Von Schleswig-Holstein aus wird die komplette Veterinär-, Futtermittel- und Lebensmittelüberwachung mit IT-Werkzeug versorgt“, so Leichsenring. Am Gemeinschaftsstand stellt BALVI in erster Linie Neuheiten wie zum Beispiel eine webbasierte Düngemittelüberwachung vor – eine Art digitale Checkliste für die Kontrollen durch die Ämter.


Präsenz zeigen will auch die kiwiw Systems GmbH – und zwar mit einer Digitalisierungsplattform, auf der Unternehmen ihre gesamten Geschäftsprozesse – von Einkauf bis hin zur Produktion – abwickeln können. Gerade für kleinere Unternehmen wie kiwiw Systems aus Norderstedt sei der Gemeinschaftsstand eine tolle Möglichkeit, um an der CeBIT überhaupt teilnehmen zu können, so Senior Consultant Arne Rosenow. „Wir ziehen so mehr Aufmerksamkeit auf uns“, sagte er.

Weitere Softwarelösungen für die Wirtschaft bietet am Gemeinschaftsstand das Unternehmen IN-LINE Software GmbH aus Reinfeld im Kreis Stormarn mit ihrem Produkt APto – ein leicht verständliches und intuitiv bedienbares Warenwirtschaftssystem. „Wir hoffen hier vor allem auf Neukunden“, macht Geschäftsführer Karsten Liese deutlich.

Ein paar Meter daneben präsentiert die Brainware Systems GmbH aus Ellerau (Kreis Segeberg) eine ganz besondere Kasse. Was scheinbar wie eine normale, moderne Kasse aussieht, ist in Wirklichkeit ein komplettes Warenwirtschaftssystem, erklärt Geschäftsführer Manfred Gahl. Sobald zum Beispiel eine Spülbürste gekauft wird, wissen die Kollegen im Online-Shop und Lager, dass nun ein Produkt weniger vorhanden ist. Was bei der Einführung solcher kaufmännischen Software zu beachten ist, erklärt Gahl in seinem Vortrag am Donnerstag, 23.03.2017 am Schleswig-Holstein Gemeinschaftsstand.

Während der Geschäftsführer potenzielle Kunden von der Software überzeugen möchte, setzt er auch auf das Netzwerken. „Man kommt mir anderen Unternehmen aus dem Norden ins Gespräch, kann sich austauschen und voneinander profitieren.“ Kontakte knüpfen wollen auch die Mitarbeiter der ennit server GmbH, welche Komplettlösungen für ein funktionierendes IT-System anbietet. „Die Idee des Gemeinschaftsstandes ist spannend. Wir können so gute Kontakte zu anderen Unternehmen aus dem Norden knüpfen“, so Geschäftsführer Volkmar Hausberg.

Für das mittelständische Unternehmen UNIRENT EDV-Systemtechnik GmbH aus Bad Bramstedt ist die CeBIT ein Pflichttermin. „Wir kommen seit mehr als 20 Jahren hierher. Wir sind deutschlandweit tätig und erreichen hier deshalb ein breites Publikum“, so Geschäftsführer Michael Scharff. Am Stand präsentieren er und Schulungstrainer Sven Schüller eine besondere eine App für Customer-Relationship-Management (CRM). Mit dieser könne man auch offline die gesamten Kommunikationsdateien auf Smartphone oder Tablet abrufen. „Gerade für ein Flächenland wie Schleswig-Holstein eine gute Lösung“, so Scharff.

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