Eine Schutzverpackung muss empfindliche Produkte zuverlässig vor Transportschäden bewahren. Doch ihre Aufgabe geht längst darüber hinaus. Denn auch die Anzahl der Packschritte, der Materialeinsatz, der Platzbedarf und die Entwicklungszeit beeinflussen die Effizienz eines Verpackungsprozesses.
Gerade in der Medizintechnik, wo komplexe und sensible Geräte sicher transportiert werden müssen, lohnt sich ein genauer Blick auf die gesamte Verpackungslösung. Die NEXTPACK AG entwickelt deshalb individuelle Schutzverpackungen, bei denen Produktschutz, Handling und Transportanforderungen gemeinsam betrachtet werden.
Sechs Ansätze zeigen, wo sich Verpackungsprozesse gezielt optimieren lassen.
[*]Vorkonfektionierte Setverpackungen reduzieren den Bereitstellungsaufwand
Besteht eine Verpackung aus mehreren Polsterteilen, Fixierungen und einem Außenbehälter, mindividuelle Schutzverpackungenüssen die einzelnen Komponenten vor dem Verpacken bereitgestellt und richtig zugeordnet werden. Das kann den Ablauf aufwendig machen.
Eine Möglichkeit zur Vereinfachung sind vorkonfektionierte Setverpackungen. Dabei werden Innen- und Außenverpackung als zusammengehörige Einheit entwickelt und vorbereitet.
Die Komponenten lassen sich flach und platzsparend anliefern. Beim Kunden wird die Verpackung schrittweise aufgebaut und anschließend mit dem Produkt befüllt.
Das reduziert den Aufwand für das Zusammenstellen einzelner Verpackungsbestandteile und kann die Handhabung im täglichen Verpackungsprozess vereinfachen.
[*]Digitale Verpackungsentwicklung verkürzt Abstimmungswege
Effiziente Verpackungsprozesse beginnen bereits in der Entwicklungsphase.
Mithilfe digitaler CAD-Konstruktionen können Verpackungskonzepte frühzeitig visualisiert und mit dem Kunden abgestimmt werden. Anforderungen an Produktschutz, Fixierung, Materialeinsatz und Handling fließen dabei direkt in die Konstruktion ein.
Nach der Freigabe wird ein physisches Muster gefertigt, das überprüft und bei Bedarf angepasst werden kann.
Bei NEXTPACK befinden sich Entwicklung und Produktion im selben Gebäude. Dadurch sind direkte Abstimmungen zwischen Konstruktion und Fertigung möglich. Erkenntnisse aus der Musterphase können ohne lange interne Wege in die Weiterentwicklung einfließen.
Das erleichtert den Übergang vom digitalen Entwurf zur serienfähigen Verpackungslösung.
[*]Materialeinsatz und Transportvolumen gezielt optimieren
Verpackungsmaterial beeinflusst nicht nur den Produktschutz, sondern auch Lagerbedarf, Versandvolumen und Materialverbrauch.
Deshalb sollte bereits bei der Konstruktion geprüft werden, welche Materialien und Abmessungen für die jeweilige Verpackungsaufgabe tatsächlich erforderlich sind.
Zum Einsatz kommen beispielsweise Wellpappe, Wabenpappe, PE-Schaum oder Kombinationen unterschiedlicher Materialien. Welche Lösung geeignet ist, hängt von den Eigenschaften des Produkts und den zu erwartenden Transportbelastungen ab.
Ein Praxisbeispiel von NEXTPACK ist die Entwicklung einer Schutzverpackung für OP-Leuchten, bei der eine Konstruktion aus Wabenpappe als Alternative zu einer bisherigen Styroporverpackung umgesetzt wurde.
Auch regulatorische Entwicklungen wie die europäische Verpackungsverordnung PPWR verstärken die Auseinandersetzung mit Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit und Dokumentationsanforderungen.
Entscheidend bleibt dabei, Materialeffizienz und erforderlichen Produktschutz miteinander zu verbinden.
[*]Verpackungsprüfungen unterstützen die Transportsicherheit
Eine optimierte Verpackung muss die erforderliche Schutzwirkung zuverlässig erfüllen.
Bei empfindlichen Geräten können Stöße, Vibrationen, Stapelbelastungen und unterschiedliche Transportwege relevante Einflussfaktoren sein.
Diese Anforderungen werden bereits bei der Verpackungsentwicklung berücksichtigt. Die notwendigen Prüfanforderungen werden vom Kunden vorgegeben.
Für Falltests und weitere Verpackungsprüfungen arbeitet NEXTPACK mit externen Prüfinstituten zusammen.
Ergeben sich dabei Schwachstellen, kann die Konstruktion gezielt überarbeitet und erneut geprüft werden. So lässt sich die Verpackung auf die vorgegebenen Transportanforderungen abstimmen.
[*]Seriengerechte Konstruktionen vereinfachen wiederkehrende Abläufe
Eine Verpackung muss nicht nur als Prototyp funktionieren. Auch im regelmäßigen Einsatz sollte sie zuverlässig gefertigt, bereitgestellt und aufgebaut werden können.
Deshalb spielen reproduzierbare Konstruktionen, abgestimmte Materialien und geeignete Konfektionierungsmöglichkeiten bereits in der Entwicklungsphase eine wichtige Rolle.
Vorkonfektionierte Verpackungseinheiten können dazu beitragen, die Bereitstellung der benötigten Komponenten zu vereinfachen und wiederkehrende Verpackungsabläufe besser zu strukturieren.
Darüber hinaus lohnt es sich, bestehende Verpackungslinien auf Optimierungspotenziale zu untersuchen. Ein weiteres NEXTPACK-Praxisbeispiel zeigt die Integration einer Wickellösung in einen vorhandenen Verpackungsprozess.
[*]Transportverpackungen auf Produkt und Transportkette abstimmen
Die Anforderungen an eine Schutzverpackung hängen nicht allein von Größe und Gewicht des Produkts ab.
Auch die Transportstrecke, die Art der Handhabung und mögliche Belastungen während des Versands beeinflussen die Konstruktion.
Ein Beispiel ist die individuelle Schutzverpackung eines Körperscanners. Die sensible Technik und die unterschiedlichen Komponenten erforderten eine auf das Gerät abgestimmte Verpackungslösung.
Dabei wurden Produktschutz, Aufbau und Handling gemeinsam berücksichtigt.
Das Beispiel verdeutlicht, weshalb individuelle Transportverpackungen nicht isoliert betrachtet werden sollten: Eine geeignete Konstruktion muss sowohl zum Produkt als auch zu den vorgesehenen Abläufen passen.
Verpackungsoptimierung beginnt mit dem gesamten Prozess
Ob Materialauswahl, digitale Entwicklung, vorkonfektionierte Verpackungseinheiten oder seriengerechte Konstruktion: Jede dieser Maßnahmen kann zur Verbesserung eines Verpackungsprozesses beitragen.
Besonders relevant ist ihr Zusammenspiel. Denn Material und Konstruktion beeinflussen das Handling. Das Handling wirkt sich auf den Verpackungsaufwand aus. Und die Abmessungen einer Verpackung können den Platzbedarf in Lagerung und Transport bestimmen.
Die NEXTPACK AG verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz: Individuelle Schutzverpackungen sollen nicht nur empfindliche Produkte schützen, sondern auch zu effizienteren Abläufen beitragen.
Unter dem Leitgedanken „Wir machen aus Verpackung einen Prozessbeschleuniger“ verbindet das Unternehmen Produktschutz mit einer prozessorientierten Verpackungsentwicklung.
Weitere Informationen und die ausführliche Darstellung der sechs Optimierungsansätze finden sich im Fachbeitrag:
Verpackungsprozess optimieren: Wie individuelle Schutzverpackungen Abläufe beschleunigen
NEXTPACK AG
Straubinger Str. 2
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