Der deutsche Arbeitsmarkt steckt in einer Bewegungskrise. Das zeigt das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar, das das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gemeinsam mit LinkedIn erhebt. Seit Mitte 2025 ist die Zahl derer, die in fachfremden Branchen arbeiten auf einem neuen Tiefpunkt. 

Die Transformation läuft, doch die Beschäftigten ziehen nicht mit 

Branchen schrumpfen, andere wachsen. Beschäftigte aus rückläufigen Bereichen müssten in Berufsfelder wechseln, die Fachkräfte suchen. Zum Beispiel in die Energie- und Umwelttechnik, in IT und KI, in Pflege und Pädagogik. Diese Bewegungen finden aber immer seltener statt. 

Das IAB nennt das eine „Erneuerungskrise": Wenn Arbeitskräfte dort verharren, wo Stellen wegfallen, statt dahin zu gehen, wo sie gebraucht werden, verlangsamt sich der wirtschaftliche Erneuerungsprozess. Fachkräftemangel und Überbesetzung entstehen gleichzeitig. 

Warum wechseln Menschen nicht? 

Wirtschaftliche Unsicherheit, fehlende Kenntnisse über Fördermöglichkeiten, die Sorge vor einem Neustart ohne Netz: Die Hürden sind real, auch wenn sie sich oft überwinden lassen. Viele Menschen wissen nicht, dass ein Branchenwechsel über eine Weiterbildung oder Umschulung möglich ist und dass die Kosten dafür häufig vollständig gefördert werden. 

Qualifizierung als Mittel gegen Stagnation 

Das Institut für Berufliche Bildung (IBB) begleitet Menschen, die einen beruflichen Neustart wagen, ob nach dem Verlust des Arbeitsplatzes, nach einer Familienphase oder mit dem Ziel, in ein Berufsfeld zu wechseln, das langfristig trägt. Als einer der größten privaten Weiterbildungsanbieter können Interessierte beim IBB bundesweit Weiterbildungen, Umschulungen und Coachings besuchen. 

Den Schritt in eine neue Branche müssen Menschen finanziell meist nicht alleine stemmen. Arbeitssuchende können über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden. Berufstätige profitieren vom Qualifizierungschancengesetz, das Arbeitgeber und Arbeitnehmer:innen bei der Finanzierung von Weiterbildungen unterstützt. 

Bewegung braucht Begleitung 

Das IAB-Radar zeigt, dass das Problem weniger im fehlenden Willen zur Veränderung liegt als in fehlenden Strukturen, die Veränderung ermöglichen. Weiterbildung schafft diese Struktur. Sie gibt Menschen die Qualifikation, die einen Branchenwechsel realistisch macht und den Arbeitsmarkt wieder in Bewegung bringt. 

Alle Informationen zum Weiterbildungs- und Umschulungsangebot des IBB sind unter www.ibb.com verfügbar. 

Quellenangabe zur zitierten Studie

Weber, E. (2026). IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar: Wechseldynamik bricht ein. In: Online Magazin IAB-Forum, 20. August 2026. DOI: 10.48720/IAB.FOO.GA.20260820.01. Abrufbar unter: https://iab-forum.de/graphs/iab-linkedin-branchenwechsel-radar-wechseldynamik-bricht-ein/ 

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