Der Notruf im Aufzug gehört zu den Dingen, an die niemand denkt, solange er funktioniert. Genau das ändert sich gerade im Hintergrund. Die Mobilfunkanbieter fahren ihre alten 2G-Netze bis 2028 herunter. Viele ältere Aufzüge setzen für ihre Notrufverbindung aber noch auf genau diese Technik. Fällt das Netz weg und ist die Anlage nicht umgerüstet, bleibt der Notruf stumm.
Der Notruf hängt am Mobilfunknetz
Ein funktionierendes Notrufsystem verbindet die Aufzugskabine rund um die Uhr mit einer ständig besetzten Leitstelle. Möglich macht das ein Modem, das über das Mobilfunknetz eine Sprechverbindung aufbaut. Wer im Aufzug eingeschlossen ist, erreicht so sofort einen Ansprechpartner. Ein großer Teil der bestehenden Systeme nutzt für diese Verbindung noch 2G-Frequenzen. Werden sie abgeschaltet, verlieren diese Systeme ihre Grundlage. Sie müssen auf einen modernen Standard umgestellt werden, damit der Notruf erhalten bleibt.
Ohne funktionierenden Notruf kein Betrieb
Ein funktionsfähiger Zweiwege-Notruf ist keine Komfortfunktion, sondern Betreiberpflicht. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt im Fahrkorb ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem, über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann. Die Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 3121 konkretisiert diese Pflicht und fordert, dass nach Betätigung des Notruftasters im Fahrkorb automatisch eine Verbindung zu einer ständig besetzten Stelle hergestellt wird. Wer eine Aufzugsanlage betreibt, muss also sicherstellen, dass der Notruf jederzeit erreichbar ist. Diese Verantwortung lässt sich nicht delegieren. Fällt die Verbindung nach der Netzabschaltung aus, ist die gesetzliche Anforderung nicht mehr erfüllt. Dann darf der Aufzug nicht weiter betrieben werden und muss außer Betrieb gehen. Bei der nächsten behördlichen Prüfung würde eine solche Anlage durchfallen. Die Verantwortung für die rechtzeitige Prüfung und Umrüstung liegt beim Betreiber.
Ein reines Datenmodul reicht nicht
Entscheidend ist eine Unterscheidung, die in der Diskussion oft untergeht. Es genügt nicht, irgendein Modul auf 4G zu heben. Vorgeschrieben ist eine echte Sprechverbindung in beide Richtungen. Die technischen Anforderungen dafür beschreibt die Norm DIN EN 81-28, der Fern-Notruf für Personen- und Lastenaufzüge. Sie verlangt eine dauerhaft verfügbare, zweiwegefähige Sprechverbindung zwischen Fahrgast und ständig besetzter Stelle. Eine eingeschlossene Person muss sprechen können, und die Leitstelle muss zurücksprechen. Ein Modul, das nur Daten überträgt, erfüllt diese Anforderung nicht. Maßstab ist deshalb nicht der Mobilfunkstandard allein, sondern eine durchgängig sprachfähige Notruflösung nach DIN EN 81-28.
Das eigentliche Risiko heißt Aufschieben
Technisch ist die Umrüstung beherrschbar. Die Lösungen stehen bereit, die Prozesse laufen. Das größte Risiko liegt nicht in der Technik, sondern im Timing. Weil die Frist noch weit weg wirkt, schieben viele Betreiber die Entscheidung auf. Je mehr Umrüstungen sich zum Schluss ballen, desto knapper werden qualifizierte Fachkräfte in der heißen Phase. Auch der Blick über die Grenzen zeigt, dass mehrere europäische Märkte gleichzeitig umrüsten. Wer früh beauftragt, hat freie Auswahl bei den Terminen und Sicherheit bis zur Abschaltung. Wer wartet, riskiert Engpässe genau dann, wenn es eng wird.
Herstellerunabhängig und mit Mehrwert
Die Umrüstung ist zugleich eine Gelegenheit. KONE rüstet Notrufsysteme herstellerunabhängig um, also auch an Anlagen anderer Fabrikate. Wer die Verbindung ohnehin erneuern muss, kann seinen Aufzug im selben Schritt vernetzen und für eine vorausschauende, datenbasierte Wartung vorbereiten. Störungen lassen sich so früher erkennen und ungeplante Ausfälle vermeiden. Ist die Anlage älter, bietet der Anlass sich für eine Modernisierung an, die Sicherheit, Energieeffizienz und Verfügbarkeit zugleich verbessert.
Was Eigentümer, Verwalter und Mieter jetzt tun können
Der zuverlässigste Weg zur Klarheit führt über den Notrufanbieter. Das ist häufig, aber nicht zwingend, zugleich der Servicedienstleister der Anlage. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail mit der Frage nach dem Status des Notrufsystems zeigt, ob die Anlage bereits umgerüstet ist oder noch auf altem Standard läuft. Im selben Schritt lässt sich ein Umrüstangebot anfordern. Hausverwaltungen und Eigentümer finden den passenden Ansprechpartner in der Regel im Wartungsvertrag. Mieter wenden sich am besten an ihre Hausverwaltung oder den Eigentümer, die den Kontakt zum Serviceunternehmen halten. Wer jetzt nachfragt, verschafft sich Zeit und trifft in der Schlussphase nicht auf knappe Termine.
Zitat Johannes Beckmann, Funktion
„Für uns ist die Umrüstung der Notrufsysteme ein Sicherheitsthema, kein Kalenderthema. Wir informieren unsere Kunden aktiv, bieten die Umrüstung an und setzen sie vor der Abschaltung um, damit der Notruf ohne Unterbrechung erreichbar bleibt. Wer früh handelt, ist auf der sicheren Seite." Johannes Beckmann, Funktion, KONE
KONE bewegt jeden Tag mehr als 2 Mrd. Menschen weltweit. Unsere Mission ist es, den Fluss des urbanen Lebens zu verbessern. Unsere Aufgabe ist es, das Beste aus den Städten, Gebäuden und öffentlichen Räumen der Welt zu machen, denn wir glauben, dass Städte Teil der Lösung für eine bessere Zukunft sind. Im Jahr 2025 erwirtschafteten mehr als 60.000 Mitarbeitende weltweit einen Jahresumsatz von 11,3 Milliarden Euro. Mit über 1.000 Niederlassungen und 1,7 Millionen Anlagen in Wartung ist KONE in mehr als 70 Ländern vertreten und bietet Service auf höchstem Niveau, unabhängig vom Hersteller. Seit der Gründung im Jahr 1910 in Finnland hat sich KONE zu einem weltweit führenden Unternehmen entwickelt und ist heute an der NASDAQ OMX Helsinki börsennotiert. Unsere Firmenwurzeln gehen bis 1910 zurück, als ein kleiner Gerätereparaturshop namens KONE, Finnisch für Maschine, sich in Helsinki einen Namen machte. Mehr als ein Jahrhundert später gestalten wir die Zukunft von Städten indem wir einen reibungslosen People Flow von Millionen Menschen in urbanen Gebieten weltweit ermöglichen.
KONE GmbH
Vahrenwalder Str. 317
30179 Hannover
Telefon: +49 (800) 88011-88
Telefax: +49 (511) 2148-220
http://kone.de
Communication Manager DACH
E-Mail: marc-oliver.schach@kone.com
PR Beraterin
E-Mail: jg@gukom.de
![]()